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Wie aus Ideen erfolgreiche Produkte werden

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Der Innovationsprozess ist zu oft vom Zufall bestimmt

Wie erfährt der Hersteller etwas über Bedürfnisse von bestehenden und zukünftigen Kunden und wie bastelt er das entsprechende Produkt, um die Erwartungen zu erfüllen? Der Prozess der Innovation ist in vielen Unternehmen oftmals vom Zufall bestimmt und folgt leider auch heute noch viel zu häufig dem Satz „Das haben wir schon immer so gemacht“. Mit dem Resultat, dass über 60 Prozent der Entwicklungen eingestampft werden, bevor das geplante Produkt überhaupt auf den Markt kommt. Und von dem Rest ist ein gutes Drittel nicht profitabel und wird wieder aus dem Angebot genommen.

Die Gründe für diese Desaster sind vielfältig; herauskristallisiert haben sich aber die fehlende Marktakzeptanz mit den nicht erkannten Vorstellungen und Wünschen der Kunden. So sollte der Hersteller nicht nur über die Funktionen informiert sein, die der Kunde realisieren will, er muss vor allem wissen, welche Bedürfnisse damit erfüllt werden sollen und wie stark diese ausgeprägt sind.

Wie wichtig diese Erkenntnis ist, zeigt ein Versuch von Rittal aus der Vergangenheit. Ein erfolgreiches Produkt, mit dem Betriebszustände von Serverschränken überwacht werden, sollte auch im Maschinenbau zur Überwachung von Anlagen etabliert werden. Dies gelang aber nicht, obwohl die technische Problematik in beiden Bereichen auf den ersten Blick identisch ist.

Der Grund wird verständlich, wenn man die unterschiedlichen Sicherheitsbedürfnisse vergleicht. Während der IT-Bereich trotz 99,999 Prozent Betriebsbereitschaft fast hysterisch mit diesem Thema umgeht, fühlt sich der Maschinenbauer mit seinen bestenfalls 99 Prozent meist schon auf der sicheren Seite. Entsprechend gering ist seine Bereitschaft, in eine solche Lösung zu investieren.

Technisches Know-how alleine reicht nicht

Der „Vorteil“ von hoch entwickeltem technischem Know-how, verbunden mit reinem Glauben an die Technik, schmilzt also ein wenig, wenn es dem praktischen Marktgeschehen ausgesetzt wird. Natürlich hilft in vielen Situationen eine ausgeklügelte technische Lösung. Aber die reine Konzentration darauf ignoriert Potenziale in anderen Bereichen.

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