Linearmotor Siemens und Festo gewinnen Optima als Pilotkunden für Transportsystem

Redakteur: Juliana Pfeiffer

Siemens und Festo haben gemeinschaftlich das hochflexible Transportsystem Multi-Carrier-System entwickelt. Dieses lässt sich einfach und exakt in die vorhandene Intralogistik integrieren. Mit der Optima Consumer GmbH setzt als erster Pilotkunde dieses System ein.

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Die Optima consumer GmbH ist der erste Pilotkunde für das von Siemens und Festo gemeinschaftlich entwickelte Multi-Carrier-System. Das hochflexible Transportsystem lässt sich einfach in die vorhandene Intralogistik integrieren und ermöglicht es Fertigungslinien und Maschinen schnell an unterschiedliche Formate, Größen und Produktarten sowie saisonale Anforderungen anzupassen.
Die Optima consumer GmbH ist der erste Pilotkunde für das von Siemens und Festo gemeinschaftlich entwickelte Multi-Carrier-System. Das hochflexible Transportsystem lässt sich einfach in die vorhandene Intralogistik integrieren und ermöglicht es Fertigungslinien und Maschinen schnell an unterschiedliche Formate, Größen und Produktarten sowie saisonale Anforderungen anzupassen.
(Bild: Siemens)

Maschinenbauer und produzierende Unternehmen können mithilfe des Multi-Carrier-Systems ihre Fertigungslinien und Maschinen schnell an unterschiedliche Formate, Größen und Produktarten sowie saisonale Anforderungen anpassen. Siemens unterstützt Anwender zudem bereits in der Design- und Konstruktionsphase durch Industriesoftware für die Modellierung und Simulationen des funktionellen Maschinendesigns. Das ermöglicht die Realisierung einer durchgängigen digitalen Prozesskette, angefangen beim Produkt- und Maschinendesign über das Engineering bis hin zur Produktionsautomatisierung. Optima setzt als Pilotkunde das Multi-Carrier-System in seinen Abfüll- und Verpackungsmaschinen ein. Der Maschinenbauer brachte dabei seine langjährige Erfahrung und sein Know-how in die Entwicklung dieses innovativen Maschinenkonzepts ein. Mit dem Einsatz des Multi-Carrier-Systems will Optima die Fertigungs-Flexibilität seiner Kunden aus Branchen wie Food, Non-Food, Kosmetik und Pharma erhöhen.

"Wir freuen uns sehr, dass wir mit Optima einen der weltweit führenden Maschinenbauer als Kunden für unser Multi-Carrier-System gewinnen konnten", sagt Ralf-Michael Franke, CEO der Business Unit Factory Automation bei der Siemens AG. "Die zunehmende Individualisierung industriell hergestellter Produkte erfordert modulare Maschinenkonzepte, die minimale Losgrößen bei höchster Geschwindigkeit und maximaler Flexibilität ermöglichen. Produzierende Unternehmen sowie Anlagen- und Maschinenbauer suchen daher nach Lösungen, um die Flexibilität in der Fertigung zu erhöhen. Das gemeinsam mit Festo entwickelte Multi-Carrier-System ist ein wesentlicher Beitrag dazu."

Passt sich flexibel an unterschiedliche Anforderungen an

Auf der Hannover Messe 2015 hat Siemens die Vorteile des Multi-Carrier-Systems an einer realen Maschine von Optima im Digitalisierungsforum auf seinem Messestand vorgestellt. Das Highlight-Exponat zeigt den Besuchern, wie sich das Multi-Carrier-System im Zusammenspiel mit Industriesoftware von Siemens schnell und flexibel an unterschiedliche Anforderungen in der Fertigung anpassen lässt. So können Maschinenbauer individuelle Lösungen oder modulare Maschinenkonzepte durch 3D-Modellierungen und Simulationen überprüfen und damit die Inbetriebnahme ihrer Maschinen beschleunigen. Das Multi-Carrier-System ermöglicht es, die Transportwagen gemäß der Simulation völlig frei und unabhängig voneinander zu bewegen und zu positionieren. Zudem können Wagen flexibel in das System ein- und ausgeschleust sowie in die vorhandene Intralogistik eingebunden werden. Im Resultat lassen sich so unterschiedliche Produktformate auf einer Fertigungslinie herstellen.

Technische Basis des Multi-Carrier-Systems sind Linearmotoren von Festo für die Bewegung und genaue Positionierung der Transportwagen. Siemens hat sein umfangreiches Know-how im Bereich Automatisierung in die Entwicklung des Transportsystems eingebracht: Mit einem ganzheitlichen Engineeringansatz und einer integrierten Motion Control-Funktionalität lassen sich die Transportbewegungen präzise steuern und unterschiedliche Maschinenmodule in einem System koordinieren. (jup)

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