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Leichtbau für die Landwirtschaft: Stahl-Innovationspreis für Mähbalken aus Hochleistungsstahl

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Landmaschinenhersteller Claas hat den Mähbalken Max Cut entwickelt. Thyssenkrupp lieferte den passenden Stahl und wurde für diese Entwicklung mit dem Stahl-Innovationspreis ausgezeichnet.

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Der Max Cut Mähbalken, eine Entwicklung von Claas, erreichte beim Stahl-Innovationspreis 2018 den 2. Platz in der Kategorie Produkte aus Stahl.
Der Max Cut Mähbalken, eine Entwicklung von Claas, erreichte beim Stahl-Innovationspreis 2018 den 2. Platz in der Kategorie Produkte aus Stahl.
( Bild: Claas )

Grasmähen- ein zentrales Thema für die landwirtschaftliche Futterernte. Das Mähwerk legt dabei den Grundstein für qualitativ hochwertiges Tierfutter. Wichtigstes Bauteil ist dabei der Mähbalken. Dieser ist aus Stahl und beinhaltet innenliegend den Antriebsstrang, darauf aufgesetzt die Mähscheiben, die mit ihren Klingen das Erntegut abschneiden. Durch den Gutfluss, Verschmutzungsanteile und hohe Drehzahlen ist der Mähbalken einer starken Beanspruchung ausgesetzt.

Mähbalken aus einem Stück prägen

Die Idee, den Mähbalken weiter zu verbessern und in idealer Form aus einem Stück zu prägen, hatte Martin Ober, Mähwerkskonstrukteur beim Landmaschinenhersteller Claas, schon länger. Im Zuge eines Neuprojektes konnte er diese Vision in die Realität umsetzen. Dafür benötigte er aber noch das passende Material. „Der Stahl sollte sehr fest und dennoch gut formbar sein“, sagt Ober. Über eine Anzeige wurde er auf die Stahlsorte HSM 700 HD von Thyssenkrupp Hohenlimburg aufmerksam. „Ich dachte mir sofort, dass das passen könnte“, sagt Ober – und schritt zur Tat. Nun wurde der mit dem innovativen Werkstoff des Hohenlimburger Unternehmens entwickelte Mähbalken namens Max Cut mit dem Stahl-Innovationspreis ausgezeichnet.

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Die besondere Stahlgüte HSM 700 HD weist aufgrund des genau definierten, geringen Kohlenstoffanteils ein quasi einphasiges, ferritisches Gefüge auf. Dadurch sind auch komplexere Umformungen des innovativen Werkstoffs problemlos darstellbar. „Die Anforderungen an das Material im späteren Einsatz in der Landwirtschaft sind extrem hoch“, sagt Udo Houben, technischer Kundenberater bei Thyssenkrupp Hohenlimburg, dem Mittelband-Spezialisten des Stahlherstellers. „Der Stahl wird über einen langen Zeitraum stark beansprucht.“

3000-Tonnen-Hydraulikpresse presst Stahl aus einem Stück

Die Balkenwanne des Max Cut gibt es je nach Arbeitsbreite der Maschine in verschiedenen Längenvarianten in vier und fünf Millimeter Dicke. Der Stahl wird dafür mit einer 3000-Tonnen-Hydraulikpresse aus einem Stück gepresst und somit in die Form des Mähbalkens gebracht. „Der HSM 700 HD hat sich für diese Anwendung sehr bewährt“, sagt Houben. Aufgrund der hohen Festigkeit des Stahls kann das Material dünner eingesetzt werden als dies sonst bei landwirtschaftlichen Maschinen üblich ist. „In der Automobilbranche wird Leichtbau mit Stahl bereits sehr geschätzt, durch die steigenden Arbeitsbreiten in der Landwirtschaft wird der Leichtbau auch in dieser Branche immer wichtiger. So kann ökologisch sinnvoll Treibstoff eingespart werden.“

Der Max Cut wurde beim Innovationspreis mit dem 2. Platz in der Kategorie „Produkte aus Stahl“ ausgezeichnet. In der Begründung der Jury zur Preisverleihung hieß es, dass es sich bei diesem neuen Mähbalken um eine „einzigartige Innovation“ handele. Das Gesamtkonzept habe überzeugt. „Wir bemühen uns immer, unsere Produkte eng mit den Kunden abgestimmt zu entwickeln“, sagt Houben. „Ich freue mich sehr mit über diese Auszeichnung.“ (jup)

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