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Leichtbau

Weltpremiere eines Elektroflitzers

| Redakteur: Dorothee Quitter

Auf der Hannover Messe wird am Gemeinschaftsstand „Leichtbau aus Baden-Württemberg“ zum ersten Mal der neue „ILO1“ zu sehen sein. Der smarte Elektroflitzer hätte sich ohne Leichtbau nicht realisieren lassen.

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Der neue „ILO1“ ist als Weltpremiere am Gemeinschaftsstand „Leichtbau aus Baden-Württemberg“ zu sehen.
Der neue „ILO1“ ist als Weltpremiere am Gemeinschaftsstand „Leichtbau aus Baden-Württemberg“ zu sehen.
(Bild: Emm! solutions)

Ohne Leichtbau kein ILO1 – so einfach lässt sich die Entstehung des Autos zusammenfassen. Denn um in der Fahrzeugklasse L7e für Leichtelektromobile zu bleiben, durfte der Flitzer ohne Batterie nicht schwerer als 450 Kilogramm werden. Daher steckt im „ILO1“ ganz viel Leichtbau: Die Außenhaut besteht etwa aus einem sehr dünnen CFK-Laminat und viele Teile wurden per Metall- und Kunststoff-3D-Druck hergestellt. Durch den Einsatz einer digitalen Prozesskette konnte Emm! Solutions aus Weil der Stadt den Prototyp innerhalb von nur vier Monaten entwickeln und bauen. Derzeit sind die ersten vier „ILO1“ mit Straßenzulassung weltweit im Einsatz – Nummer fünf steht bereits in den Startlöchern und wird als Weltpremiere zum ersten Mal auf dem Gemeinschaftsstand „Leichtbau aus Baden-Württemberg“ zu sehen sein.

Rund um das Konzeptleichtbaufahrzeug präsentieren 14 weitere Aussteller aus Baden-Württemberg ihre smarten Leichtbaulösungen, um ihre Produkte nicht nur leichter, sondern auch effizienter und besser zu machen:

  • Das Startup Accelerated Innovation bietet eine Plattform an, mit der Unternehmen die Vorteile einer komplett digitalisierten Entwicklungskette für sich nutzen können – wodurch sich Produkte viel schneller entwickeln und optimieren lassen.
  • Die C&C Bark Metall-Druckguss und Formenbau GmbH hat sich auf die Herstellung und Bearbeitung von Teilen aus dem Leichtmetall Magnesium spezialisiert. Das Unternehmen bietet unter anderem eine Leichtbaulösung für Optikanwendungen an.
  • Dem Leichtbauwerkstoff Aluminium hat sich Grieshaber verschrieben und ihren Fokus auf Zerspannung und Herstellung von Präzisionsbauteilen gelegt, etwa für Bereiche wie Automotive, Freizeit sowie Medizin oder Optik.
  • Oberflächen sind ein Thema für Micrometal: Dank einer Inline-Ätzanlage können auch kundenindividuelle Präzisionsätzteile in sehr hohen Stückzahlen wirtschaftlich hergestellt werden.
  • Bei TRUMPF Laser- und Systemtechnik gibt es hybriden Leichtbau in Form eines gewichts- und funktionsoptimierten A-Säulen-Demonstrators zu sehen: Es konnte nachgewiesen werden, dass durch Verwendung laserbasierter Strukturierungsprozesse im Vergleich zu Haftvermittlern mindestens gleichwertige, teilweise bessere Verbindungen hergestellt werden können.
  • Das Deutsche Metallfaserwerk Dr. Schwabbauer stellt sogenannte Stax-Metallfasern als Metallfaser-Endlosstrang her oder verarbeitet diese zu Metallfaser-Vliesen oder metallischen Kurzfasern weiter. Die Metallfasern eignen sich etwa für den Einsatz im Leichtbau als Bestandteil in Composites oder in Sandwich-Bauweisen.
  • Gaugler & Lutz bietet hochwertige Kernmaterialien und ergänzende Zubehörprodukte für den Leicht- und Sandwichbau an. In Hannover werden leichte Thermoformteile aus Airex T10 und Frästeile aus Rohacell und dem Hartschaumstoff PET vorgestellt.
  • Weippert Kunststofftechnik stellt Schrauben aus Kunststoff her, womit sie bis zu 70 % leichter werden als ihr Pedant aus Stahl.
  • Bei den Kunststoffzahnrädern und Verzahnungsteilen von Werner Bauser geht es nicht allein ums Gewicht: Im Vergleich zu Teilen aus Metall sind die Zahnräder aus Kunststoff bis zu 40 % leichter und deutlich leiser in Sachen Geräuschentwicklung.

Weitere Aussteller des Gemeinschaftsstands sind in der Bildergalerie zu finden:

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Hannover Messe 2019: Halle 5, Stand C18

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