Handhabung Intelligentes Equipment für die smarte Fertigung

Redakteur: Jan Vollmuth

Zur EMO wird der Greiferspezialist Schunk sein Industrie-4.0-Portfolio systematisch weiter ausbauen. Highlight der Präsentation wird eine funktionsfähige Fertigungszelle sein, in der ein intelligenter, auf Kraft und Position regelbarer Schunk EGL-Profinet-Greifer autonome Handhabungsszenarien demonstriert.

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Flexible Fertigung: Mit der Schunk Vero-S-NSR-Roboterkupplung sollen sich Spannpaletten prozesssicher handhaben lassen. Auf dem Maschinentisch verspricht das Nullpunktspannsystem einen sicheren Halt bei maximaler Wiederholgenauigkeit.
Flexible Fertigung: Mit der Schunk Vero-S-NSR-Roboterkupplung sollen sich Spannpaletten prozesssicher handhaben lassen. Auf dem Maschinentisch verspricht das Nullpunktspannsystem einen sicheren Halt bei maximaler Wiederholgenauigkeit.
(Bild: Schunk)

„Die industrielle Fertigung steht vor einem grundlegenden Wandel“, sagt Dr. Markus Klaiber, Technischer Geschäftsführer/CTO bei der Schunk GmbH & Co. KG in Lauffen am Neckar, mit Blick auf die EMO 2017. „In den kommenden Jahren werden die Digitalisierung, Mechatronisierung und Automatisierung der Produktionsprozesse, die Kollaboration von Mensch und Roboter sowie die intelligente Vernetzung aller prozessrelevanten Komponenten ein neues Prozessdenken in der industriellen Fertigung zutage fördern.“

Spannmittel und Greifsysteme haben wesentliche Bedeutung

Drei Aspekte stünden dabei im Fokus: die Kommunikation aller beteiligten Komponenten, eine maximale Transparenz auf Anlagen-,Komponenten-, Leittechnik- und Unternehmensebene und schließlich eine flexible Reaktion auf externe und interne Ereignisse. „Auf allen drei Feldern kommt den eingesetzten Spannmitteln und Greifsystemen eine wesentliche Bedeutung zu“, betont der Fertigungsspezialist und sieht Schunk in beiden Segmenten in der Pflicht: „Unser Ziel ist es, die exponierte Position unserer Module ‚closest-to-the-part‘ zu nutzen, um künftig jeden einzelnen Prozessschritt detailliert zu überwachen und die Anlagensteuerung, das übergeordnete ERP-System, aber auch Cloud-Lösungen permanent mit Prozessdaten zu versorgen und flexibel auf die jeweiligen Ereignisse zu reagieren.“

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Schunk bietet eine Vielzahl kommunikationsfähiger Kraftspannblöcke, voll automatisierbarer Palettiersysteme und Schnellwechsellösungen für die flexible Fertigung. Zur EMO wird das Familienunternehmen sein Industrie-4.0-Portfolio systematisch weiter ausbauen. Highlight ist eine funktionsfähige Fertigungszelle, in der ein intelligenter, auf Kraft und Position regelbarer Schunk EGL-Profinet-Greifer autonome Handhabungsszenarien ermöglichen und eine vollautomatische Qualitätssicherung gewährleisten soll.

Anbindung an die Cloud

Ohne Einsatz externer Sensoren erkennt der Greifer laut Schunk ein fehlerhaftes Bauteil und entscheidet autonom, ob das Teil aus dem Prozess auszuschleusen ist. Die ermittelten Informationen können kontinuierlich an die Anlagensteuerung, an übergeordnete interne und externe Systeme sowie an Cloudlösungen für statistische Prozessanalysen übertragen werden. Sämtliche Prozessschritte werden in Echtzeit überwacht und übergeordneten Ebenen, wie etwa einem ERP-System oder einer cloudbasierten Monitoring-Plattform zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus forciert Schunk mit dem nach eigenen Angaben weltweit ersten elektrisch gesteuerten 24V-Nullpunktspannmodul Vero-S NSE-E Mini den Trend zur fluidfreien, hochvernetzten Werkzeugmaschine.

Auch bei mechanischen Spannsystemen verspricht Schunk spannende Neuheiten, die Nebenzeiten reduzieren, die Produktivität von Werkzeugmaschinen erhöhen und flexible Prozesse ermöglichen sollen. So wird Schunk unter anderem den Systembaukasten für die Werkstückdirektspannung weiter ausbauen, sein Portfolio an Leichtbaufuttern erweitern und das schlanke, schwingungsdämpfende Tendo-Slim-4ax-Hydro-Dehnspannfutter präsentieren. Die Botschaft dahinter: „Easy to use, easy to integrate, easy to maintain“, so Dr. Markus Klaiber. „Denn moderne Greifsysteme und Spannmittel sind der Schlüssel zu effizienten und flexiblen Fertigungsprozessen.“ (jv)

EMO 2017: Halle 3, Stand E55

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