Voxeljet

3D-Drucker schont James-Bond-Auto

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Schichtweise zum realitätsnahen Oldtimer-Double

Nachdem die CAD-Daten für alle Teile vorlagen, machte man sich bei Voxeljet an das Ausdrucken. Die Modelle entstehen durch den schichtweisen Auftrag eines Partikelmaterials, das mit einem Binder selektiv verklebt wird. Als Werkstoff kommt das Kunststoffmaterial PMMA (Acrylglas) zum Einsatz, das sich gerade für diese Aufgabenstellung hervorragend eignet. Die Einzelteile bieten eine brillante Detailgenauigkeit, sind aber gleichzeitig sehr stabil und belastbar, so dass bei Bedarf später auch problemlos die mechanische Nacharbeit durchführbar ist.

Nach dem Entpacken, einem Vorgang bei dem die fertigen Teile von nicht gebundenem Material befreit werden, sah es im Dienstleistungszentrum bei voxeljet sehr nach Karosseriewerkstatt aus, lacht Ederer. Insgesamt 54 Kfz-typische Einzelteile für die drei Fahrzeugmodelle, darunter Kotflügel, Türen, Motorhauben, Dächer und dergleichen mehr, tummelten sich hier und mussten jetzt nur noch sicher verpackt und auf den Weg zu den Pinewood Studios nahe London bugsiert werden.

Modelle so geschätzt wie ein Oberklassefahrzeug

Dort angekommen übernahmen die Modellbauer von Propshop das Zusammensetzen, Nachbearbeiten, Lackieren in Originalfarbe sowie das Anbringen von Chromapplikationen und realistisch aussehender Einschusslöcher in mühevoller Detailarbeit. Wie perfekt diese Arbeiten ausgeführt sind, belegen die spezial Effects in Skyfall. Die Aston Martin Modelle aus dem Voxeljet-Drucker sind nach dem Finishing durch Propshop selbst in Großaufnahme nicht vom Original zu unterscheiden. Und: Der unbezahlbare Aston Martin DB 5, der bereits im ersten James Bond Film vor genau 50 Jahren zum Einsatz kam, bleibt unversehrt, während eines der drei in mühevoller Kleinarbeit komplettierten Modelle im Film in Flammen aufgeht. Ein kostspieliger Filmcrash übrigens, denn immerhin brachte Christie´s eines der drei Modelle bei einer Auktion für knapp 100.000 US-Dollar an den Mann.

Möglicher Impuls für die Filmbranche

Für Voxeljet war das Mitwirken an einer James Bond Produktion natürlich alles andere als ein alltäglicher Auftrag und einmal mehr der Einstieg in eine völlig neue Branche: „Neben der Automobilindustrie, Gießereien, Designer und Künstlern erschließt sich mit der Filmindustrie ein völlig neuer Kundenkreis für voxeljet. Der 3D-Druck steht in der Filmbranche vor einer großen Zukunft. Die Technologie bietet phantastische Möglichkeiten, ist sie doch in den meisten Fällen um ein Vielfaches schneller, präziser und wirtschaftlicher als der klassische Modellbau“, ist Ederer überzeugt.

Voxeljet gilt als ein Pionier auf dem Gebiet des 3D-Drucks. Im europaweit größten Dienstleistungszentrum haben sich die Augsburger auf die on demand-Fertigung von Sandformen für den Metallguss sowie auf Kunststoffformen und 3D-Funktionsmodelle spezialisiert. Hersteller von Kleinserien und Prototypen aus den unterschiedlichsten Industriezweigen Europas schätzen die schnelle und kostengünstige Herstellung ihrer Gussformen und 3D-Modelle auf Basis von CAD-Daten. Gleichzeitig hat sich das international tätige Unternehmen auch einen Namen als Hersteller von hochauflösenden 3D-Drucksystemen gemacht. Die so entstandenen Formen zeichnen sich durch Präzision und Detailreichtum aus – Eigenschaften, die auch die britischen Modellbauer überzeugten.

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