Engineering-Plattform CAE-Lösung macht Simulationsdaten jetzt hörbar

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Siemens Digital Industries Software hat die aktuelle Version 2021 der Engineering-Plattform Simcenter 3D vorgestellt und verspricht Verbesserungen, die das Potenzial der Simulation weiter ausschöpfen.

Firmen zum Thema

Verbesserungen beim KI-basierten Nutzer-Erlebnis, neue Simulationsarten und höhere Genauigkeit und Leistungsgeschwindigkeit: Siemens hat Simcenter 3D 2021 vorgestellt.
Verbesserungen beim KI-basierten Nutzer-Erlebnis, neue Simulationsarten und höhere Genauigkeit und Leistungsgeschwindigkeit: Siemens hat Simcenter 3D 2021 vorgestellt.
(Bild: Siemens Digital Industries Software)

Simcenter 3D gehört zum Portfolio Simcenter für Simulations- und Testlösungen gehört und ist Teil der Xcelerator-Produktpalette, dem integrierten Angebot von Siemens aus Software, Services und Anwendungsentwicklungsplattform. In der aktuellen Version 2021 zeigt sich die Engineering-Plattform laut Siemens Digital Industries Software in einer weiter verbesserten Form, mit der Anwender die Vorteile der Simulation in puncto Kosten und Geschwindigkeit voll nutzen können. Mit der Verbesserungen beim KI-basierten Nutzer-Erlebnis, neuer Simulationsarten ebenso wie einer höheren Genauigkeit und Leistungsgeschwindigkeit soll Simcenter 3D 2021 Anwender dabei unterstützen, bereits zu einem frühen Zeitpunkt im Entwicklungsprozess die wahre Leistungsfähigkeit von Entwürfen und Konstruktionen besser zu verstehen.

Nachbearbeitungstool macht Drücke hörbar

Neu in Simcenter 3D ist ein Nachbearbeitungstool für die Auralisation/Hörbarmachung, das dafür sorgt, dass der Anwender die Ergebnisse der unterschiedlichen simulierten Drücke hören und damit die Schallqualität beurteilen kann. Damit können Akustiker den von schwingenden Komponenten oder Produkten abgegebenen Schall hören.

Neu in Simcenter 3D ist ein Nachbearbeitungstool für die Auralisation/Hörbarmachung, das die Ergebnisse von simulierten Drücke hörbar macht.
Neu in Simcenter 3D ist ein Nachbearbeitungstool für die Auralisation/Hörbarmachung, das die Ergebnisse von simulierten Drücke hörbar macht.
(Bild: Siemens Digital Industries Software)

Vertikale Lösung für Werkzeugmacher und Konstrukteure

Über die konstruktive Auslegung auf Basis von Simulationen lässt sich die Markteinführungszeit eines Produkts verkürzen. Deshalb wurden die thermischen Analysefunktionen im Simcenter 3D in eine vertikale Lösung für Werkzeugmacher und Konstrukteure eingepasst. Mit der NX-Formenkühlungslösung können Konstrukteure während des Entwurfs schnell die Wärmeleistung eines Formeneinsatzes in NX untersuchen und simulieren. Damit lassen sich thermische Analysen an Spritzgussformen leicht und schnell durchführen, ohne auf Rückmeldung von Experten warten zu müssen.

Risse im Werkstoff modellieren und simulieren

In vielen Anwendungen gehört zur Produktinnovation auch das Engineering des neuesten eingesetzten Werkstoffs. Bei neuen Werkstoffen ist die Rissbildung ein sehr wichtiger Punkt, der sich im Fall von Mikro- und Mesorissen allerdings mit der Finite-Elemente-Methode nur sehr schwer modellieren lässt. Simcenter 3D beinhaltet nun auch eine vollständige Abtrennung der repräsentativen Volumenelemente (RVE) und die automatische 2D- und 3D-Eingliederung von Rissen oder kohäsiven Bereichen in den Werkstoff. In den Makro- und Mikrostrukturmodellen kann nun das gesamte Netz abgetrennt werden, damit sich ein Riss im gesamten Werkstoff ausbreiten kann.

Mit Multimech können wir Mikrostrukturrisse modellieren und feststellen, wie sie sich auf das Werkstück insgesamt auswirken würden. Mit diesem Tool können wir tatsächlich sehen, wo sich ein Riss ausbildet, wie der Riss unseren Werkstoff verändert, und wie er die endgültige Mikrostruktur des Werkstoffs beeinflusst.

Neraj Jain, Gruppenleiter Simulation und Engineering DLR-Abteilung Keramische Verbundwerkstoffe und -strukturen

Weitere Infos zu Simcenter 3D 2021.

(ID:47121059)