Klebstoffe

Bei Strukturklebstoffen ist die Auswahl entscheidend

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Epoxidharzklebstoffe mit geringer Neigung zum Kriechen

Das Material und die Anforderung an die Konstruktion sind entscheidend für die Auswahl des Klebstoffes. Je nach Anwendungsfeld stehen für strukturelle Klebungen verschiedene Klebstofftechnologien mit spezifischen Produkteigenschaften zur Verfügung. So gehören zu den am weitesten verbreiteten Klebstoffen für strukturelle Klebungen die Epoxidharzklebstoffe. Sie werden im Fahrzeug- und Flugzeugbau ebenso wie im Bausektor verwendet. Sie eignen sich für Metall- ebenso wie für Kunststoffklebungen. Sie besitzen eine hohe Langzeitbeständigkeit, haben eine geringe Neigung zum Kriechen sowie einen geringen Härtungsschrumpf. Je nach Typ halten sie einer Temperaturbelastung von 100 bis 200° C auf Dauer stand. Die Topfzeit der Epoxidharzklebstoffe kann zwischen fünf Minuten und zwei Stunden variabel eingestellt werden. Eine lange Topfzeit kann von Vorteil sein, wenn es viel Zeit benötigt, die Bauteile zusammenzuführen oder wenn diese nach dem Fügen neu positioniert werden müssen.

Chemische Aushärtungsreaktion beginnt sofort nach dem Zusammenmischen

Epoxidharzklebstoffe sind als ein- oder zweikomponentige Systeme verfügbar. Bei einkomponentigen Systemen werden die Harz- und Härtekomponente schon bei der Herstellung im korrekten Verhältnis miteinander vermischt und reagieren erst bei Temperaturerhöhung. Die zweikomponentigen Systeme bestehen aus einer Harz- und einer Härter-Komponente, die erst bei der Anwendung gemischt werden. Bei Verwendung der zweikomponentigen Systeme muss beachtet werden, dass die chemische Aushärtungsreaktion sofort nach dem Zusammenmischen beginnt.

Polyurethanklebstoffe passen sich jeder mechanischen Anforderung an

Polyurethanklebstoffe sind sowohl als ein- als auch als zweikomponentige Systeme erhältlich. Sie zeichnen sich durch eine Vielzahl an Flüssigkeitsgraden, Aushärtungszeiten und Beständigkeiten aus. Dabei bestimmen die unterschiedlichen Rohstoffe der Klebstoffsysteme den Grad der Vernetzung und somit die Festigkeit. Damit können sie sich an praktisch jede mechanische Anforderung anpassen, von sehr steifen Verbindungen bis hin zu extrem flexiblen Klebverbindungen. Darüber hinaus sind sie beständig gegen viele Lösungsmittel. Angesichts dieses Leistungsprofils finden Polyurethanklebstoffe eine breite Anwendung bei Klebungen in der Industrie, beispielsweise bei der Klebung von Windschutzscheiben in Autokarosserien oder von Rotorblättern in Windkraftanlagen.

Teil 3: Silikone auch bei tiefen Temperaturen hochelastisch

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