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Gezeitenturbine Siemens verstärkt sich im Geschäft mit Meeresenergie

| Redakteur: Ute Drescher

Siemens hat die Mehrheit bei der britischen Marine Current Turbines Ltd. übernommen. Das Unternehmen mit Sitz in Bristol entwickelt und baut Gezeitenturbinen.

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In der 150 Quadratkilometer großen Strangford-Bucht im nordirischen County Down ragt ein schwarz-roter Stahlturm aus dem Wasser. Er gehört zum ersten kommerziellen Gezeitenströmungskraftwerk der Welt. Seit November 2008 ist die Anlage SeaGen in Betrieb. Unweit der kleinen Küstenstadt Strangford versorgt sie mit zwei 600-kW-Turbinen über 1.500 Haushalte mit umweltfreundlichem Strom. (Bild: Siemens)
In der 150 Quadratkilometer großen Strangford-Bucht im nordirischen County Down ragt ein schwarz-roter Stahlturm aus dem Wasser. Er gehört zum ersten kommerziellen Gezeitenströmungskraftwerk der Welt. Seit November 2008 ist die Anlage SeaGen in Betrieb. Unweit der kleinen Küstenstadt Strangford versorgt sie mit zwei 600-kW-Turbinen über 1.500 Haushalte mit umweltfreundlichem Strom. (Bild: Siemens)

"Die Übernahme von Marine Current Turbines ist ein wichtiger Schritt für die Division Solar & Hydro," sagte Ted Scheidegger, CEO der Division Solar & Hydro im Siemens-Sektor Energy. "Wir werden die Kommerzialisierung dieser vielversprechenden Technologie weiter vorantreiben, die die planbare Energie der Gezeiten nutzt. Ziel ist es, eine führende Position in diesem Zukunftsgeschäft einzunehmen."

Das Pioneerunternehmen hat sich zu einem Technologieführer für Gezeitenturbinen entwickelt. Erst im November 2011 hatte Siemens seine Beteiligung an dem Unternehmen auf 45 Prozent aufgestockt. Siemens plant, die vollständige Übernahme von Marine Current Turbines in den nächsten Wochen abzuschließen. Über die finanziellen Details der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart.

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Aktivitäten im Bereich der Meereskraft gefestigt

Die weltweiten Verpflichtungen zur Reduktion von Kohlendioxid (CO2) führen zu einer steigenden Nachfrage nach zuverlässiger Meeresenergie. Experten rechnen bis 2020 mit jährlich zweistelligen Zuwachsraten für dieses Segment. Das weltweite Potenzial für die Stromerzeugung mithilfe von Gezeitenkraftwerken wird auf 800 Terawattstunden (TWh) jährlich veranschlagt. Zum Vergleich: Das ist rund ein Viertel mehr als der Gesamtstrombedarf Deutschlands und entspricht drei bis vier Prozent des weltweiten Stromverbrauchs. Küstenregionen mit starkem Gezeitenstrom wie Großbritannien, Kanada, Frankreich und der ostasiatische Raum haben große Potentiale zur Nutzung dieser Technologie.

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