Antriebsstrang So funktioniert der Antriebsstrang im Gezeitenkraftwerk Orbital O2

Vor der schottischen Küste erzeugt das Gezeitenkraftwerk Orbital O2 nachhaltigen Strom. Den Antriebsstrang entwickelte SKF. Wir haben nachgefragt, welche Schwierigkeiten der Standort mitten im Meer mit sich brachte und welche Aufgabe der Antrieb übernimmt.

Das schwimmende Gezeitenkraftwerk „Orbital O2“ erzeugt aus Gezeitenkraft Strom vor der Küste Schottlands.
Das schwimmende Gezeitenkraftwerk „Orbital O2“ erzeugt aus Gezeitenkraft Strom vor der Küste Schottlands.
(Bild: Orbital Marine Power Ltd.)

Der Mond mobilisiert Kräfte auf der Erde, die die Menschheit clever nutzen könnte, um die Energiewende voranzutreiben. Denn dank seiner Anziehungskraft erzeugt er die Gezeiten der Meere. Und wo Ebbe und Flut sich zwischen Inseln hindurchzwängen, entstehen starke Strömungen. Vor den Orkney-Inseln, hoch im Norden Schottlands, sind diese besonders stark. Deshalb wird hier seit einigen Jahren mit Gezeitenkraftwerken experimentiert. Bei den Orkneys findet sich auch der mächtigste Gezeitenstrom Europas, der Pentland Firth. Künftig sollen dort zahlreiche Strömungsanlagen zuverlässig nachhaltige Energie ernten.

Die Orkney-Inseln

Ein Testlabor für die Energiewende

Die Orkney-Inseln dienen als Testlabor für die Energiewende in Großbritannien und ganz Europa: Auf den rund 70 Eilanden drehen sich etwa 700 Windräder in der beständigen Meeresbrise und erzeugen mehr Strom, als die gut 20.000 Einwohner verbrauchen können. Der Energie-Überschuss wird in ein intelligentes Netzwerk aus Batteriespeichern eingespeist und in grünen Wasserstoff umgewandelt.

Gezeiten- und Wellenenergie erforschen

In einer geschützten Bucht vor Stromness, der zweitgrößten Stadt des Orkney-Archipels, liegt Europas wichtigstes Testgelände zur Erforschung der Gezeiten- und Wellenenergie: das „European Marine Energy Centre“. Hier hat das schottische Tech-Start-up Orbital Marine Power im April 2021 sein schwimmendes Gezeitenkraftwerk „Orbital O2“ zu Wasser gelassen.