Voxeljet 3D-Drucker schont James-Bond-Auto

Autor / Redakteur: Ralf Högel / Peter Königsreuther

Um keinen sündhaft teuren Edel-Oldtimer in die Luft jagen zu müssen, entstanden drei Modelle des legendären Aston Martin im 3D-Druckverfahren für den neuen Bond-Streifen Skyfall. Erfahren Sie in diesem Geheimbericht, was sich zugetragen hat.

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Bei Propshop Ltd. in England komplettiertes und lackiertes 1:3-Modell des Edelboliden. Vom Original im Film kaum zu untescheiden.
Bei Propshop Ltd. in England komplettiertes und lackiertes 1:3-Modell des Edelboliden. Vom Original im Film kaum zu untescheiden.
(Bild: Voxeljet)

Wenn im neuen Agententhriller Skyfall ein silberfarbener Dienstwagen von James Bond in Flammen aufgeht, steckt dahinter die 3D-Drucktechnologie des Augsburger Unternehmens Voxeljet. Im Dienstleistungszentrum der Schwaben entstanden im 3D-Druckverfahren die drei Aston Martin DB 5 Modelle, die bei harten Action-Szenen das heute unbezahlbare Originalfahrzeug aus den sechziger Jahren doubeln, das schon Sean Connery vor den Schergen Goldfingers bewahrt hat und seit einigen Abenteuern auch Daniel Craig als fahrbarer Untersatz bei der Verbrecherjagd dient. Außerdem darf der Bolide in Skyfall wieder zeigen, was außer Pferdestärken, für Gadgets unter seiner Karosserie schlummern, die den Supergaunern das Leben schwer machen. Der Film Thunderball war der letzte Bond, in dem die schlagkräftigen Argumente aus der Schmiede von Q zu erleben waren.

Gestatten, jet!...Voxeljet

Actionszenen in aufwändigen Filmproduktionen a la James Bond müssen heute realistischer dargestellt werden denn je. Für die Modellbauer hinter den Kulissen bedeuten die hohen Ansprüche der Filmemacher ein Mehr an Aufwand und Detailarbeit. Firmen wie das auf die Herstellung von Filmrequisiten spezialisierte Unternehmen Propshop Modelmakers Ltd. sind daher ständig auf der Suche nach wegweisenden Herstellmethoden.

Weder geschüttelt, noch gerührt sondern gedruckt

Dass sich die Briten dabei gerade für die 3D-Drucktechnologie eines deutschen Anbieters entschieden, ist für das Augsburger Unternehmen eine Auszeichnung der besonderen Art. „Für den neuen James Bond Film Skyfall kommt natürlich nur state-of-the-art-Technologie zum Einsatz,“ so Voxeljet-CEO Dr. Ingo Ederer. Dass die Modellbauer aus den Pinewood Studios Voxeljet als Benchmark sehen, belege die Performance und Stellung der 3D-Drucksysteme im weltweiten Ranking.

Mit dem Drucker des Typs VX4000, der Formen und Modelle bis maximal 8 m³ Größe aufbauen kann, hätten man den legendären Sportwagen im Maßstab 1:3 problemlos auch in einem Stück ausdrucken können, unterstreicht Ederer. Die britischen Modellbauer verfolgten aber einen anderen Ansatz: Um den Aston Martin so detailgetreu wie nur möglich aufzubauen und zahlreiche Funktionen in die Filmmodelle integrieren zu können, entschlossen man sich zur Montage des Fahrzeugs aus insgesamt 18 Einzelteilen. „Die komplette Karosserie baut fast wie im realen Fahrzeugbau in früheren Zeiten auf einem Stahlrahmen auf“, wie Ederer beschreibt.

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