Digitale Zwillinge in der Praxis Leitfaden rückt die Asset Administration Shell in den Fokus

Quelle: VDMA 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Wie gelingt der interoperable Datenaustausch über Unternehmens- und Systemgrenzen hinweg? Um den Einsatz der Asset Administration Shell (AAS) und begleitender Technologien in der Praxis zu beschleunigen, haben der VDMA und das Fraunhofer IOSB-INA den „Quick Guide Interoperabilität“ entwickelt.

Mit der Asset Administration Shell und OPC UA stehen leistungsfähige Standards für Interoperabilität zur Verfügung. (Bild:  Pixabay)
Mit der Asset Administration Shell und OPC UA stehen leistungsfähige Standards für Interoperabilität zur Verfügung.
(Bild: Pixabay)

Der Maschinen- und Anlagenbau steht vor vielfältigen digitalen Herausforderungen: Von der Anbindung einzelner Maschinen über das Management von Lebenszyklusdaten bis hin zur vollständigen Umsetzung Digitaler Zwillinge. Ein zentraler Baustein zur Lösung dieser Aufgaben ist die Asset Administration Shell (AAS), im Deutschen auch Verwaltungsschale genannt. Als internationaler Standard der Industrial Digital Twin Association (IDTA) stellt sie Informationen über Anlagen, Komponenten und Produkte in einer einheitlichen, maschinenlesbaren Struktur bereit.Doch wie setzt man diesen Standard zielgerichtet ein? Genau hier setzt der neue „Quick Guide Interoperabilität“ an.

Anwendungsfall vor Technologie: Pragmatischer Einstieg in die AAS

Der Leitfaden knüpft an etablierte Industrie-4.0-Publikationen an und verzichtet bewusst auf abstrakte Zukunftsvisionen. Stattdessen stehen bereits heute verfügbare Lösungen und Werkzeuge im Mittelpunkt. Gemäß der Leitidee „Zuerst der Anwendungsfall, dann die Technologie“ geht der Quick Guide von realen Herausforderungen der Industrie aus. Er zeigt detailliert auf, welche spezifischen Stärken die AAS bietet und wie sie – oft im perfekten Zusammenspiel mit OPC UA auf der Kommunikationsebene – eine durchgängige Vernetzung ermöglicht.
Die AAS bildet dabei das Fundament für zukunftsweisende Anwendungen:

  • Digitale Zwillinge: Konsistente digitale Repräsentation industrieller Assets über den gesamten Lebenszyklus.
  • Digitale Produktpässe: Standardisierte Bereitstellung von Produkt- und Nachhaltigkeitsdaten.
  • KI-Anwendungen: Lieferung strukturierter, maschinenlesbarer Datenökosysteme.
  • Interoperabilität: Reibungsloser Datenaustausch über Unternehmensgrenzen hinweg.

Orientierung für den Mittelstand

Besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU) profitieren von der praxisnahen Ausrichtung des Dokuments. Andreas Faath, Abteilungsleiter Machine Information Interoperability im VDMA, betont: „Unternehmen müssen heute nicht mehr entscheiden, ob sie Interoperabilität umsetzen, sondern wie. Mit der Asset Administration Shell und OPC UA stehen leistungsfähige Standards zur Verfügung. Unser Ziel war es, einen Leitfaden zu entwickeln, der den konkreten Nutzen für den Anwender in den Mittelpunkt stellt.“
Unternehmen erhalten mit dem Guide eine fundierte Grundlage, um ihre Digitalisierungsstrategien weiterzuentwickeln und die passenden Interoperabilitätslösungen für ihre individuellen Use Cases auszuwählen.

Exklusiver Vorab-Zugang: Der gemeinsam mit dem Fraunhofer IOSB-INA entwickelte „Quick Guide Interoperabilität“ steht VDMA-Mitgliedern ab sofort exklusiv vorab zur Verfügung.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung