Wälzlager-Entwicklung SKF bündelt Keramik-Forschung für bessere Hybridlager

Von SKF 2 min Lesedauer

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Keramik-Hybridlager verhindern Stromdurchgang und halbieren die Reibung, zum Beispiel in schnell laufenden E-Motoren. Die Nachfrage wächst. Im neuen Prozesslabor in Houten erforscht SKF nun die gesamte Fertigungskette vom Pulver bis zum Sinterbauteil – für kürzere Entwicklungszeiten.

Annika Ölme (CTO  und Senior Vice President im Technology Development) und der schwedische Botschafter in den Niederlanden Julius Liljeström im Keramik-Prozesslabor.(Bild:  SKF)
Annika Ölme (CTO und Senior Vice President im Technology Development) und der schwedische Botschafter in den Niederlanden Julius Liljeström im Keramik-Prozesslabor.
(Bild: SKF)

Der Wälzlagerhersteller SKF hat in seinem Forschungs- und Entwicklungszentrum im niederländischen Houten ein Keramik-Prozesslabor eröffnet, das C-Pro Lab. Damit stärkt SKF seine Technologiekompetenz entlang der Wertschöpfungskette der Keramikfertigung – von der Rohpulververarbeitung bis hin zur Entwicklung von Hochleistungskomponenten. Hintergrund ist das wachsende Interesse an Hybridlagern, die zum Teil aus Keramik gefertigt werden.

Da die Industrie zunehmend auf Elektrifizierung und höhere Energieeffizienz setzt, steigt die Nachfrage nach Keramik-Hybridlagern rasant an. Hybridlager kombinieren Ringe aus Wälzlagerstahl mit Wälzkörpern aus keramischen Werkstoff, meist Siliziumnitrid. Im Vergleich zu Ganzstahllagern bieten sie eine elektrische Isolierung, ein geringeres Gewicht und weniger Reibung.

Neues Labor beschleunigt Entwicklungsarbeit an Hybridlagern

Das Interesse an Wälzlagern mit Keramik-Kugeln wächst. (Bild:  SKF)
Das Interesse an Wälzlagern mit Keramik-Kugeln wächst.
(Bild: SKF)

„Keramik- und Hybridlager-Technologien sind entscheidende Wegbereiter für eine saubere und zuverlässige Rotation in industriellen Elektroanwendungen der nächsten Generation“, sagt Annika Ölme, CTO und Senior Vice President, Technology Development. „Mit dem C-Pro Lab beherrschen wir den gesamten Keramikprozess von Anfang bis Ende. So können wir Innovationen schneller vorantreiben, die Werkstoffleistung optimieren und die Markteinführung leistungsstarker Hybridlösungen für unsere Kunden weltweit beschleunigen“, führt Ölme aus.

Das C-Pro Lab dient als globales Kompetenzzentrum innerhalb des Unternehmens. Durch die Bündelung von Pulverformulierung, Verdichtung (Pressen), Sintern und Oberflächenbearbeitung unter einem Dach können die Forschungsteams schnell Prototypen neuer Werkstoffzusammensetzungen herstellen, Mikrostrukturen optimieren und die Prozesseffizienz für die Großserienfertigung steigern.

Keramik stoppt Stromdurchgang und halbiert die Reibung

Keramik-Hybridlager spielen eine Rolle bei der Lösung betrieblicher Herausforderungen in wachsenden Branchen wie der Industrieautomation, der Luft- und Raumfahrt sowie bei Hochgeschwindigkeitsmaschinen. Getrieben durch den weltweiten Bedarf an Elektrifizierung, höherer Energieeffizienz und Betriebssicherheit setzen diese Sektoren verstärkt auf Keramiktechnologie. Sie verhindert Elektroerosion (Stromdurchgangsschäden) in schnelllaufenden Elektromotoren, reduziert die Reibung um bis zu 50 Prozent und arbeitet auch bei extremen Temperaturen zuverlässig.

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Zur offiziellen Eröffnung kamen Anwender aus Schlüsselbranchen wie der Bahnindustrie, der Luft- und Raumfahrt und der Antriebstechnik. Außerdem waren Partner und Entscheidungsträger sowie S.E. Julius Liljeström, der schwedische Botschafter in den Niederlanden, anwesend. 

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