Generatives Engineering Wie virtuelle Konstruktionen künftig von alleine wachsen

Verschiedene Softwarelösungen und Schritte im Produktentstehungsprozess verlustfrei vernetzen und die Produktentwicklung automatisieren – das ist das Ziel der Software Elise. Wie dies mithilfe der technischen DNA von Bauteilen gelingen kann und wie EDAG dieses Potenzial bereits nutzt.

Heutige Bauteil-Entwicklungsprozesse laufen meist sequenziell in aufeinanderfolgenden Phasen, was zeit- und kostenintensiv ist. Die Generative-Engineering-Software Elise will das ändern: Nach der Definition einer technischen DNA sollen optimierte Bauteile automatisch entstehen.
Heutige Bauteil-Entwicklungsprozesse laufen meist sequenziell in aufeinanderfolgenden Phasen, was zeit- und kostenintensiv ist. Die Generative-Engineering-Software Elise will das ändern: Nach der Definition einer technischen DNA sollen optimierte Bauteile automatisch entstehen.
(Bild: EDAG)

In der technischen Produktentwicklung dient die Natur mit ihren cleveren Mechanismen und ihrer Anpassungsfähigkeit häufig als Vorbild – bionische Libellen-Roboter, Werkstoffe nach dem Vorbild der Seegurke oder ein Reibungssystem, das sich an den Füßen von Heuschrecken orientiert, sind nur einige wenige Beispiele dafür. Auch die Softwareplattform Elise folgt dem Grundgedanken der Natur und automatisiert den Entwicklungsprozess basierend auf der sogenannten technischen DNA, die die Blaupause für die nachfolgenden Schritte im Engineering-Prozess darstellt. Der Entwicklungsdienstleister EDAG kooperiert mit dem Start-up Elise und setzt die Software bereits ein – und berichtet von vielversprechenden Ergebnissen.

Jede Schnittstelle im Produktentstehungsprozess bietet noch Potenzial hinsichtlich Effizienz, Zeit und Kosten. Besonders großes Potenzial ist dabei an der Schnittstelle von Konstruktion und Simulation zu heben, wenn wir es schaffen, die beiden Welten miteinander zu verschmelzen..

Sebastian Flügel, EDAG-Projektleiter, Abteilung Innovation

Wie das Prinzip der technischen DNA funktioniert

Das Start-up Elise als Entwickler der Softwareplattform spricht davon, dass dahinter ein revolutionärer Grundgedanke steckt: die Definition einer technischen DNA. Wie in der Natur enthält diese DNA dann die Blaupause für den nachfolgenden Entwicklungsprozess. Wie Sebastian Flügel ausführt, sollen auf diesem Weg virtuelle Konstruktionen künftig von alleine wachsen: