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Konstruktion Virtuell und interaktiv in die Zukunft der Entwicklung

Konstruktion und Produktentwicklung sind Basis für Innovation und dabei selbst ständigem Wandel unterworfen. Schon heute nutzt der Konstrukteur weit mehr als einen Monitor für seine Arbeit: Mobile Computing, 3D-Druck und Virtual sowie Augmented Reality verändern den Prozess. Wie vor 25 Jahren konstruiert wurde und was Konstrukteure in Zukunft erwarten wird – wir wagen gemeinsam mit Experten den Blick in die Zukunft.

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Globalisierung, Virtualisierung und Vernetzung – mit diesen Schlagworten gingen bereits viele Veränderungen in der Konstruktion einher. Und sie werden die Prozesse weiter umtreiben.
Globalisierung, Virtualisierung und Vernetzung – mit diesen Schlagworten gingen bereits viele Veränderungen in der Konstruktion einher. Und sie werden die Prozesse weiter umtreiben.
(Bild: everythingpossible - Fotolia)

Aktuelle Informations-, Kommunikations- und Produktionstechnologien eröffnen neue Horizonte für die Entwicklung innovativer Produkte: Mobile Computing, Cloud Computing, Augmented und Virtual Reality, 3D-Druck und zunehmende Interaktion mit dem Endkunden beeinflussen die Art und Weise, wie neue Produkte entwickelt werden: Sie werden virtuell entwickelt, häufig in der Cloud, rechnergestützt optimiert und dabei in all ihren Facetten erfahrbar gemacht.

Basis dafür ist eine der grundlegenden Veränderungen, die sich im Bereich der Entwicklung und Konstruktion in den vergangenen 25 Jahren vollzogen hat, wie Peter Scheller, Marketing Director NX bei Siemens PLM Software, betont: „Als grundlegende Veränderungen in den vergangenen 25 Jahren ist zu aller erst der komplett abgeschlossene Umstieg vom Zeichenbrett zur 3D-Konstruktion zu nennen. Dies umfasst nicht nur den Entwurf einzelner Teile, sondern auch der 3D-Baugruppen.“

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CAD-Software im Umbruch

Als das Fachmagazin konstruktionspraxis vor 25 Jahren aus der Taufe gehoben wurde, war es eine turbulente Zeit für die Konstruktion. Detlev Reicheneder, Senior Industry Manager bei Autodesk, erinnert sich: „CAD-Software war vor 25 Jahren in einem wirklichen Umbruch. Das war damals die große Zeit des Umdenkens von extrem komplexen, nur von Experten zu bedienenden proprietären Systemen hin zu anwenderfreundlicher, erschwinglicher Software, die jeder Ingenieur in seiner täglichen Arbeit einsetzen konnte“. War die Software im Jahr 1990 schlicht und ergreifend noch zweidimensional, war sie dennoch schon eine enorme Arbeitserleichterung für Konstrukteure, resümiert Andreas Barth, Managing Director Euro Central bei Dassault Systèmes: „So war sie bereits 1990 nicht mehr aus der Konstruktion wegzudenken, insbesondere in der Automobilindustrie und dem Flugzeugbau.“

Kostenintensive Arbeitsplätze

Typische Arbeitsplätze zur damaligen Zeit waren allerdings noch mit Großrechnersystemen und Digitalisierungs-Mäusen, Pens sowie programmierbaren Grafiktabletts zum Konstruieren ausgestattet, was ein sehr teurer Spaß war. „Die Großrechnersysteme hatten einen stolzen Preis, der weit oberhalb von 100.000 US-Dollar pro CAD/CAM-Arbeitsplatz lag“, sagt Jürgen Stadtmüller, System Engineer Workstation bei Dell. Auch für die Software musste tief in die Tasche gegriffen werden, wie Mike Campbell, Executive Vice President, CAD Segment bei PTC sagt: „CAD-Software vor 25 Jahren war voller Potential, aber durch teure Einzelplätze und die ebenso teure Hardware, komplizierte Drahtdarstellung- und Benutzeroberflächenkonzepte sowie absolut nicht intuitive Benutzerschnittstellen sehr eingeschränkt.“

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Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

konstruktionspraxis – Alles, was der Konstrukteur braucht