Baugruppenträger

Wie aus Ideen erfolgreiche Produkte werden

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Hier greift die Methode der Wertanalyse. Denn sie bezieht nicht nur technische, kaufmännische und organisatorische Schwerpunkte mit ein, sie stellt diese sogar auf gleiches Niveau - ein ganz entscheidender Punkt für den Erfolg eines neuen Produktes. Das aber heißt, die Wertanalyse muss früh genug starten.

Die Wertanalyse beginnt idealerweise in der Planungsphase

Der ideale Zeitpunkt ist die Planungsphase: Hier werden circa 80 bis 90 Prozent der Produktionskosten festgelegt. Gerade im Anfangsstadium geht es darum, die gesamte Prozesskette zu analysieren. Angefangen von den Kundenaktivitäten und ihren Vorstellung und Entscheidungen, die im Zusammenhang mit der Verarbeitung und Verwendung der Baugruppenträger stehen, bis hin zur Bedarfsfeststellung und der Entsorgung. Je später der Zeitpunkt, umso geringer die Möglichkeit die Kosten zu beeinflussen. Außerdem steigen diese mit fortschreitender Entwicklung.

Auf der Basis dieser Überlegungen hat Rittal für die Entwicklung der neuen Bauträgers elf einzelne Prozessschritte definiert; von denen wiederum acht als relevant und vor allem als änderungsfähig (!) erkannt wurden. Der nächste Schritt war eine Liste mit kaufentscheidenden Parametern der Kunden, gewichtet mit Informationen aus Verkauf, Produktmanagement und Export. Auch Angebote des Wettbewerbs wurden mit aufgenommen. Diese Tabelle bildete sozusagen die Innovationsroute.

Die Positionen möglichst zum Vorteil des Kunden verändern

Das Ziel: Nicht nur so viele Positionen wie möglich, sondern auf jeden Fall alle mit hoher Priorität so weit wie möglich zum Vorteil des Kunden zu verändern. Das Ergebnis war eindeutig und für manchen vielleicht sogar verblüffend. Denn die Mehrheit der Parameter mit hoher Priorität lag in der Marktinnovation. Also im Bereich Verfügbarkeit, Bestellhilfe, Produktinformation, Marketing und einem günstigen Preis.

Technisch gesehen waren eher kleine Änderungen gefordert (inkrementale Innovation). Diese Gewichtung ist der eigentliche Erfolg. So gab es neben der erwähnten Schnellmontage und der rückseitigen Abdeckung zwar kleine, aber sehr hilfreiche technische Neuerungen. Beispielsweise die Möglichkeiten einer höheren Stabilität mit einer optionalen zweiten Verschraubung, das Stapeln auf Gleitschienen ohne Höhenversatz und das Integrieren von Ripac Vario Komponenten, wie Frontsysteme und Kartenführungen. Mehr Sicherheit mit Schwing- und Schockprüfungen nach IEC61587 wird außerdem geboten.

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