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Gerillte Blindniete RILLI eignet sich für weiche Materialien
Hundertprozentige Dichtigkeit (Luft, Staub und Wasser) bei entsprechender Lochung gewährleistet die CUP bzw. Dicht-Becherblindniete. Im Gegensatz zum Multiniet ist der Hülsenkörper der Dicht-Becherblindniete geschlossen. Für Applikationen in Holz und in weichen Materialien, eignet sich die gerillte Blindniete RILLI. Der gerillte Nietkörper ist ähnlich eines Schraubengewindes. Zur Verbindung von weichen und porösen Bauteilen (Holz, Hartfaser, Fieberglas, Gipsplatten) mit hoher Klemmkraft kommt die STAR Spreizblindniete zum Einsatz. Während der Verformung des Nietkörpers bildet sich ein großer Schließkopf mit vier Armen, die sich ins Material krallen. Für die Anwendung in weichem und brüchigem Material ist der Preßlaschenblindniete TRI-GO geeignet. Die Hülse wirft beim Verarbeiten auf der Schließkopfseite drei Laschen. Dadurch ist die Niete für große Lochtoleranzen ausgelegt. Darüber hinaus verfügt diese Preßlaschenblindniete über ein großes Klemmlängenspektrum.
Spritzwasserdichte Nietverbindung
Die TRE-GO, ebenfalls eine Preßlaschenblindniete, kommt im Konstruktionsbau zum Einsatz. Hier wird der Restnietdorn mechanisch verriegelt und bei entsprechender Lochung ist die Nietverbindung spritzwasserdicht. Vorwiegend findet diese Niete ihre Anwendung im Bausektor. Ein weiterer Niet - HAMMER, ein Hammerschlagniet wird durch Eintreiben des Nietdorns mit einem Hammer gesetzt. Hier spreizt sich das Schaftende der Niethülse in drei Teile.
Niete können auch zum Masse holen (z.B. in der Automobilindustrie oder Elektroindustrie) eingesetzt werden. Hier spricht man von der Masseblindniete MASS, die sich mit ihren Krallen auch durch lackierte und eloxierte Oberflächen beißt. Eine elektrische Leitfähigkeit wird somit sichergestellt. In der Elektroindustrie wird auch mit sogenannten Speedniete oder auch Magazinniete gearbeitet. Die Speedniete werden auf einen Dorn (Nietdorn) aufgefädelt. Damit stehen dem Anwender mit einer Magazinladung, je nach Qualität und Durchmesser, 20 bis 70 Stück zur Verarbeitung zur Verfügung. Durch dieses System lässt sich die Zeit der Verarbeitung um ein vielfaches reduzieren. Nach dem Setzen befindet sich kein Restnietdorn in der Hülse.
Blindniete nach ISO 14589 im hauseigenem Labor getestet
Goebel liefert zudem hochfeste Blindniete in großen Stückzahlen an den Fahrzeugbau. Alle hochfesten Blindniete unterliegen strengsten Qualitätsstandards und werden in den hauseigenen Laboren nach ISO 14589 getestet. Die hochfesten Blindniete werden neben dem Setzverhalten, sowie Schichtdickenmessungen oder Werkstoffanalysen im Scherversuch, Zugversuch, nach der Nietdornausdrückkraft, der Nietdornburchkraft und nach der Restnietdornverriegelung getestet. Salzsprüh- und Kesternichtest (SO2) gehören ebenso zu den Prüfdurchläufen. Goebel ist nach ISO 9001:2008 zertifiziert. Im Fahrzeugbau finden die hochfesten Blindniete besonders Anwendung, weil sie hohe Scher- und Zugfestigkeit haben. Durch ihre Mehrbereichseigenschaften bei guter Bohrlochfüllung, sowie guter Vibrationsfestigkeit mit hohen Restnietdornverriegelungswerten ist eine gleichmäßig hohe Festigkeit gewährleistet. In Anwendungen im Fahrzeugbau (Nutzfahrzeuge) beispielsweise bei den Scharnieren im Türbereich wo täglich durch Ein- und Ausladen die Türen geöffnet werden entstehen Fliehkräfte die direkt auf die Nieteverbindung übertragen werden. Die hochfesten Blindniete M-LOCK oder GO-LOCK haben bei einem Durchmesser von 6,4 mm eine hohe Zug- (8,2KN) und Scherfestigkeit (10,5 KN). Die Restnietdornverriegelung muss mindestens 1,112 KN betragen und das im unteren sowie oberen Klemmbereich, im kleinem sowie großem Bohrloch. Diese Eigenschaften stellen sicher, dass höchste Qualität mit der richtigen Wahl des Verbindungsteils hergestellt wird. Goebel liefert das geforderte PPAP mit Ausführung Level3, incl. Produktions Kontroll Plan, FMEA (Process und Design), Angabe des CPK Wertes, Materialzusammensetzung und der dazugehörigen Zeichnung. (jup)
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