Energiemanagement Wasserstofftransport mit Salz

Quelle: Hochschule Wismar 2 min Lesedauer

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Das Projekt FormaPort hat das Ziel, ein wirtschaftliches und technologisch effizientes System zur sicheren Speicherung und zum Transport von Wasserstoff zu entwickeln. Das neuartige Wasserstofftransportmedium basiert auf Formiatsalzen.

Am 8. August 2025 überreichte Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommerns (2.v.l.), im Leibniz-Institut für Katalyse e. V. (LIKAT) in Rostock den Zuwendungsbescheid für das neue FuE-Verbundvorhaben „FormaPort – Entwicklung eines neuartigen Wasserstofftransportmediums auf Basis von Formiatsalzen“. (Bild:  Kerstin Baldauf/ Hochschule Wismar)
Am 8. August 2025 überreichte Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommerns (2.v.l.), im Leibniz-Institut für Katalyse e. V. (LIKAT) in Rostock den Zuwendungsbescheid für das neue FuE-Verbundvorhaben „FormaPort – Entwicklung eines neuartigen Wasserstofftransportmediums auf Basis von Formiatsalzen“.
(Bild: Kerstin Baldauf/ Hochschule Wismar)

Während auf Rostocks Gewässern zur HanseSail historische Segler als Transportmittel alle Blicke auf sich ziehen, steht ein Transportmittel der Zukunft im Fokus einer Veranstaltung in der Rostocker Südstadt: Formiatsalz. Formiat als chemischer Energieträger zeichnet sich durch seine Umweltverträglichkeit aus und ermöglicht mithilfe katalytischer Prozesse sowohl eine sichere Einspeicherung als auch eine bedarfsgerechte Freisetzung von Wasserstoff.

Nachhaltige Alternative zu konventionellen Speichermethoden

Mit Blick auf die stetig wachsende Bedeutung von Wasserstoff als Energieträger soll das zu entwickelnde „FormaPort“-System eine nachhaltige Alternative zu konventionellen Speichermethoden bieten. „Wir freuen uns, in Mecklenburg-Vorpommern die Entwicklung innovativer Technologien zur Wasserstoffspeicherung aktiv zu fördern“, betonte Wirtschaftsminister Dr. Blank bei der Übergabe des Fördermittelbescheids. „FormaPort kann einen wichtigen Beitrag leisten, die Energiewende voranzutreiben und die Infrastruktur für grünen Wasserstoff nachhaltig zu stärken."

Wir sind überzeugt, dass die Ergebnisse von FormaPort neue Maßstäbe in der Wasserstofflogistik setzen können.

Professor Dr.-Ing. Mathias Wilichowski, Hochschule Wismar

Zu den Experten aus Forschung und Industrie, die im Projekt FormaPort zusammenkommen, gehören die Wissenschaftler des Bereiches Maschinenbau/Verfahrens- und Umwelttechnik der Fakultät für Ingenieurwissenschaften an der Hochschule Wismar. „Die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Projektpartner bildet die Grundlage für die Entwicklung eines robusten und skalierbaren Transport- und Speichersystems. Wir sind überzeugt, dass die Ergebnisse von FormaPort neue Maßstäbe in der Wasserstofflogistik setzen können“, sagt Professor Dr.-Ing. Mathias Wilichowski, der das Projekt an der Hochschule Wismar wissenschaftlich begleitet.

Wissenschaftlichen Nachwuchs einbinden

Die Fördersumme von 1.078 Millionen Euro ermöglicht auch die Einbindung wissenschaftlichen Nachwuchses. So wird ein Wismarer Absolvent des Bachelorstudiengangs Verfahrenstechnik - Energie-, Umwelt- und Biotechnologie sowie des darauf aufbauenden Masterstudienganges Maschinenbau | Verfahrens- und Energietechnik unter Betreuung des Projektleiters Prof. Dr.-Ing. Christian Stollberg seine Forschungstätigkeit mit dem Ziel starten, eine Doktorarbeit anzufertigen.

Grundlage dafür ist das kooperative Promotionsverfahren, das an der Hochschule Wismar zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses angeboten wird. Zum Jahresende wird das Forscherteam durch einen Postdoktoranden ergänzt werden. Die modernen Labore für Verfahrens-, Umwelt- und Biotechnologie sowohl auf dem Wismarer Campus als auch am Standort Malchow auf der Insel Poel bieten hervorragende Bedingungen für die Arbeit im FormaPort-Projekt. 

4,4 Millionen Euro Gesamtbudget

Im Verbundprojekt FormaPort arbeiten Spezialisten aus dem Rostocker Raum sowie Wismar zusammen. Das Gesamtbudget für das Projekt beträgt mit den Eigenanteilen rund 4,4 Millionen Euro. Dabei wird die Hochschule Wismar zu hundert Prozent gefördert und erhält rund 1,1 Millionen Euro. Folgende Verbundpartner sind mit Spezialaufgaben beteiligt:

  • Akros Energy GmbH, Laage (Leitung des Konsortiums): Entwicklung von Demonstrationsanlagen im technischen Maßstab für die katalysierte Speicherung von Wasserstoff in Formiatsalzen sowie die anschließende Freisetzung vor Ort.
  • Leibniz-Institut für Katalyse e. V. (LIKAT), Rostock: Erforschung und Optimierung spezifischer Katalysatoren für die Hydrierungs- und Dehydrierungsprozesse.
  • Hochschule Wismar, Bereich Maschinenbau/Verfahrens- und Umwelttechnik: Untersuchung der Kristallisation, Fest-Flüssig-Trennung und des Feststoffhandlings von Formiat- und Bicarbonatsalzen mit dem Ziel eines kontinuierlichen Verarbeitungsverfahrens. Projektleiter: Prof. Dr.-Ing. Christian Stollberg; wissenschaftliche Begleitung: Prof. Dr.-Ing. Mathias Wilichowski.
  • TAB GmbH, Bentwisch: Konzeption und Bau eines energieeffizienten Kristallisators zur Isolation des chemischen Wasserstoffspeichers aus dem wässrigen Reaktionsgemisch.

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