Bauprojekt Höchste, serielle Onshore-Windenergieanlage entsteht

Von Max Bögl Wind 2 min Lesedauer

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Max Bögl baut bei Sengenthal eine Onshore-Windanlage mit Weltrekord-Nabenhöhe für Serien-Hybridtürme: 199 Meter, 7,2 Megawatt, 285 Meter Gesamthöhe. Das Fundament steht; im Herbst 2026 soll die Anlage in Betrieb gehen. 

Fundament fertiggestellt: In Winnberg bei Sengenthal im Landkreis Neumarkt i.d.OPf. entsteht eine Windenergieanlage mit Turm in Weltrekorddimension auf Basis seriengefertigter Bauweise. (Bild:  Max Bögl Wind / Florian Paul)
Fundament fertiggestellt: In Winnberg bei Sengenthal im Landkreis Neumarkt i.d.OPf. entsteht eine Windenergieanlage mit Turm in Weltrekorddimension auf Basis seriengefertigter Bauweise.
(Bild: Max Bögl Wind / Florian Paul)

Die Max Bögl Wind AG geht im Windenergieanlagenbau den nächsten Technologieschritt: Nahe dem Unternehmenssitz in Sengenthal (Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz) entsteht eine Windenergieanlage, deren Turm im Onshore-Bereich eine Weltrekordhöhe für Serien-Hybridtürme erreicht.

Die Vestas-Anlage mit 7,2 Megawatt installierter Leistung ist auf eine Nabenhöhe von 199 Metern und eine Gesamthöhe von 285 Metern ausgelegt. Mit dem Abschluss der Fundamentarbeiten im Frühjahr 2026 hat Max Bögl einen zentralen Projektmeilenstein erreicht. Das Unternehmen plant, die Anlage im Herbst 2026 fertigzustellen und in Betrieb zu nehmen.

„Wir bringen industrielle Fertigung in neue Dimensionen und machen große Bauhöhen wirtschaftlich realisierbar. Hinter dieser Entwicklung stehen Erfahrung und die Überzeugung, die Grenzen des technisch Machbaren weiter verschieben zu können. Als Technologieführer setzen wir damit neue Maßstäbe für den Bau von Windenergieanlagen in dieser Größenordnung“, sagt Michael Bögl, Vorstand der Firmengruppe Max Bögl.

Große Bauhöhen erstmals in Serienprozessen umgesetzt

Die Rekordhöhe bezieht sich auf die Nabenhöhe und damit auf die Höhe des Turms bis zur Rotorachse. Mit einer Nabenhöhe von 199 Metern handelt es sich um die weltweit höchste Serien-Windenergieanlage an Land, die auf Basis eines seriengefertigten Turmkonzepts realisiert wird. Die größere Höhe ermöglicht eine bessere Nutzung der Windressourcen und verbessert die Wirtschaftlichkeit, insbesondere an Binnenstandorten.

Das neue Turmkonzept ist bereits typengeprüft, basiert auf einem Baukastensystem und nutzt weitgehend standardisierte Komponenten und Prozesse. Für die aktuelle Anlage wurden einzelne Bauteile angepasst, das Grundprinzip bleibt erhalten. Damit lassen sich auch große Bauhöhen in industrielle Abläufe überführen und in größerem Maßstab umsetzen

Fundamentbau planmäßig abgeschlossen

Die Fundamentarbeiten wurden bereits abgeschlossen. Das Fundament basiert auf einem bewährten, standardisierten Baukonzept in Ortbeton-Bauweise. Es hat einen Durchmesser von 26,50 Metern und eine Höhe von 3,40 Metern. Der Standort im Ortsteil Winnberg ist durch verkarsteten Kalkstein geprägt. Zur Sicherstellung der Tragfähigkeit wurde der Baugrund durch Bohrpfähle verbessert.

„Anspruchsvolle Baugrundverhältnisse und große Dimensionen erfordern präzise Planung und abgestimmte Abläufe“, sagt Markus Brandmüller, Projektleiter bei Max Bögl Wind. „Der planmäßige Baufortschritt zeigt, dass sich solche Projekte sicher und termingerecht umsetzen lassen.“

Direkteinspeisung ins Stammwerk Sengenthal

Die Anlage hat eine Leistung von 7,2 Megawatt und wird jährlich rund 17 bis 18 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Das entspricht rechnerisch dem Jahresstrombedarf von rund 5.000 Haushalten. Ein Teil der Energie wird direkt im Produktionswerk in Sengenthal genutzt, überschüssiger Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist. Eingesetzt wird eine Windenergieanlage vom Typ Vestas Enventus V172, für die der Hybridturm speziell und in Zusammenarbeit mit dem Turbinenhersteller entwickelt wurde. Dieser Turm ist künftig im Standardportfolio von Vestas verfügbar und wird über die bestehenden Rahmenverträge in größerer Stückzahl gebaut.

Mit dem Projekt reagiert die Max Bögl Wind auf die steigenden Anforderungen an Wirtschaftlichkeit und Leistung moderner Windenergieanlagen. Größere Nabenhöhen erhöhen die Energieerzeugung und tragen dazu bei, Stromkosten zu senken. Gleichzeitig zeigt das Unternehmen, dass sich diese Bauweise in industrielle Fertigungsprozesse überführen lässt. 

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