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Oberflächenveredelung Vier neue Möglichkeiten für die Beschichtung von Bauteilen

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Wir berichten über eine vibrationsunterstützte Tribokonditionierung, eine atomare Nanobeschichtung, eine Antikeimfolie und die Norm DIN 50997 für das Stückverzinken mit Zink-Aluminium.

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Die vibrationsunterstützte Tribokonditionierung erzeugt ein plateauähnliches Rauheitsprofil: links das tribochemisch behandelte Werkstück, rechts das unbehandelte Werkstück.
Die vibrationsunterstützte Tribokonditionierung erzeugt ein plateauähnliches Rauheitsprofil: links das tribochemisch behandelte Werkstück, rechts das unbehandelte Werkstück.
(Bild: ANS)

Tribokonditionierung mittels Vibration

Die vibrationsunterstützte Tribokonditionierung erzeugt ein plateauähnliches Rauheitsprofil: links das tribochemisch behandelte Werkstück, rechts das unbehandelte Werkstück.
Die vibrationsunterstützte Tribokonditionierung erzeugt ein plateauähnliches Rauheitsprofil: links das tribochemisch behandelte Werkstück, rechts das unbehandelte Werkstück.
(Bild: ANS)

Applied Nano Surfaces (ANS) hat eine neue Variante seiner Tribokonditionierung erfunden, die sich besonders gut für die Massenbearbeitung von Bauteilen mit komplizierter Geometrie eignen soll. Dabei nutzt ANS das gleiche oberflächenwirksame Fluid wie für die klassische Tribokonditionierung. Statt eines festen Werkzeugs, das die Oberfläche behandelt, werden jetzt mechanische Kontakte zwischen einer großen Anzahl von massiven Impaktoren und dem Werkstück erzeugt, in denen die tribochemische Reaktion stattfindet. Durch die eingebrachte Vibrationsenergie reagiert das ANS-Tribofluid mit der Oberfläche und erzeugt die mit Festschmierstoffen angereicherte Randschicht.

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Atomare Nanobeschichtungen in 3D

SALD konzentriert sich auf den Prozess zur Beschichtung.
SALD konzentriert sich auf den Prozess zur Beschichtung.
(Bild: SALD B.V)

Mit „Spatial Atom Layer Deposition“ (SALD) hat die gleichnamige Firma SALD ein patentiertes Verfahren entwickelt, mit dem im industriellen Maßstab Beschichtungen aufgetragen werden können, die so dünn sind wie ein einziges Atom. Eine einzelne Ebene ist etwa 1,1 Angström dünn, das entspricht 0,00000011 mm. Der Clou ist die Mischung: Mit jeder Schicht können jeweils andere Materialien aufgebracht werden, so dass es zu einer chemischen Reaktion mit der zuvor aufgetragenen Substanz kommt. Bei den Oberflächenmaterialien kann es sich beispielsweise um Metalle, Oxide, Nitride, Sulfide, Fluoride oder andere Stoffe handeln. Die jeweilige chemische Reaktion verändert die Funktionalität der Gesamtoberfläche.

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Antikeimfolie schützt vor Viren und Bakterien

Die Wirkung der Logis-Grips-Antikeimfolie beruht auf einer Kombination von porendichter Oberfläche und spezieller Hygienebeschichtung.
Die Wirkung der Logis-Grips-Antikeimfolie beruht auf einer Kombination von porendichter Oberfläche und spezieller Hygienebeschichtung.
(Bild: LOGIS Technologies)

Die Logis Group hat eine selbstklebende transparente Folie mit Langzeitschutz vor Viren und Bakterien entwickelt. Sie eignet sich für sämtliche Flächen, mit denen Menschen in Berührung kommen. Die Wirkung beruht auf einer Kombination unterschiedlicher Effekte: Dank ihrer porendichten Oberfläche, auf der die hydrophilen Membranen der Virushüllen nicht oder nur sehr schlecht anhaften können, wirkt die Folie wie ein Schutzschild und reduziert die Virenlast mit sofortiger Wirkung. Eine spezielle Hygienebeschichtung mit hoher Wirksamkeit gegen behüllte Viren und Bakterien deaktiviert dann nach kurzer Zeit die verbleibenden behüllten Viren wie Corona und Influenza sowie Bakterien.

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Norm DIN 50997 für Stückverzinken mit Zink-Aluminium verabschiedet

Serienbauteile bei der Dünnschichtverzinkung mit microZINQ
Serienbauteile bei der Dünnschichtverzinkung mit microZINQ
(Bild: ZINQ Technologie)

Der DIN-Normausschuss Materialprüfung (NMP/Arbeitsausschuss Schmelztauchüberzüge) hat die Norm DIN 50997 verabschiedet. In Analogie zur DIN EN ISO 1461 sind damit Zink-Aluminium-Stückverzinkungsüberzüge in einem allgemein gültigen Verfahrensstandard erfasst. Bei der Norm handelt es sich um einen nationalen Standard, der die Anforderungen an Eigenschaften und Prüfungen von Zink-Aluminiumüberzügen beschreibt, die mittels Dünnschichtverzinken auf gefertigte Eisen- oder Stahlteile aufgebracht werden. Der Aluminiumgehalt der Zinkaluminiumschmelze muss hierbei im Minimum 4,0 % Massenanteil und im Maximum 6,0 % Massenanteil betragen.

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(ID:46980988)