Linearantrieb Neues Antriebskonzept senkt Herstellungskosten

Transinno ist ein völlig neu konzipierter Linearantrieb von FGB Steinbach. Das Antriebskonzept ohne Magnete auf der Wegstrecke soll mit einem deutlich einfacheren Herstellungsprozess und so mit einem erheblichen Kostenvorteil überzeugen und damit beispielsweise bei Herstellern von Hochregallagern punkten.

Firmen zum Thema

Prototyp des elektrischen Linearantriebs TransInno
Prototyp des elektrischen Linearantriebs TransInno
(Bild: FGB Steinbach)

Der Linearantrieb Transinno von FGB Steinbach kann lange Strecken mit etwa 100 Metern schnell überbrücken, was ihn bei Herstellern von Aufzügen, Hochregallagern sowie bei Maschinen- und Anlagenbauern zu einer interessanten Neuentwicklung macht. Das Antriebskonzept kommt ohne Magnete auf der Wegstrecke aus, was den Herstellungsprozess erleichtert und so einen Kostenvorteil bringt.

Prototyp überzeugte Messebesucher

Auf der SPS in Nürnberg wurde erstmals ein Prototyp von Transinno gezeigt, den FGB Steinbach gemeinsam mit Forschungspartnern entwickelt hat. Der Linearantrieb basiert auf der Transversalfluss- Technologie, hat absolute Marktreife und ist jetzt auch einfach und damit industriell herstellbar. Bei Bedarf ist der Linear-Direktantrieb, der genauso leistungsstark und dynamisch ist, wie die klassischen Synchronmaschinen, auch für gekrümmte Strecken einsetzbar. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Lösungen, in denen im Stator oder Läufer zahlreiche Kupferspulen bzw. Magnete verbaut sind, verwendet FGB Steinbach im Sekundärteil von Transinno ausschließlich Bleche mit fertigungsfreundlicher Geometrie. „Das macht den Kostenvorteil aus, denn die Verwendung von Kupfer oder Magneten ist aufgrund der hohen Materialkosten insbesondere bei langen Wegstrecken zumeist unwirtschaftlich“, erklärt der Geschäftsführer Thorsten Steinbach.

Einfachere Bauweise und innovatives Sekundärteil

Transinno ist gegenüber den bekannten Varianten erheblich vereinfacht worden. Neben dem innovativen Sekundärteil wurde auch die magnetische Flussführung verbessert, so dass Wirbelstromverluste minimiert werden konnten. Weiterer Vorteil: Die Statorpole können mit einfacher Fertigungstechnik fast beliebig ausgestaltet werden, so dass sich darüber gewünschte Motoreigenschaften einprägen lassen. „Das Konzept kam bei den Messebesuchern sehr gut an und wir sind zuversichtlich, in Kürze mit dem ein oder anderen Pilotprojekt starten zu können“, kündigt Steinbach an. (sh)

(ID:43807939)