Kabeldurchführung

Schnelle und effiziente Verkabelung durch die Wand

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Lösungsansatz: Kabeldurchführungssysteme

Daher haben viele Installateure bereits begonnen, Kabelplatten mit Membranprinzip – sogenannte Membrankabelplatten – zu verwenden, wenn eine hohe Anzahl Kabel auf begrenztem Raum zu verlegen ist. Die Größe der Platten kann individuell angepasst werden, und sie bieten die Möglichkeit, eine hohe Anzahl Kabel schnell und effizient zu verbinden. Daher werden sie immer häufiger anstelle der herkömmlichen Kabeldurchführungen und schweren Steckverbinder eingesetzt. Zudem sparen sie Zeit und Material und bieten dennoch einige der wichtigsten Merkmale herkömmlicher Kabeldurchführungen – so beispielsweise die neuen Kabelplattenserien von Phoenix Contact: CES Multigates (siehe Kastentext).

Die Kabelplatten bieten laut Unternehmen zuverlässige und robuste Wandverbindungen und sind dabei kostengünstig. Sie sind aus speziellen TPE-SEBS-Copolymeren gefertigt, die die metallverstärkte Platte abdecken und gleichzeitig für eine höhere Stabilität sorgen. Das System kann zur Durchführung von bis zu 37 Stromkabeln niedriger und mittlerer Leistung mit Kabeldurchmessern zwischen 5 und 60 mm eingesetzt werden. Durch die Verwendung von Flammschutz-Füllstoffen entspricht das Produkt der Norm UL 94 V-O. Außerdem profitieren Installateure von der hohen Schutzklasse IP 66/67 der Dichtung. Das Material der Platte entspricht der RoHS-Richtlinie und besitzt eine gute UV-, Öl-, Wetter- und Ozon-Beständigkeit. Aufgrund dieser Eigenschaften können die CES Multigates sowohl in Innenräumen als auch im Freien verwendet werden.

Zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten

In vielen Bereichen haben sich bereits ähnliche Produkte etabliert. Das liegt vor allem an den vielseitigen Anwendungsgebieten und dem geringen Platzbedarf der Platten. Auch die CES Multigates benötigen mit einer Breite von 222 mm und einer Länge von 92 mm nicht viel Einbauraum. Das System eignet sich daher besonders gut für enge Räume und Schaltschränke. Da eine separate Sicherungsmutter, die sonst bei Kabeldurchführungen benötigt wird, wegfällt, reduzieren sich die Kosten. Zusätzlich ist die Montage zeitsparend.

Anwendungsbeispiele sind Frequenzumrichter, Fahrstühle, Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Solaranlagen. Durch die zahlreichen Anpassungsmöglichkeiten wird das System auch für Großprojekte bedeutsam. CES Multigates können auch nach individuellen Kundenwünschen sowie mit kundenspezifischen Kabeltüllen bereit gestellt werden, so gibt es für nahezu jede Applikation eine passende Lösung. Ein weiteres Beispiel aus der Industrie ist die Nutzung von Kabelplatten in Schaltschränken. Viele Installateure ziehen die Kabel durch den Boden des Schaltschranks und verwenden dazu schwere Steckverbinder, Kabelverschraubungen oder Kabeleinführungssysteme. Jede dieser Optionen ist zeitaufwändig, da der Boden aufgebohrt und die Produkte installiert werden müssen. CES Multigates kommen hier mit Modulplatten zum Einsatz. Der Installateur setzt eine Modulplatte mit der vormontierten Kabelplatte auf die für die Kabel vorgesehene Öffnung und führt die Kabel durch. Modulplatten können am Boden eines Schaltkastens oder auf 25 mm Lochrasterschienen – etwa dem TS-System von Rittal – montiert werden. Auf der Produktionsseite soll die Installation so erheblich schneller und einfacher werden.

Ressourcen richtig einsparen

Lösungen wie Kabelplatten sind nicht ganz neu in der Welt der Wanddurchführungen. Dennoch verwenden viele Installateure immer noch Produkte wie Kabelverschraubungen – auch für Anwendungen, für die sie nicht in allen Fällen erforderlich sind, wodurch unnötige Ressourcen verbraucht werden. Durch ihre hohe Umweltbeständigkeit und Vielseitigkeit sowie durch die Aufnahme verschiedener Kabelgrößen, eröffnen Kabelplatten allen an der Produktwertschöpfungskette Beteiligten neue Perspektiven. Projektplaner und Installateure kennen die Anwendung und die Anforderungen an die Umgebung. Wenn sie Kabelplatten für ihre Projekte in Betracht ziehen, können sie ihre Anlagen um einiges bequemer und wirtschaftlicher errichten. (sh)

* Ivan Žgela ist Produktmanager Cable Entry Systems, Industrial Field Connectivity bei Phoenix Contact

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