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Stoßabsorber für Luftfracht Sensible Elektronik sicher transportieren

| Redakteur: M.A. Bernhard Richter

ACE hat in Zusammenarbeit mit einer Videoproduktionsfirma eine sichere Lösung für den Lufttransport von sensiblem und wertvollem A/V-Equipments entwickelt. So bleibt die teure Kamera in einem Stück.

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Die Beschriftung „Do Not Tip“, „Handle With Care“ oder „Fragile“ auf der Transportkiste scheint für manche Logistikunternehmen eher Herausforderung als Warnung zu sein.
Die Beschriftung „Do Not Tip“, „Handle With Care“ oder „Fragile“ auf der Transportkiste scheint für manche Logistikunternehmen eher Herausforderung als Warnung zu sein.
(Bild: Fragile / Flickr/Rob Sinclair / BY-SA 2.0)

Unter einem „blow up“ versteht man im Englischen verschiedene Vorgänge. Unter anderem kann es Vergrößerung aber auch Aufplatzen bedeuten. Da es im Bereich der Videoproduktion häufig darum geht, Sachen in den Fokus zu rücken und somit größer erscheinen zu lassen, ist der erste Wortsinn bei diesem Einsatzfall durchaus erwünscht. Beim zweiten könnte es um beschädigte Videoproduktionsausrüstung gehen, was es im Kontext dieser Berichterstattung unbedingt zu vermeiden gilt.

Denn die Blow-Up-Videoproduktion zählt seit über 25 Jahren zu den führenden Dienstleistungsfirmen, die ihre Kundschaft in erster Linie mit hochwertiger Bildtechnik bei Projekten an jedem Ort auf der Welt unterstützt. Dass das Hamburger Unternehmen in zweiter Linie dadurch hervorsticht, das moderne Equipment durch ausgefeilte, selbst entwickelte Lösungen besser als viele vergleichbare Anbieter zu schützen, macht seinen Firmennamen in beiden oben genannten Konnotationen passend.

Die Wahl des Transports im Europaletten-Format erzwingt ein Handling per Gabelstapler und minimiert die Wahrscheinlichkeit, dass die Einheit auf die Seite gekippt wird. Eine Garantie ist es allerdings nicht, wie die Erfahrung zeigt.
Die Wahl des Transports im Europaletten-Format erzwingt ein Handling per Gabelstapler und minimiert die Wahrscheinlichkeit, dass die Einheit auf die Seite gekippt wird. Eine Garantie ist es allerdings nicht, wie die Erfahrung zeigt.
(Bild: ACE)

Hochwertige Technik „umschlagen“

Das von Martin Schiemann geführte Unternehmen ist weltweit an Projekten für Kunden aus der Industrie und TV-Branche beteiligt. Die Auftraggeber stammen dabei neben namhaften Fernsehsendern auch aus der Musik- und Automobilindustrie. Für Fahrzeughersteller ist Blow Up laut Martin Schiemann so etwas wie der Übertragungswagen ohne Wagen, um z. B. auf den großen internationalen Messen wie in Detroit, Tokyo oder Shanghai die Audio/Video-Technik für Presseauftritte zu stellen. Außerdem gehören Live- und Aufzeichnungsformate unterschiedlichster Fernsehanstalten zum Portfolio. Die Blow-Up-Videoproduktion liefert dabei Planung, Disponierung und Umsetzung aus einer Hand. Es ist aber genauso möglich, einzelne Komponenten aus dem Equipment-Park zu mieten. Dessen unsachgemäßer Transport war in der Vergangenheit häufig das größte Risiko einer erfolgreichen Produktion.

„Wenn etwas passiert, ist das Fatale dabei nicht nur der Sachschaden. Das Equipment muss in time vor Ort sein und funktionieren. Aber man kann ja nicht alles doppelt um die Welt senden, nur weil man weiß, dass vor der nächsten Messe beim Auspacken wieder eine Überraschung auf einen wartet“, so Martin Schiemann. Und negative Überraschungen gab es in der Vergangenheit reichlich. Vom Aufspießen der für den Transport genutzten Cases mit dem Gabelstapler bis hin zu Stürzen aus unmöglich geglaubten Höhen haben die Hamburger schon alles mitmachen müssen, wobei sie mit leichtem Galgenhumor konstatieren: „Luftfracht ist ein echtes Trauma, insbesondere, wenn man bedenkt, dass der Zubringer-Verkehr zum Flugzeug per LKW erfolgt. Eine in Hamburg aufgegebene Fracht sieht u. U. in Amsterdam zum ersten Mal ein Flugzeug. Und auch dann heißt das noch lange nicht, dass es auf dem direkten Weg zum Ziel geht. Die Frachtrouten orientieren sich an freien Lade-Kapazitäten und nicht am kürzesten Weg, was zahlreiches Umschlagen auf den weltweiten Drehkreuzen der Airlines nach sich zieht – und das 'Umschlagen' ist dabei eben vielfach im wahrsten Wortsinn zu verstehen.“

Die Lösungsansätze von Martin Schiemann und seinem Team kreisten nach etlichen Unfällen und den daraus resultierenden unangenehmen, teuren Ersatzbeschaffungen und Rechtsstreitigkeiten vornehmlich um die Transportkisten. Zunächst wurden diese so groß dimensioniert, dass sie nur mit einem Gabelstapler bewegt werden können.

Somit ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Kisten gekippt werden, eher gering. Eine bloße Beschriftung „Do Not Tip“ ist erfahrungsgemäß eher wirkungslos. Davon ausgehend, dass die Kisten nur aufrecht transportiert werden, hat Blow Up sich unterschiedlicher Methoden für die horizontale und vertikale Dämpfung angenommen. In der Horizontalen übernahm der Lieferant der Flightcases, das Unternehmen Amptown aus Hamburg, den Schutz des Equipments mit Schaumstoff. Für die Vertikale ist das jedoch nicht ausreichend. Als Antriebsfeder für weitere Optimierungen diente der eigene Anspruch: Die Produktionsfirma stehe für Zuverlässigkeit bei der Nutzung ihrer Ausrüstung an jedem Ort der Welt. Um eine wirklich robuste Lösung zu finden, ging man mit klaren Vorstellungen auf die ACE Stoßdämpfer GmbH zu.

Tubus TR aus Co-Polyester Elastomer schützen die Racks zuverlässig. Die TR-Serie wurde speziell für einen maximalen Hub bei minimaler Bauhöhe entwickelt
Tubus TR aus Co-Polyester Elastomer schützen die Racks zuverlässig. Die TR-Serie wurde speziell für einen maximalen Hub bei minimaler Bauhöhe entwickelt
(Bild: ACE)

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