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Datenerfassung und Auswertung
Eine spezielle Hänchen-Software steuert den Prüfprozess ebenso wie die Auswertung der Messgrößen. Durch die individuelle Programmierung auf Beckhoff-Systemen kann der Anwender die Prüfachsen einzeln ansteuern und unterschiedliche Bewegungsprofile fahren. Für die Messungen und die hochpräzise Regelung sind die Zylinder mit Kraftaufnehmern und Wegmesssystemen ausgerüstet.
Am Prüfstand wird die Reibkraft der Dichtsysteme in Abhängigkeit folgender online gemessener Parameter ermittelt: Druck in der Prüfkammer, Temperatur in der Prüfkammer und an der Kolbenstange sowie die Position oder das Bewegungsprofil. Um möglichst einheitliche Ergebnisse zu erreichen, lassen sich die zu prüfenden Dichtungen kühlen. Bei besonders sensiblen Tests kann durch eine hohlgebohrte Stange auch diese gekühlt werden. Die Daten werden durch die Ratio-Drive-Software auf einem Industrie-PC erfasst, so dass eine präzise Dokumentation und optimale Testauswertung möglich ist. Dabei hat der Anwender die Möglichkeit, die im Prüfstand erfassten Messgrößen entweder mit den integrierten Auswertetools zu beurteilen oder mit einer beliebigen Auswertungssoftware wie etwa Diadem zu betrachten.
Manuelle Einrichtungen dienen zum Messen der Dichtheit der Primärdichtung sowie des gesamten Dichtsystems nach außen. Auch die Laufbilder an den Stangen und die Überprüfung der einzelnen Elemente des Dichtungssystems hinsichtlich Verschleiß sind Teil der Auswertung.
Der Testablauf für Dichtungssysteme
Der bei Hänchen intern übliche Testzyklus für ein Dichtungssystem aus Stange und Dichtungskombination umfasst eine Laufleistung von 300 km im 24 Stunden-Betrieb. Bei den umfangreichen Tests der letzten Jahre hat sich dabei die Bedeutung von PTFE-Dichtungen mit Bronzefüllung als Primärdichtung in Kombination mit einer Sekundärdichtung und einem Abstreifring bestätigt.
Die als Dichtungssystem Servocop bewährte Kombination aus Stufenring, Nutring und Abstreifer setzt dieses Konzept in Hydraulik-Zylindern von Hänchen um. Auch die Bedeutung des Honens als Feinstbearbeitung von Stangenoberflächen für geringe Reibung in Verbindung mit sehr guter Verteilung der Schmierstoffe ließ sich bestätigen.
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