Hannover Messe 2026 Humanoider Roboter bewährt sich in Siemens-Werk

Quelle: Siemens 2 min Lesedauer

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Siemens und Nvidia arbeiten gemeinsam an der vollständig KI-gesteuerten Produktion und haben jetzt einen Meilenstein erreicht: Im Siemens-Werk in Erlangen führte der HMND 01 Alpha von Humanoid autonome Logistikaufgaben aus und erreichte alle angestrebten Leistungskennzahlen.

Siemens und Humanoid bringen humanoide Roboter in die Fertigung. (Bild:  Siemens)
Siemens und Humanoid bringen humanoide Roboter in die Fertigung.
(Bild: Siemens)

Siemens und Humanoid arbeiten gemeinsam daran, physische KI in die industrielle Realität zu bringen. Der radgetriebene humanoide Roboter HMND 01 Alpha von Humanoid, der mit dem Nvidia-Physical-AI-Stack entwickelt wurde, wurde erfolgreich im Siemens-Elektronikwerk in Erlangen getestet und führte autonome Logistikaufgaben aus: das Greifen, Transportieren und Platzieren von Behältern für menschliche Bediener. Alle angestrebten Leistungskennzahlen wurden erreicht, darunter ein Durchsatz von 60 Behälterbewegungen pro Stunde, eine Betriebszeit von über 8 Stunden und autonome Pick-and-Place-Erfolgsraten von über 90 Prozent.
 

Physische KI in die industrielle Fertigung bringen
 

Physische KI – die Technologie, intelligente Maschinen zu trainieren, die physische Welt wahrzunehmen, zu verstehen und in ihr zu handeln – wird die industrielle Produktion grundlegend verändern. Um die Lücke zwischen KI-Forschung und den Anforderungen einer realen Fabrik zu schließen, bedarf es eines leistungsstarken Ökosystems: erstklassige KI-Rechenleistung und Simulation, eine bewährte Robotikplattform und die tiefgreifende industrielle Automatisierungsinfrastruktur, um alle Komponenten miteinander zu verbinden.
 

Roboter zielführend integrieren

Der Wert eines humanoiden Roboters liegt laut Siemens darin, eine vollständig integrierte Komponente in der Fertigung zu werden. Das erfordert einen Datenaustausch mit Produktionssystemen und anderen fahrerlosen Transportsystemen, synchronisierte Arbeitsabläufe mit anderen Maschinen und menschlichen Bedienern sowie adaptives Verhalten, das dynamisch auf veränderte Bedingungen reagiert. Ohne diese tiefe Integration bleibt selbst der ausgefeilteste Roboter ein isolierter Baustein.
 
Siemens stellt diese Integration durch sein Xcelerator-Portfolio sicher, von einem digitalen Zwilling über KI-gestützte Wahrnehmung bis hin zu integrierter Steuerung und Steuerung-Roboter-Schnittstellen, weiterhin Flottenmanagement, industrielle Kommunikationsnetzwerke und leistungsfähige Antriebe. Zusammen bilden diese Technologien das digitale Rückgrat und die Automatisierungsinfrastruktur, die dazu beitragen, dass humanoide Roboter effizient in der gesamten Fabrikumgebung arbeiten. Das Ergebnis ist ein fabriktaugliches Modell für den Einsatz von Humanoiden in jeder industriellen Umgebung.

Virtuelle Optimierung reduziert Entwicklungszeit

Humanoid hat den Physical-AI-Stack von Nvidia in die HMND-01- Plattform integriert, einschließlich Jetson Thor für Edge Computing, Isaac Sim für Simulation und Isaac Lab für Reinforcement Learning und Policy Training. Das Ergebnis sei eine Verkürzung der Entwicklungszeiten. Der simulationsbasierte Hardware-Design-Ansatz hat es dem Team auch ermöglicht, Aktuatorauswahl, Gelenkkraft und Massenverteilung virtuell zu optimieren, wodurch die Prototypenentwicklung von typischerweise 18–24 Monaten auf nur 7 Monate verkürzt wurde.
 

Hannover Messe 2026:  Halle 27, Stand A48

Über Humanoid

Humanoid, ein in Großbritannien ansässiges KI- und Robotik-Unternehmen, entwickelte den HMND 01 Alpha, einen humanoiden Roboter, der speziell für industrielle Umgebungen konzipiert wurde. Der HMND 01 kombiniert eine omnidirektionale radgetriebene Mobilitätsplattform mit fortschrittlichen Manipulationsfähigkeiten und wird von KinetIQ, einem proprietären KI-Framework, angetrieben. Er ist so konstruiert, dass er in Umgebungen Seite an Seite mit Menschen arbeitet, sich an unterschiedliche Aufgaben anpasst und komplexe Aktionen bewältigt. 

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