Nachhaltigkeit Wie chinesische Wissenschaftler EVA aus alten Solarzellen gewinnen

Redakteur: Ute Drescher

Wissenschaftler in China schlagen ein neues, umweltfreundliches Verfahren für das Recycling von Kunststoffen in Solarzellen vor. Das Thema gewinnt an Aktualität, weil immer mehr Solarzellen das Ende ihres Lebenszyklus erreichen: bis 2030 könnten bis zu 8 Mio. t ausgemusterte Solarzellen anfallen, bis 2050 sogar bis zu 78 Mio. t.

Ohne die übliche Sekundärverschmutzung beim Recyclen von EVA und PET soll ein neues, umweltfreundliches Verfahren auskommen, das chinesische Wissenschaftler entwickeln.
Ohne die übliche Sekundärverschmutzung beim Recyclen von EVA und PET soll ein neues, umweltfreundliches Verfahren auskommen, das chinesische Wissenschaftler entwickeln.
(Bild: ©Yingyaipumi - stock.adobe.com)

Mit einer neuen Technik wollen chinesische Wissenschaftler Ethylen-Vinylacetat (EVA) und Polyethylen-Terephthalat (PET) aus Solarzellen wieder gewinnen. Die Technik käme ohne die übliche Sekundärverschmutzung aus, die sonst durch den Einsatz organischer Lösungsmittel auftrete, heißt es. Das Copolymer EVA macht etwa 10 % einer verbrauchten Solarzelle aus. Es wird aufgrund seiner thermischen Eigenschaften für die Einschweiß-Folien verwandt, mit denen das Silizium in den Solarzellen wasserdicht verpackt wird.

PET wiederum macht rund 5 % einer alten Solarzelle aus. Es wird gerne für die Rückseiten von Solarmodulen eingesetzt, weil es ein sehr leichtes Material ist und einen ähnlichen Ausdehnungskoeffizienten hat wie die Solarzellen selbst.