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Simulationssoftware Simulation zeigt, was Abstandsregeln und Mundschutz bringen

| Redakteur: Katharina Juschkat

Abstand halten, Mundschutz tragen – was bringen die Regeln? Und worauf sollte man achten, wenn man Joggen geht oder Rad fährt? Antworten geben Simulationen von Ansys.

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Abstand halten, Mundschutz tragen. Simulationen zeigen, was das bringt.
Abstand halten, Mundschutz tragen. Simulationen zeigen, was das bringt.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, sind aktuell viele Beschränkungen in Kraft, unter anderem die Abstandsregel von 1,5 m zu anderen Personen. Viele Menschen tragen zudem einen Mundschutz. Und gerade am warmen Osterwochenende werden zahlreiche Leute in Parks und Grünanlagen die Sonne genießen, auch wenn Gesundheitsbehörden immer wieder auf den nötigen Abstand hinweisen.

Aber was genau bringen Abstand halten und Mundschutz tragen wirklich? Der Simulationssoftware-Spezialist Ansys hat das mithilfe seiner Simulationssoftware Ansys Fluent und einiger Partner wie der Eindhoven University of Technology und der Ohio State University verdeutlicht. Die daraus resultierten Videos zeigen, wie Partikel der Atemluft und Tröpfchen beim Husten fliegen und welcher Abstand wann sinnvoll ist.

Stehen in einer Gruppe

In dieser Simulation wurden zwei Fälle simuliert. Im ersten Szenario steht eine Gruppe von drei Personen entsprechend der WHO-Empfehlung etwa ein Meter auseinander. Im zweiten Szenario ca. zwei Meter. Um die Simulation so lebensecht wie möglich zu machen, wurden wissenschaftliche Daten für die Hustengeschwindigkeit, zwischen 6-28 m/s, gemittelt und ein Durchschnitt von 17 m/s angenommen. Die Partikeldurchmesser schwankten im Modell zwischen 50 und 400 Mikrometer (1 Mikrometer = 0,001 Millimeter), der mittlere Durchmesser betrug 250 Mikrometer. Zudem wurde eine Windgeschwindigkeit von 0 m/s angenommen.

Das Video zeigt deutlich, dass bei einem Abstand von einem Meter Tröpfchen des Hustenden auf Gesicht, Hals und Kleidung der Person Gegenüber landen. Bei zwei Metern wird deutlich, dass die Wahrscheinlichkeit einer Tröpfcheninfektion erheblich sinkt, da die Schwerkraft die Tröpfchen nach unten zieht. Wird in die Armbeuge gehustet, reduziert sich das Risiko noch einmal deutlich.

Bei Änderungen der Umgebungsbedingungen wie Windgeschwindigkeit, Höhe und Orientierung der Personen können sich die Ergebnisse und Ihre Interpretation ändern. Darüber hinaus verringert sich das Risiko, wenn die Entfernung vergrößert wird. Es wird aber niemals auf absolut Null sinken, da die Partikel bei Wind draußen für längere Zeit in der Luft schweben. Das mache deutlich, so Ansys, wie wichtig die Initiative #WirbleibenzuHause ist, nur so wird das Risiko einer Infektion minimiert.

Joggen im Park

In vielen Regionen ist es immer noch erlaubt, sich im Freien zu bewegen. Dabei nutzen die Menschen diese Möglichkeit häufig auch, um sich beim Joggen oder Radfahren sportlich zu betätigen. Eine Analyse der Ansys-Partner Bert Blocken und Fabio Malizia von der TU Eindhoven und KU Leuven hat ergeben, dass in beiden Fällen die üblichen Richtlinien zur sozialen Distanzierung nicht ausreichen und dass wesentlich mehr Platz benötigt wird.

Beim Laufen sollten Sie beispielsweise darauf achten, dass zwischen Ihnen und dem Vordermann mindestens 3 m Abstand eingehalten werden. Beim Radfahren sollte sich dieser Abstand auf mindestens 10 m (30 ft) erhöhen. Beim Überholen des Vordermannes sollten Sie einen Abstand von mindestens 2 m (6 ft) einhalten.

Unterschied zwischen schlecht und gut sitzender Gesichtsmaske

Auch wenn das Tragen einer Gesichtsmaske über einen längeren Zeitraum unangenehm sein kann, kann sie mehr als 80 Prozent der bei Husten und Niesen ausgestoßenen Tropfen auffangen. Dabei ist es aber von entscheidender Bedeutung, dass die Maske auch richtig sitzt, da sonst die Wirksamkeit der Maske stark beeinträchtigt wird. Ohne den Nasen-Clip können beim Husten Luft und Tröpfchen entweichen. Ebenso kann kontaminierte Luft unter die Masken des medizinischen Personals oder anderer Personen eindringen, wenn sie nicht ausreichend abgedichtet ist.

Das Video demonstriert, welchen Effekt das korrekte Anlegen hat:

Das Video demonstriert auf Basis der Druckverteilung im Gesicht, wie Masken korrekt angelegt werden:

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