Stoßabsorber für Luftfracht

Sensible Elektronik sicher transportieren

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Stoßdämpfer und Stöße dämpfen

Der stets engagierte Firmenchef hatte zuerst den zusätzlichen Einbau hydraulischer Stoßdämpfer im Sinn, mit denen er das Innere der Transportbehälter vor äußeren Gewalteinwirkungen schützen wollte. Da für ACE nicht die erste gleich die beste Lösung ist und deren Berater das Optimum für ihre Kunden herausholen wollen, riet Kai Boelingen, der Techniker im technischen Außendienst für Hamburg und Umgebung, von dieser Lösung ab. Stattdessen empfahl er Tubus Strukturdämpfer, da deren Material, so Schiemann, sehr viele Möglichkeiten zum Experimentieren bereithalte:

„Er sollte Recht behalten. Bei Tubus kann über das Material die Stärke der Dämpfung gesteuert werden“, zeigt sich Schiemann beeindruckt. Gleiches gilt für den von ihm als „nahezu wissenschaftlich“ bezeichneten Ansatz von ACE bei der Herangehensweise zur Ermittlung der richtigen Dämpfer. Auch aus diesem Grund bezeichnet er die Kooperation mit ACE als vorbildlich. Zu tüfteln gab es in diesem Fall reichlich. Denn von den wegen ihrer rohrähnlichen Form Tubus getauften Elementen haben die Langenfelder über 140 verschiedene Ausführungen auf Lager. Sie stellen immer dann eine kostengünstige Alternative dar, wenn nicht punktgenau verzögert werden muss.

Dabei sind sie ideal, um Massen besonders unter extremen Einsatzbedingungen zu bremsen. In einem einzigen Stück und aus Co-Polyester-Elastomer gefertigt, erzielen die hochresistenten Dämpfer den größten Nutzen durch konstanten Energieabbau in Bereichen, in denen andere Materialien ausfallen bzw. keine ähnlich hohen Standzeiten von bis zu 1 Mio. Lastwechseln erreichen. Sie sind reversibel, preiswert, kompakt, leicht und absorbieren auftretende Energie je nach Ausführung mit verschiedenen Dämpfungskennlinien. Schnell richtete sich Kai Boelingens Blick auf die vier TR-Familien dieser Produktserie, weil diese, wie im vorliegenden Fall vorgesehen, eine radiale Dämpfung für lange, weiche Bremsvorgänge erlauben. Gemeinsam ist ihnen, dass sie zu den wartungsfreien und einbaufertigen Elementen von ACE gehören. Sie unterscheiden sich vor allem in den unterschiedlichen Bereichen der Energieaufnahmen.

Keine Angst vorm Fliegen

Das Rennen machte schließlich die TR-Baureihe, genauer der Tubus TR67-40. Wie die anderen Tubus aus Co-Polyester Elastomer gefertigt, ist er bei einem maximalen Hub von 40 mm in der Lage, 33 Nm/Hub aufzunehmen. Bei einem Durchmesser von 67 mm ist dieser Strukturdämpfer mit einer Spezialschraube schnell und einfach zu montieren. Um den speziellen Anforderungen an die Transportkisten zu entsprechen, werden vier Modelle jeweils unterhalb des zu schützenden Video-/Audio-Gerätes eingesetzt. Die radiale Beanspruchung ist in diesem Fall der Clou:

Die speziell für den Luftfrachtversand von der Blow-Up-Videoproduktion entwickelten Flightcases sollen die wertvolle und empfindliche Ausrüstung auf weltweiten Transporten optimal schützen.
Die speziell für den Luftfrachtversand von der Blow-Up-Videoproduktion entwickelten Flightcases sollen die wertvolle und empfindliche Ausrüstung auf weltweiten Transporten optimal schützen.
(Bild: ACE)

Denn sie ermöglicht sehr lange und weiche Bremsvorgänge, die selbst beim Herunterfallen die Kräfte kaum auf das Equipment durchschlagen lassen. Martin Schiemann präzisiert: „Die Ausrüstung ist in 19-Zoll-Racks verschraubt und durch Schaumstoff an der Box-Innenwand gegen seitliche Stöße geschützt. Einwirkungen auf die Box-Seitenwand sind in der Regel weniger intensiv als die vertikalen Impulse, die sich durch Sturz oder hartes Absetzen ergeben. Um diese Energie zu absorbieren, verwenden wir nun die ACE Strukturdämpfer. Die Racks ruhen dabei innerhalb des Flightcases auf Plattformen, welche je mit den vier Strukturdämpfern unterbaut sind, und können somit vertikal entlang des Schaumstoffes gleiten. Durch Verwendung verschiedener Strukturdämpfer unter den Plattformen kann die Dämpfungswirkung individuell an das Gewicht der unterschiedlichen Racks angepasst werden, da die Beladung der Einheiten durchaus variabel ist.“

Über kritische Winkel gekippt

Um den Schutz noch zu steigern, werden die Tubus durch von Blow Up äußerlich angebrachte Tilt- und Shock-Indikatoren flankiert. Mit ihrer Hilfe kontrollieren Schiemann und sein Team, ob die Kiste über einen kritischen Winkel hinaus gekippt oder ob sie einem Impuls oberhalb einer kritischen Energie ausgesetzt wurde. Neben dem Nachweis bei einem erfolgten Schaden dienen diese Indikatoren auch der Sensibilisierung des Personals im Umgang mit der Fracht. Über eine Versiegelung der Case-Verschlüsse erfolgt die Kontrolle, ob die Kiste geöffnet wurde. Selbst wenn die Tubus hervorragend ihren Dienst erfüllen, schadet diese zusätzliche Art der Prophylaxe nicht. Für Martin Schiemann kann sich das Endergebnis mehr als sehen lassen:

„Wir haben viel getüftelt, sodass jetzt mit Tubus eine Lösung vorhanden ist, die andere Unternehmen dieser Branche nicht anbieten. Wir können wirklich behaupten und belegen, dass wir unser Material sicher an jeden Ort der Welt bringen, es dort anschließen und damit die gewünschten Bilder und Töne aufnehmen.“ Neben dem Einsatz in Fällen wie diesen eignen sich Tubus Strukturdämpfer auch als Endlagendämpfung in Linearachsen, im Werkzeugbau und in Werkzeugmaschinen, in Hydraulik- und Pneumatikgeräten, Handlinggeräten und vielen weiteren Anwendungen. (br)

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