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Achssystem ZF integriert elektrischen Antrieb direkt in Hinterachse

| Redakteur: Lilli Bähr

Das modulare M-Stars-Achssystem von ZF mit integriertem elektrischem Antrieb soll den Weg zu null lokalen Emissionen vereinfachen. Die Pkw-Achse vereint Antriebs- und Fahrwerktechnik in einem System.

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Die ZF-Antriebseinheit integriert eine elektrische Maschine mit Getriebe, Differenzial und Leistungselektronik auf engem Raum.
Die ZF-Antriebseinheit integriert eine elektrische Maschine mit Getriebe, Differenzial und Leistungselektronik auf engem Raum.
(Bild: ZF)

Das „Vision Zero Vehicle“ von ZF soll den Weg zu einer zukünftigen Mobilität ohne Unfälle und ohne lokale Emissionen aufzeigen. Für dynamischen Vortrieb sorgt laut Hersteller ein elektrisches Achsantriebssystem mit 150 kW Leistung. Das komplette Antriebssystem inklusive integrierter Leistungselektronik sitzt in einem ZF-Hinterachs-Baukastensystem namens M-Stars (modular Semi-Trailing Arm Rear Suspension). Dieses modulare Achssystem soll die Elektrifizierung von Serienfahrzeug-Plattformen besonders einfach und flexibel machen – selbst von bestehenden, wie die Umsetzung im „Vision Zero Vehicle“ veranschaulicht.

„Mit M-Stars bieten wir unseren Kunden vielfältige Anwendungsmöglichkeiten in unterschiedlichen Fahrzeugsegmenten. Der Einsatz in Hybrid-, Brennstoffzellen- sowie batteriebetriebenen Fahrzeugen ist ebenso möglich wie die Kombination mit konventionellen Allradmodulen oder unserer aktiven Hinterachslenkung AKC“, sagt Dr. Holger Klein, Leiter der Division Pkw-Fahrwerktechnik. „Die konkrete Anwendung im Vision Zero Vehicle verdeutlicht, wie schnell sich damit der Weg zu performanten Elektro- oder Hybridautos bewältigen lässt.“ Damit könnten Fahrzeughersteller mit nur einer Karosserievariante äußerst variabel auf verschiedene Marktanforderungen reagieren.

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Flexibilität für alle Antriebskonzepte und Anforderungen

Laut ZF sind nur geringe Änderungen an der Karosserie nötig, um das M-Stars-System anstelle konventioneller Achsen in Fahrzeugen zu verbauen. Damit soll sich die Anzahl der Plattformvarianten reduzieren und zugleich deren Möglichkeiten modular erweitern lassen. Das verdeutlicht die aktuelle Anwendung im „Vision Zero Vehicle“, einem Konzeptfahrzeug, für dessen Umsetzung ZF beispielhaft eine Serienplattform für Kompakt- und Mittelklassefahrzeuge als Ausgangsbasis nutzte: So findet das 150 kW starke elektrische ZF-Antriebsmodul mitsamt Stirnradgetriebe, Differenzial sowie Leistungselektronik zentral im M-Stars- Hilfsrahmen Platz – und soll das Fahrzeug damit lokal emissionsfrei bewegen. Alternativ lässt sich die ZF-Achse flexibel und einfach auch als nichtangetriebene Variante oder mit klassischem Achsantrieb für Hecktriebler oder Allradversionen einsetzen. „Mit dem multifunktionalen Achssystem für Pkw von der Kompaktklasse aufwärts haben wir unsere Vorstellung sowohl von intelligenter Mechanik als auch von sauberer Mobilität umgesetzt“, betont Klein.

Fahrdynamik und -sicherheit

Die M-Stars-Achse bietet laut Hersteller eine Fahrdynamik und eine hohe Sicherheit: Beides soll dem Niveau aufwändiger konventioneller Mehrlenkerachsen für kompakte Premium- und Sportfahrzeuge entsprechen. Über die aktive Hinterachslenkung AKC (Active Kinematics Control), die sich mit allen modularen Achskonfigurationen kombinieren lässt, will ZF die Agilität, den Komfort und die Stabilität steigern. Weil die Hinterräder mitlenken, könnten auch fortschrittliche Assistenzsysteme besser und noch sicherer und komfortabler regeln. Das neue Hinterachssystem soll sowohl zum emissionsfreien Fahren als auch zu höherer Sicherheit beitragen – und damit zur Vision Zero von null Unfällen und null lokalen Emissionen. (lb)

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