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So kompensiert das erhöhte Druckniveau die geringere Antriebsleistung nicht nur im Anfahrpunkt, sondern über den gesamten Regelbereich des Fahrantriebes. Auf diese Weise haben Rexroth-Ingenieure mit ihrem Applikations-Know-how in verschiedenen Anwendungen den Gesamtwirkungsgrad im System bis zu 15 Prozent steigern können.
Damit ist es möglich, die Maschinenperformance auch bei Reduzierung der installierten Antriebsleistung beizubehalten, dank der höheren Leistungsdaten der neuen A4VG-Pumpe und des A6VM-Motors. Im optimalen Fall führt ein solches Downsizing dazu, unter die „magische“ 56-kW-Grenze für den Dieselmotor zu gelangen.
Energierekuperation zur Leistungsglättung
Downsizing ist aber nur ein Ansatzpunkt, denn intelligente Hydraulik kann in vielen Bereichen dazu beitragen, die Tier-4-final-Thematik zu entschärfen.
Beispielsweise bevorzugen Dieselmotor und das Abgasnachbehandlungssystem eine möglichst konstante Dieseldrehzahl. Eine geringe Schwankungsbreite – also ein für den Diesel wenig spürbarer Lastwechsel – senkt den Verbrauch und somit die Emissionen.
Typischerweise haben aber gerade mobile Arbeitsmaschinen sehr hohe Schwankungen im Leistungsbedarf. Um diese gegensätzlichen Anforderungen zu vereinen, bietet sich die Energierekuperation an. Es gilt also, überschüssige Energie zu speichern und bei Leistungsspitzen gezielt wieder abzugeben.
Die Mooring-Steuerung für Pumpen im offenen Kreislauf
Um dies zu ermöglichen, setzt Rexroth für seine Pumpen im offenen Kreislauf auf eine bekannte Technik: die Mooring-Steuerung. Eine verstellbare Arbeitshydraulikpumpe kann durch den Nullpunkt negativ schwenken, so dass eine Rekuperation von überschüssiger Energie durchgeführt werden kann. Eigens dafür entwickelte Softwaremodule erlauben eine exakte Steuerung der Leistungsaufnahme und -abgabe an das System.
Für die bewährte A10VO-Pumpe wurde eigens ein optimiertes Reglerprogramm konzipiert. Zudem hat Rexroth die neu entwickelte Baureihe 40 der A11VO-Pumpe ebenfalls mooring-fähig gemacht. Diese neue Generation der A11VO-Pumpen wartet neben einer Druckerhöhung von zehn Prozent mit einer deutlichen Wirkungsgradverbesserung auf.
Vernetzung von Dieselmotor- und Hydrauliksteuerung
Ein weiterer Ansatzpunkt, um die gewohnt hohe Dynamik der Fahr- und Arbeitshydraulik mobiler Arbeitsmaschinen auch bei abgesenkten Dieselmotordrehzahlen zu erhalten, ist die intelligente Vernetzung von Hydraulik- und Dieselmotorsteuerung.
Mit Diesel Hydraulic Control DHC hat Rexroth gemeinsam mit Bosch ein Verfahren entwickelt, das die herkömmliche Wirkungskette ändert. Fahr- und Arbeitshydraulik melden vorab die erwartete Lastanforderungen an den Dieselmotor, der vorausschauend arbeitet und so starke Schwankungen vermeiden kann.
Hydraulik und Diesel kommunizieren miteinander und arbeiten gemeinsam daran, Verbrauch und Emissionen niedrig zu halten, ohne dass die Spritzigkeit der Fahr- und Arbeitshydraulik darunter leidet.
Nur mit einer Komponenten-Basis, auf deren Qualität sich ein Hersteller verlassen kann, lassen sich nachhaltige Energieeffizienz- und Wirkungsgradverbesserungen auf der Systemebene erzielen wie zum Beispiel mit Diesel Hydraulic Control, Energierekuperation oder dem Rexroth-Hochleistungsfahrantrieb.
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