Simulation Der WM-Ball Trionda unter der Lupe

Quelle: Comsol 2 min Lesedauer

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Die physikalischen Eigenschaften des diesjährigen WM-Balls Trionda lassen auf noch mehr spektakuläre und präzise Schüsse hoffen: Simulation zeigen beispielsweise, dass der Trionda mit stabilem Flugverhalten und effizienter Energiespeicherung im Ball punktet.

Trionda in seinem natürlichen Habitat. (Bild:  Comsol)
Trionda in seinem natürlichen Habitat.
(Bild: Comsol)

Fußball ist mehr als Emotion – er ist auch Physik und gewinnt dank datenbasierter Auswertung an strategischer Tiefe. Neue Simulationen von Comsol zeigen jetzt, wie aktuelle Modellierungstechnologien das Verhalten des Spielballs und sogar spektakuläre Schusstechniken wie den „Trivela“ wissenschaftlich erklärbar machen.
Im Fokus steht der neue offizielle Spielball zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026, der Adidas Trionda. Mithilfe von Multiphysik-Simulation lassen sich nicht nur seine aerodynamischen Eigenschaften analysieren, sondern auch die komplexen Interaktionen zwischen Spieler, Schuh und Ball entschlüsseln.
 

Stabiler Flug verspricht mehr Spektakel bei hoher Präzision

Schematischer Vergleich des Luftwiderstandskoeffizienten der Bälle der letzten fünf Weltmeisterschaften.(Bild:  Comsol)
Schematischer Vergleich des Luftwiderstandskoeffizienten der Bälle der letzten fünf Weltmeisterschaften.
(Bild: Comsol)

Während frühere Turnierbälle wie der berüchtigte „Jabulani“ von 2010 wegen unberechenbarer Flugbahnen kritisiert wurden, zeigt sich eine klare Entwicklung bei den neuen Bällen. Der Trionda bietet ein deutlich stabileres Flugverhalten als die vorherigen Modelle. Er bleibt auch bei niedrigeren Geschwindigkeiten im stabilen Strömungsregime, das bestätigen die Simulationen. Dadurch entstehen vorhersehbarere, aber dennoch dynamische Flugkurven, und gleichzeitig wird die Wahrscheinlichkeit spektakulärer und dennoch präziser Distanzschüsse aufs Tor erhöht. Ein Effekt, der bereits bei der EM 2024 sichtbar war: Über 16 Prozent aller Tore fielen aus der Distanz, ein Rekordwert. 

Cleveres Design macht hohe Geschwindigkeiten möglich

Der technologische Fortschritt moderner Spielbälle zeigt sich im Adidas Trionda besonders deutlich. Mit nur vier Paneelen, reduzierter Nahtlänge und einer gezielt strukturierten Oberfläche sorgt das Design für eine stabilere Aerodynamik und gleichzeitig hohe Vielseitigkeit im Spiel. Die Simulationen belegen zudem, dass der Ball beim Schuss Energie effizient speichert und wieder abgibt, was hohe Geschwindigkeiten ermöglicht. Entscheidend ist dabei auch die Reibung zwischen Schuh und Ball, die insbesondere bei technisch anspruchsvollen Schüssen wie dem Trivela maßgeblich für Rotation und Präzision ist.

Viele aufsehenerregende Schüsse erwartet

Mit Blick auf die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 deutet alles darauf hin, dass sich der Trend zu mehr aufsehenerregenden Schüssen weiter verstärken wird. Fans dürfen sich auf ein Spiel freuen, in dem physikalische Präzision und individuelle Technik enger denn je zusammenwirken. Treffer aus der Distanz, kraftvolle Außenrist-Schüsse und überraschende Flugkurven könnten häufiger zum Spielgeschehen gehören. 

Simulationen erlauben es uns, die Physik hinter ikonischen Momenten – etwa einem perfekt getroffenen Trivela – präzise zu entschlüsseln. Für die WM 2026 mit dem Adidas Trionda rechnen wir mit noch zahlreicheren spektakulären Fußballmomenten.

Dr. Phillip Oberdorfer, Comsol

Hinweis

Die beschriebenen Simulationen wurden von Comsol unabhängig und ohne Beteiligung von Adidas erstellt. Die Verwendung des Namens Adidas und der Bezeichnung „Trionda“ dient ausschließlich der sachlichen Beschreibung des analysierten WM-Balls. Aus dieser Nennung ergibt sich keine Kooperation, Partnerschaft oder sonstige geschäftliche Verbindung zwischen Comsol und Adidas.

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