Automatisiertes Fahren Vollautomatisiertes Driften: Fahrspaß wie im Kino

Redakteur: Katharina Juschkat

Eindrucksvoll Driften – Wovon viele Autofans träumen, macht Continental jetzt für jeden Fahranfänger möglich. Mit Simplify your Drifting entwickelt der Konzern mithilfe künstlicher Intelligenz den vollautomatischen Fahrspaß für Jedermann. Ab dem 1. April soll der Prototyp getestet werden.

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Hochautomatisiert durchgeführte, hochdynamische Fahrmanöver am Limit der Fahrphysik – bei voller Sicherheit: Continental präsentiert am 1. April 2016 „Simplify your Drifting“.
Hochautomatisiert durchgeführte, hochdynamische Fahrmanöver am Limit der Fahrphysik – bei voller Sicherheit: Continental präsentiert am 1. April 2016 „Simplify your Drifting“.
(Bild: Continental)

Kunstvolles Driften mit hochmotorisierten Autos ist nicht nur für Autofans ein Erlebnis. Das Technologieunternehmen Continental verbindet nun das ultimative Fahrerlebnis mit neuer Technik und ermöglicht auch absoluten Fahranfängern Fahrspaß wie im Kino. Das Geheimnis: hochautomatisiert durchgeführte, hochdynamische Fahrmanöver am Limit der Fahrphysik – bei voller Sicherheit. Continental nennt das Ergebnis „Simplify your Drifting“. Das Unternehmen setzt hierfür speziell entwickelte Reifensensoren sowie Hochleistungsrechner für Software mit künstlicher Intelligenz und eine gut bedienbare Steuerung ein.

Sicheres Driften für sportliche Fahranfänger

Mit Simplify your Drifting stellt Continental jetzt einen neuen Versuchsträger vor. „Aus unseren Kundenrückmeldungen und eigenen Umfragen wissen wir: Gerade junge Menschen wünschen sich sicheres, beeindruckendes Driften ohne vorheriges, intensives Fahrertraining. Bis heute war das unvorstellbar und nicht erlaubt“, erklärt Michael Ritter, Projektleiter von Simplify your Drifting. „Wir hatten eine Idee, wie in Zukunft vor allem sportliche Fahrer besser unterstützt werden und auch Fahranfänger einen bisherigen fahrerischen Grenzbereich spielerisch erfahren können.“ Mit einer Kombination aus vorhandenen Technologien und einer neuen, innovativen und intelligenten Art ihrer Vernetzung soll die Querfahrt jedem kinderleicht gelingen.

Sobald der Versuchsträger mit Hilfe der Umgebungssensoren und dem in Echtzeit vernetzten elektronischen Horizont eine geeignete Driftumgebung erkannt hat, erfolgt ein letzter Check der Fahrzeugsysteme: Erst wenn alle Systeme voll einsatzfähig sind, die Reifensensoren genügend Reifenluftdruck und genügend Profil gemessen haben und keine anderen Verkehrsteilnehmer in Gefahr gebracht werden können, aktiviert der Steuercomputer den ganz speziellen Drift-Knopf. „Ready to Drift and Dream“ vermelden dann die Fahrzeugsysteme.

Quarter-Mile-Rennen oder normales Drifting auf Knopfdruck wählbar

Insgesamt stellt Continental innerhalb Simplify your Drifting drei Fahrmodi bereit: im ersten Modus "Drifting" ist das Fahrzeug darauf programmiert, leicht übersteuernd zu fahren und das Fahrzeug konstant in diesem Zustand zu halten. So muss der Fahrer weniger regulierend mit Gas und Handbremse eingreifen und kann das Driften intensiver genießen. Optional können vorab einprogrammierte Aufgabenstellungen abgerufen werden. Zum Beispiel das Kreiseln um ein feststehendes oder ein sich bewegendes Objekt.

Im zweiten Modus „Quarter Mile“ schaut das Fahrzeug voraus auf die Straße und sucht die gut 400 m freie Strecke sowie ein weiteres Mitglied aus der Community, um ein Quarter Mile-Rennen zu organisieren. Die jeweiligen Ergebnisse sollen in der Community geteilt werden, damit am Ende eines Monats bzw. des Jahres der „Quarter Mile King“ gekürt werden kann.

Im dritten Modus „Donut“ ist das Fahrzeug darauf ausgelegt, Kreise auf den Asphalt zu radieren.

Aktives Sounddesign sorgt für überzeugenden Motorsound

Das Drifting funktioniert laut Unternehmen mit allen Reifentypen. Die eingebauten Sensoren sorgen für wenig Abrieb beim Driftvorgang. Für Häufignutzer und umweltfreundliche Ergebnisse gibt es spezielle Reifen mit einer ganz besonderen Gummimischung. „Mit der speziellen Gummimischung in Kombination mit dem auf den Driftverlauf optimierten Reifenprofil kann die Querbeschleunigung erhöht und der Reifenverschleiß auf maximal 14 % begrenzt werden“, so Ritter über die Entwicklung. Die Motorsteuerung und das aktive Sounddesign sollen bei aktiviertem Drift-Modus für einen besonders satten und beeindruckenden Motorsound im Innenraum oder je nach Vorliebe auch für Zuschauer außerhalb sorgen.

„Das Prototypenfahrzeug Simplify your Drifting wendet sich auch speziell an all jene sportlich orientierten Fahrerinnen und Fahrer, die bislang Automatisiertem Fahren skeptisch gegenüber eingestellt waren“, gibt Ritter einen weiteren Grund für die Entwicklung bekannt. „Es reichen nun sechzig Sekunden auf freier Fläche, um jeden automobilbegeisterten Elektronik-Skeptiker vom Gegenteil zu überzeugen.“ Wer Augenzeuge sein will kann sich hier anmelden. Der Prototyp wird am 1. April 2016 intensiv getestet, bevor über die Serieneinführung entschieden wird. (kj)

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