Werkstoffverbund Ummantelte Faserverbundprofile

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Die Ummantelung von Faserverbundprofilen ermöglicht Hybridlösungen durch die Kombination von vorteilhaften Materialeigenschaften wie etwa eine optimierte Tribologie, Schlagschutz oder griffig weiche Oberfläche.

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Faserverbund-Profil, ummantelt mit Polypropylen und einer eingeprägten Design-Struktur (Bild: Frederike Aiello)
Faserverbund-Profil, ummantelt mit Polypropylen und einer eingeprägten Design-Struktur (Bild: Frederike Aiello)

Die ummantelten Kunststoffprofile mit der faigle-Markenbezeichnung IGOREX bestehen aus einem thermoplastischen oder duroplastischen Faserverbundkern, auf den durch Extrusion eine Ummantelung aus Kunststoff aufgetragen wird. Dies kann als separater Arbeitsschritt erfolgen oder bei thermoplastischen Faserverbundprofilen auch online mit der Pultrusion der Profile. Direkt anschließend wird die Außengeometrie durch Kalanderwalzen kalibriert. Die Festigkeitseigenschaften des Profils lassen sich durch die Kombination der geeigneten Werkstoffe gezielt für die statischen Anforderungen des jeweiligen Einsatzzwecks auslegen. Beim Innenprofil bewähren sich zum Beispiel endlosfaserverstärktes PP, PET oder auch PA, beim Außenprofil PP, PVC, PA oder weiches, verschleißfestes TPU.

Da der Mantelwerkstoff zu Beginn dieses Verfahrensschrittes noch in einem teigigen Zustand ist, kann der Oberfläche in dieser Phase durch entsprechend gestaltete Kalanderwalzen eine Struktur eingeprägt werden. Dies kann zum Beispiel ein Firmenlogo sein, das sich je nach Durchmesser der Kalanderwalze in kürzeren oder längeren Abständen au dem Profil wiederholt. Oder die Oberflächen können Quer- und Längsstreifen, gekreuzte Rillen oder andere Strukturen erhalten, die das Profil funktional aufwerten oder durch die es optisch attraktiv wirkt.

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