Wasserstoff Brennstoffzellen-Bus im Testbetrieb

Von Bosch 2 min Lesedauer

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Der Verkehrsbetrieb Alsa testet ab jetzt mehrere Wochen lang einen Bus mit Brennstoffzellenantrieb in Madrid: Im Nahverkehr der spanischen Hauptstadt ist dazu nun ein Irizar-Testbus mit dem neuen Brennstoffzellensystem von Bosch unterwegs. Das Fahrzeug hat eine Reichweite von mehr als 1000 Kilometer.

In diesem Irizar-Testbus steckt das neue Brennstoffzellensystem von Bosch. Alsa, der Betreiber des Busses, plant einen mehrwöchigen Testbetrieb im städtischen Nahverkehr von Madrid.(Bild:  Bosch)
In diesem Irizar-Testbus steckt das neue Brennstoffzellensystem von Bosch. Alsa, der Betreiber des Busses, plant einen mehrwöchigen Testbetrieb im städtischen Nahverkehr von Madrid.
(Bild: Bosch)

Der Druck auf den städtischen Nahverkehr in Europa wächst: Die EU hat sich verpflichtet, die CO2-Emissionen von Stadtbussen bis 2030 um 90 Prozent zu senken. Daher suchen Verkehrsbetriebe nun nach zuverlässigen, emissionsfreien Lösungen. Dazu startet jetzt ein erster Testbetrieb in Madrid: Ausgerüstet mit einem Brennstoffzellen-Antriebssystem (Fuel Cell Power Module, kurz: FCPM) von Bosch befördert ein Bus des Anbieters Irizar nun mehrere Wochen lang Passagiere durch die spanische Hauptstadt. Das Fahrzeug wird insbesondere auf Strecken fahren, auf denen es die Vorteile seiner hohen Reichweite voll ausspielen kann. Der Betreiber ist die spanische Busgesellschaft Alsa.

Die Brennstoffzelle ist die perfekte Ergänzung zum batterieelektrischen Antrieb – auch im Busbetrieb

Thomas Pauer, Bosch

Der Testbetrieb soll demonstrieren, ob die Brennstoffzellen-Technik für den anspruchsvollen Alltag im Stadtverkehr robust und zuverlässig genug ist. (Bild:  Bosch)
Der Testbetrieb soll demonstrieren, ob die Brennstoffzellen-Technik für den anspruchsvollen Alltag im Stadtverkehr robust und zuverlässig genug ist.
(Bild: Bosch)

Thomas Pauer, Mitglied des Sektorvorstands Bosch-Mobility und Vorsitzender des Bosch-Bereichsvorstands Power-Solutions, argumentiert: „Die Brennstoffzelle bietet sich insbesondere für Busse an, die täglich längere Strecken fahren und unterwegs kaum die Möglichkeit haben, zu laden.“ Mit dem Testbetrieb will das Unternehmen zeigen, dass seine Brennstoffzellentechnik bereit für den Serieneinsatz im Personenverkehr ist.

In den vergangenen Wochen wurde das Testfahrzeug bereits erprobt. Nun soll der tägliche Realbetrieb die Robustheit und die Stärken des Brennstoffzellenantriebs bestätigen. Im Testbus ist das Brennstoffzellensystem FCPM C190 von Bosch verbaut. Das System basiert auf einem horizontalen Doppelstack und bietet eine Dauerleistung von 190 Kilowatt. Der Wasserstofftank reicht für rund 1.000 Kilometer, bei Tankzeiten von zehn bis 15 Minuten. Damit ist der Bus auch für den Überlandverkehr geeignet. 

Der Brennstoffzellenbus soll vor allem auf langen Strecken fahren. (Bild:  Bosch)
Der Brennstoffzellenbus soll vor allem auf langen Strecken fahren.
(Bild: Bosch)

Busbetreiber und städtische Verkehrsbetriebe setzen aufgrund EU-Vorgaben zunehmend auf Alternativen zum Dieselantrieb. Dabei geht es einerseits um die Verbesserung der Luftqualität, andererseits um den Klimaschutz. So müssen die CO2-Emissionen neu zugelassener Stadtbusse bis 2030 um 90 Prozent gegenüber dem Vergleichsjahr 2019 sinken. Für anderen Bustypen gilt dies von 2040 an. Hier können Fahrzeuge mit Brennstoffzellen-Antriebssystem, welche die EU als „Zero-Emission“-Fahrzeuge anerkennt, einen wichtigen Beitrag leisten. 2025 wurden laut dem europäischen Fahrzeugherstellerverband ACEA in der EU gut 38.000 Busse neu zugelassen

Wasserstofftechnik als Chance

Bosch arbeitet beim Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft mit und entwickelt technische Lösungen für die Erzeugung, Infrastruktur und Anwendung von Wasserstoff. So verkündete das Unternehmen 2025 den Markteintritt seines Hybrion-PEM-Elektrolyse-Stacks zur Produktion von Wasserstoff. Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen an der Technik für Wasserstoffmotoren und bietet entsprechende Komponenten für die Saugrohr- und Direkteinblasung an. Für die Entwicklung der mobilen Brennstoffzelle wurde ein Entwicklerteam der Firma Ende 2025 mit dem Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation ausgezeichnet. 

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