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Greifsysteme Henrik A. Schunk zum Unternehmer mit Herz gekürt

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Die WirtschaftWoche und die Adolf Würth GmbH & Co. KG haben Henrik A. Schunk, geschäftsführender Gesellschafter der Schunk GmbH & Co. KG aus Lauffen am Neckar, im Rahmen des Gipfeltreffens der Weltmarktführer in Schwäbisch Hall für sein vorbildhaftes unternehmerisches Engagement mit dem Preis „Unternehmerisches Herz“ ausgezeichnet. Im Fokus des Awards stehen Unternehmer, die mutige Entscheidungen mit Vorbildfunktion getroffen haben. Der Preis wurde in diesem Jahr erstmalig verliehen.

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Henrik A. Schunk, Geschäftsführender Gesellschafter Schunk GmbH & Co. KG, Lauffen/Neckar
Henrik A. Schunk, Geschäftsführender Gesellschafter Schunk GmbH & Co. KG, Lauffen/Neckar
(Bild: Schunk)

Seit über zehn Jahren kooperiert Schunk bereits mit der Kaywaldschule, einer Schule für geistig- und körperbehinderte Kinder und Jugendliche in Lauffen am Neckar . Ausgangspunkt war eine Initiative für soziale Kompetenz, die Henrik A. Schunk gemeinsam mit seinem Vater Heinz-Dieter Schunk und der Schunk-Personalabteilung ins Leben gerufen hatte. Seither absolvieren die Auszubildende im Laufe ihrer Ausbildung ein zweiwöchiges Sozialpraktikum, unter anderem bei der Kaywaldschule in Lauffen. Jahr für Jahr kamen weitere Projekte mit der Einrichtung hinzu. Heute gehören die Schüler der Kaywaldschule fest zum betrieblichen Alltag bei Schunk. Die Jugendlichen entsorgen Papier, sammeln Wertstoffe oder übernehmen gemeinsam mit Auszubildenden unterschiedlichste technische Projekte. Eines der Highlights ist die ständige Außenklasse, die direkt im Schunk-Ausbildungszentrum untergebracht ist. Dort absolvieren die Schülerinnen und Schüler einen Teil ihres Unterrichts. Jeden Mittwoch übernehmen Kaywaldschüler an einer eigens angeschafften CNC-Bearbeitungsmaschine Aufträge aus der regulären Fertigung. Aus den Einkünften der einzelnen Projekte finanzieren die Jugendlichen eine Trainingswohnung, in der sie fit gemacht werden für den Alltag. So mancher ehemalige Kaywaldschüler hat mittlerweile den Sprung in eine feste Anstellung bei dem innovativen Familienunternehmen geschafft.

Förderung von Leistungswillen und sozialem Miteinander

„Im Mittelpunkt unserer Kooperation mit der Kaywaldschule steht nicht Mildtätigkeit, sondern der Wunsch, behinderten Menschen eine echte Teilhabe zu ermöglichen und in-nerhalb der Belegschaft eine besondere Art des Teamgeistes zu entwickeln“, unterstrich Henrik A. Schunk anlässlich der Preisverleihung in Schwäbisch Hall. „Das Miteinander von Behinderten und Nicht-Behinderten schult in höchstem Maße die soziale Kompetenz. Jeder kann erleben, dass es trotz oder vielleicht sogar gerade wegen so mancher Hürde möglich ist, Teams zu Spitzenleistungen zu bringen.“ Insbesondere die Vorgesetzten seien immer wieder gefordert, sich neu auf die besonderen Belange der Jugendlichen mit Behinderung einzustellen, erläuterte Schunk. Sie seien wie Trainer, deren Aufgabe es ist, vorhandene Stärken zu erkennen und konsequent auszubauen. „Die Projekte fördern einen wertschätzenden und rücksichtsvollen Umgang, ohne zu unterfordern. Sie verdeutlichen, dass sich Leistungswille und soziales Miteinander nicht gegenseitig ausschließen, sondern ergänzen und fördern können“, so der Unternehmer. (jup)

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