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3D-CAD-Modelle direkt in Iso-Draw laden
„Das Problem war, dass Adobe Illustrator nicht im erforderlichen Maß zu automatisieren ist“, erläutert Trefzer das Dilemma, „und sich die Produktivität so nicht steigern ließ. Auf der anderen Seite ist es sehr schwer, technische Illustratoren zu finden, eine einfache Aufstockung der Abteilung war also auch nicht möglich. Ich hatte jedoch bei einem früheren Arbeitgeber PTC Iso-Draw kennengelernt und lud deshalb Inneo ein, diese Software zu demonstrieren.“
Iso-Draw hat den großen Vorteil, dass es 3D-CAD-Modelle direkt laden kann. Der Illustrator kann also das Modell in Iso-Draw so drehen, wie er es zur Visualisierung benötigt, und dann per Knopfdruck die gewünschte 2D-Ansicht erzeugen. Explosionsdarstellungen und Detailvergrösserungen lassen sich mit wenigen Mausklicks automatisch erstellen. Schläuche und andere Bauelemente wurden in einer Iso-Draw-Bibliothek gespeichert und können nun mit wenigen Mausklicks in die Illustration eingefügt werden.
Zudem lässt sich das CAD-Modell, das die Basis der 2D-Ansichten bildet, mit einem Knopfdruck aktualisieren, ohne dass wiederum mehrere Stunden lang überflüssige Linien entfernt werden müssen. Der Dokumentationsprozess kann also viel früher, schon parallel zur Konstruktion, beginnen. Das Austauschen des Zwischenstands gegen den Endstand ist dann sehr schnell erledigt, da alle Bearbeitungsschritte in Iso-Draw erhalten bleiben.
Dank Automatismen schneller zum Ergebnis
„Mit der Einführung von Iso-Draw im Sommer 2016 ging eine grundlegende Veränderung der Abläufe einher“, ergänzt Trefzer. „Die technischen Redakteure erhielten bei Inneo eine Schulung in Iso-Draw und erstellen seither die Illustrationen selbst.“ Anfangs überarbeiteten die Illustratoren diese in Iso-Draw erstellten Darstellungen noch, inzwischen sind die Redakteure so gut in das System eingearbeitet, dass die Illustratoren nur noch kleinere Optimierungen einfügen müssen.
U. a. werden mit Adobe Illustrator Flächen mit Farbe oder Grautönen gefüllt, die in Iso-Draw oft nicht zu füllen sind, weil die Umrandung minimale, mit dem Auge nicht sichtbare Lücken aufweist. „Die Illustratoren haben nach wie vor genug zu tun“, erläutert Trefzer, „die Arbeit ist nur sinnvoller verteilt, doppelte Arbeit wurde eliminiert und wir nutzen die Funktionen und Automatismen von Iso-Draw so, dass wir wesentlich schneller zum gewünschten Ergebnis kommen.“
Und die Einsparungen, die Trefzer nennt, sind wirklich beeindruckend: „Mit der ursprünglichen Lösung konnte ein Illustrator die üblicherweise jeweils fünf Bilder für zwei Produkte am Tag schaffen. Als wir Iso-Draw eingeführt hatten, schaffte eine Person fünf bis sechs Artikel am Tag. Seit wir einige Abläufe in Iso-Draw mit Makros automatisiert haben, sind es bis zu zehn Artikel pro Tag, die komplett – mit jeweils fünf Abbildungen – abgearbeitet werden.“ Alleine die Arbeit, eine in Illustrator importierte CAD-Ansicht von unnötigen Linien zu säubern, dauerte früher acht Stunden – dieser Aufwand ist nun komplett entfallen.
Eine Ersatzteiltafel, also eine Explosionsdarstellung eines Produkts oder einer Baugruppe, entsteht mit Iso-Draw in einer Stunde, mit Adobe Illustrator dauerte dieselbe Arbeit fünf bis sechs Stunden.
Fotorealistische Abbildungen mit Keyshot
Die Illustratoren erzeugen neben den Dokumentationszeichnungen auch fotorealistische Darstellungen, z. B. für Kataloge. Auch in diesem Bereich ist viel zu tun, die Datenbank der Illustratoren enthält etwa 10.000 fotorealistische Bilder, von denen etwa 1000 pro Jahr aktualisiert oder neu erstellt werden müssen.
Dazu nutzen sie seit Kurzem das Rendertool Keyshot, das wie Iso-Draw von Inneo vertrieben wird. Auch hier kommen die Catia-Daten zum Einsatz, Keyshot importiert diese direkt und erzeugt auf deren Basis fotorealistische Ansichten. „Wir fotografieren nichts mehr“, sagt Trefzer. „Es ist nicht nur weniger Aufwand, die Produkte zu rendern statt sie zu fotografieren, die Bilder werden auch schöner, da man jeden Aspekt, z.B. Spiegelungen und Schatten, so definieren kann, wie man es gern hätte.“
Rendering über Nacht
Die Illustratoren definieren die gewünschten Renderings tagsüber in Keyshot, wobei es die hervorragende Vorschaufunktion ermöglicht, sehr genau zu sehen, wie das endgültige Bild aussehen wird. Die hochauflösenden Versionen werden dann über Nacht auf einer Keyshot-Renderfarm berechnet. So kann auch hier sehr effizient gearbeitet werden, Wartezeiten sind in die Nacht verlegt. Die vorher genutzte Renderlösung bot diese Möglichkeiten nicht, weshalb die Illustratoren maximal zwei Bilder pro Tag erstellen konnten – heute bereiten sie bis zu sechs Renderings pro Tag vor, die in der nächsten Nacht gerendert werden.
„Iso-Draw ist ein geniales Werkzeug“, sagt Werner Trefzer zusammenfassend, „es bringt uns extreme Beschleunigung in den Workflows. So können wir mit derselben Mannschaft die gestiegenen Anforderungen abdecken, ohne die Mitarbeiter zu überfordern. Es ist extrem schwierig, die richtigen Mitarbeiter für diesen Job zu finden, und mit Iso-Draw und auch Keyshot sind wir in der Lage, den Mehraufwand mit Hilfe von Technologie und den daraus folgenden Effizienzsteigerungen abzufangen.“
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