Innovationsstandort Zehn Forderungen für Deutschland

Quelle: Fraunhofer-Gesellschaft 2 min Lesedauer

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Mit einem Positionspapier hat sich ein Bündnis aus führenden Wirtschaftsverbänden und der Fraunhofer-Gesellschaft an die künftige Bundesregierung gerichtet. Die Innovationskraft der Wirtschaft soll gestärkt werden.

Ein Bündnis aus führenden Wirtschaftsverbänden und der Fraunhofer-Gesellschaft hat gemeinsam zehn zentrale Forderungen an die Politik veröffentlicht, welche die drängendsten Herausforderungen des Innovationsstandorts Deutschland adressieren.(Bild:  © Deutscher Bundestag / Achim Melde)
Ein Bündnis aus führenden Wirtschaftsverbänden und der Fraunhofer-Gesellschaft hat gemeinsam zehn zentrale Forderungen an die Politik veröffentlicht, welche die drängendsten Herausforderungen des Innovationsstandorts Deutschland adressieren.
(Bild: © Deutscher Bundestag / Achim Melde)

Der Standort Deutschland ist mit Herausforderungen wie Fachkräfteengpässen, sinkenden Investitionen und bürokratischen Hürden konfrontiert. Um sie zu lösen, zeigen die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK), die Fraunhofer-Gesellschaft, der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und der Verband der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) entsprechende Stellschrauben auf, die der nächsten Bundesregierung als Kompass dienen sollen. „Die strukturelle Schwäche am Standort Deutschland bremst die Innovationsdynamik in den Unternehmen deutlich. Laut aktueller DIHK-Konjunkturumfrage will nur noch knapp jedes dritte Industrieunternehmen in die Entwicklung neuer Produkte investieren“, sagt Volker Treier, DIHK-Außenwirtschaftschef und Chefanalyst.

In dem Papier raten die Partner zu mutigem und entschlossenem Handeln, um langfristig international wettbewerbsfähig zu bleiben. Das Bündnis fordert außerdem, dass die Stärkung der Innovationskraft der deutschen Wirtschaft konsequent und breit Eingang in den politischen Diskurs findet.

Die Forderungen im Überblick:

  • 1. Es werden bessere Bedingungen für den erfolgreichen Transfer von Forschungsergebnissen in die industrielle Anwendung in Deutschland und Europa benötigt, um wettbewerbsfähige Produkte hierzulande zu entwickeln und herzustellen.
  • 2. Um Innovationen zu ermöglichen, bedarf es regulatorischer Entlastungen und einer technologieoffenen, risikobasierten Regulierung.
  • 3. Um die Bedürfnisse des Mittelstandes in den Vordergrund zu rücken und die Bedeutung der anwendungsorientierten Forschung hervorzuheben, ist ein breiter Instrumentenmix zu sichern. Dem Transferpfad der Auftragsforschung sollte zudem mehr Beachtung geschenkt werden.
  • 4. Ausgründungen brauchen mehr Förderung – durch eine gestärkte Gründungskultur und durch verbesserte strukturelle Rahmenbedingungen.
  • 5. Innovative Produktionstechnologien steigern die Wertschöpfung und sichern Arbeitsplätze. Mit gestärkter Produktion haben wir den Schlüssel zur technologischen Souveränität selbst in der Hand.
  • 6. Der Standort Deutschland profitiert von der Vielfalt der Technologien. Wir brauchen einen dynamischen Innovationsraum, der globale Technologietrends fördert und in wettbewerbsfähige Produkte umsetzt.
  • 7. Gemeinsam mit Europa muss Deutschland an die internationalen Innovationsmärkte angeschlossen bleiben, um die eigene Innovationskraft nachhaltig zu stärken. Eine zentrale Voraussetzung dafür ist eine internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Technologieführern.
  • 8. Die einzigartigen Synergien der Wissenschaftslandschaft in Deutschland müssen mit der Konzentration auf die Schwerpunkte und die missionsspezifischen Stärken besser gehoben werden. Die anwendungsorientierte Forschung nimmt dabei insbesondere die Marktbedarfe der Industrie in den Fokus.
  • 9. Die Forschungs- und Innovationsförderung sollte effizienter und unbürokratischer gestaltet werden und mit einer richtig justierten Verbundforschung ausgestattet sein.
  • 10. MINT-Bildung und Technikkompetenz sollten einen höheren Stellenwert erhalten, um die Gesellschaft stärker als bisher für Technik und Innovationen zu sensibilisieren. (kip)

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