Bremse

Sicher im Wind bremsen

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Die Rotorbremse (Bild 2) ist grundsätzlich eine Bremse, die in der Lage ist, den Rotor, also die Flügel der WKA, zu stoppen und sicher zu halten. Das Bremssystem kann entweder direkt auf der langsam drehenden Rotornabe (auf der Welle der Flügel) oder auf der schnell drehenden Welle an der Generatorseite des Getriebes installiert werden.

Rotorbremsen an der Getriebeabgangseite reichen heute aus

Mit der Verbreitung zuverlässiger Pitch-Systeme zur Flügelblattwinkelverstellung (Pitch-Regelung), ist es überflüssig geworden, die volle Bremsleistung über mechanische Bremsen aufzubringen, da diese Maschinen durch die Verstellung der Flügel in der Lage sind, die Anlage in einen sicheren Betriebszustand zu fahren. Durch das „Pitchen“ von zwei Flügeln reichen die Bremssysteme an der Getriebeabgangsseite als Rotorbremse aus, den Triebstrang still zu setzen. Die Rotorbremsen sind in der Form von Scheibenbremsen ausgeführt und zwischen Getriebe und Generator angeordnet.

Die Größe der Bremsscheiben ist mit der Erhöhung der Leistung der Systeme auf einen Durchmesser von etwa einen Meter angewachsen, auf der typischer weise bis zu zwei Bremszangen mit Schließkräften von etwa 100 KN greifen.

Bei der KTR-STOP werden tragende Elemente aus Stahl statt des üblichen Sphärogusses verwendet. Hierdurch hat KTR die Neigung plötzlichen Bauteilversagens gegenüber der Verwendung von Gusseisen aufgrund des erheblich höheren Elastizitätsmoduls von Stahl verringert. Zudem erlaubt die Verwendung von Stahl bei den mechanisch kritischen Bauelementen, dass KTR-STOP auch unter niedrigen Temperaturbedingungen bis – 40°C, die auch in den Gondeln auftreten können, sicher funktioniert. Die Neukonstruktion der KTR-STOP führt zu einer höheren Kraftdichte. Diese liegt um etwa 50 % höher als bei üblichen Bremskonstruktionen bei gleicher Baugröße.

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