Lichtvorhang Sicherheitslichtvorhänge sorgen für vollwertigen Fingerschutz

Redakteur: Ute Drescher

Auch sorgsam erstellte Lasten- beziehungsweise Pflichtenhefte können oft nicht verhindern, dass beim Einbau zugelieferter Maschinenkomponenten die Teile oder Anschlüsse nicht passen

Anbieter zum Thema

Auch sorgsam erstellte Lasten- beziehungsweise Pflichtenhefte können oft nicht verhindern, dass beim Einbau zugelieferter Maschinenkomponenten die Teile oder Anschlüsse nicht passen oder nicht die nötigen Spezifikationen erfüllen.

Damit solche Konstruktions- oder Fertigungsfehler nicht erst in der finalen Testphase auffallen, hat das Institut für fluidtechnische Antriebe und Steuerungen der RWTH Aachen in einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt eine Entwicklungsumgebung entworfen. Sie simuliert das Gesamtsystem und ermöglicht dadurch die Prüfung jedes Bauteils gleich nach dessen Fertigung im Zusammenspiel mit den anderen Komponenten – selbst dann, wenn diese noch gar nicht produziert wurden.

Für die Erprobung und Demonstration der Entwicklungsumgebung wurde der Prototyp einer hydraulischen Presse konstruiert, bei dem Sicherheitslichtvorhänge von Contrinex für den nötigen Schutz sorgen.

Moderne fluidtechnisch-mechatronische Anlagen bestehen aus einem komplexen Zusammenspiel vieler einzelner Komponenten, die oft von unterschiedlichen Zulieferern stammen. Die Entwickler und Konstrukteure solcher Maschinen stehen damit vor der Aufgabe, sämtliche Komponenten und Schnittstellen optimal aufeinander abzustimmen.

Trotz dezidierter Lastenhefte hakt es oft im Entwicklungsprozess

Die Erfahrung zeigt, dass es trotz ausgefeiltem Qualitäts- und Projektmanagement sowie dezidierten Lasten- und Pflichtenheften im Entwicklungsprozess immer mal wieder „hakt“: Sei es, dass Verkabelungen nicht passen, Schnittstellen nicht ansprechen oder kurzfristige Bauteil- oder Anforderungsmodifikationen das Gesamtkonzept durcheinander bringen.

Die Ingenieure des Instituts für fluidtechnische Antriebe und Steuerungen der RWTH Aachen haben am Beispiel der Presse eine Entwicklungsoberfläche entworfen, in der die relevanten Kenndaten jedes Bauteils integriert sind und abgeglichen werden können. Dies betrifft nicht nur die Werte des neuen Produkts, sondern auch Faktoren wie Abnutzung, Ölalterung oder Dichtungsreibung.

Die von den Forschern daraus abgeleiteten mathematischen Modelle ergeben eine „Hardware-in-the-loop“-Simulation, die nicht nur die Funktionen der Komponente im späteren Gesamtsystem schon am Fertigungsort realistisch testet, sondern auch „Condition Monitoring“ ermöglicht. „Dabei wird mittels Sensorik eine kontinuierliche Systemüberwachung implementiert, die autark auf Änderungen und Verschleiß im hydraulischen System reagiert und dementsprechend nachregelt“, erläutert Diplom-Ingenieur Torsten Verkoyen von der RWTH.

Ohne vollwertigen Fingerschutz lässt sich die Presse nicht in Betrieb nehmen

Damit der Pressenprototyp seriennah und realistisch aufgebaut ist, sowie den Anforderungen der Sicherheit genügt, wurde er mit einem Safetinex-Lichtvorhang von Contrinex ausgerüstet. „Wir benötigten auch schon für den Prototypen einen vollwertigen Fingerschutz“, so Verkoyen, „ansonsten könnten wir die Presse gar nicht erst in Betrieb nehmen.“

(ID:335328)