Suchen

Gleitlager Selbstschmierende Gleitlager für hydrotechnische Energieanlagen

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Mit Hochleistungs-Gleitlagern aus Speziallegierungen, innovativen Verbundlösungen und kundenorientierten Sonderentwicklungen stellt sich Oiles jeder hydrotechnischen Herausforderung. Denn der Bau und der Betrieb von Wasserkraftwerken, Schleusen und Staudämmen stellt stets außergewöhnliche Anforderungen an alle beteiligten Unternehmen.

Firmen zum Thema

Erkennbar an den blauen PTFE-Festschmierstoff-Reservoirs sind die in der Hydrotechnik weit verbreiteten Gleitlager der Serie Oiles #500SP1-SL464.
Erkennbar an den blauen PTFE-Festschmierstoff-Reservoirs sind die in der Hydrotechnik weit verbreiteten Gleitlager der Serie Oiles #500SP1-SL464.
(Bild: Bild: Oiles)

Ob im chinesischen Drei-Schluchten-Damm, in der schwimmenden Yumemai-Brücke bei Osaka oder in den Pumpspeicher-Kraftwerken in Waldeck am Edersee und in Österreich – rund um den Globus sollen selbstschmierende Gleitlager von Oiles in hydrotechnischen Energieanlagen und Bauwerken für Bewegung sorgen. Dabei sollen sie beispielsweise gewaltige Schleusentore mobil machen, die Leistungsfähigkeit riesiger Turbinen gewährleisten und die Funktionalität mächtiger Ventile oder hochautomatisierter Reinigungsmaschinen sichern. Oiles verspricht, dass seine Gleitlager ihren Dienst störungsfrei über viele Jahre verrichten, ohne Wartung und ohne externe Schmierstoffzufuhr. Da sie oft unter Wasser bzw. an kaum zugänglichen Stellen verbaut sind, muss der Aufwand für ihre Instandhaltung immer nahe Null sein. Da die selbstschmierenden Gleitlager von Oiles auf zusätzliche Schmiermittel verzichten können, zeichnen sie sich auch durch hohe Umweltfreundlichkeit aus.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 5 Bildern

Mobilität im und unter Wasser

Weit verbreitet im hydrotechnischen Anlagenbau sind beispielsweise die Gleitlager der Produktlinie Oiles #500, die aus einer Bronze-Legierung mit integrierten Festschmierstoff-Reservoirs bestehen. Typische Anwendungsgebiete dafür sind Francis- und Kaplanturbinen, wie sie in vielen Wasserkraftwerken zum Einsatz kommen. Das Unternehmen Voith etwa – einer der weltweit führenden Hersteller von Wasserkraftanlagen – vertraut bei der Realisierung seiner Kaplanturbinen auf Oiles-#500-Gleitlager. Diese Turbinen, deren Laufräder einen Gesamtdurchmesser von über neun Meter erreichen, arbeiten in einem großen Betriebsbereich unter anderem deswegen so hocheffizient, weil sie mit verstellbaren Laufschaufeln ausgerüstet sind. Die recht aufwendige Lagerung dieser Laufschaufeln erfolgt in mehreren großen, hochpräzise gefertigten Oiles-#500-Gleitbuchsen. Hierzulande kommen die mächtigen Kaplan Runner von Voith zum Beispiel im Rheinkraftwerk Rheinfelden zum Einsatz.

Für den Langzeit-Unterwassereinsatz geeignet

Ebenfalls für den Langzeit-Unterwassereinsatz geeignet sind die beiden Gleitlager-Typen Oiles #500SP1-SL464 und -SL464LT. Sie sollen sich für statische Belastungen von bis zu 150 N/mm2 beziehungsweise dynamische Belastungen von bis zu 49 N/mm2 eignen und aufgrund ihrer blauen und grünen PTFE-Schmierstoff-Reservoirs bei Temperaturen von –40 °C bis 60 °C bzw. 80 °C exzellente Gleiteigenschaften zeigen. Typ SL 464LT macht laut Oiles im Ultra-Low-Speed-Einsatz mit Bewegungsgeschwindigkeiten von maximal 0,06 m/s sogar kleinste Oszillationswinkel von 1° bis 2° optimal mit.

Das Bronze-Gleitlager Oiles #500SP1-SL464 verbaut beispielsweise der österreichische Spezialist für Containerkrane und Stahlwasserbau Hans Künz GmbH in seinen hydraulischen Rechenreinigungsmaschinen, die Schleusen und Dämme auf der ganzen Welt von Geschwemmsel und Unrat befreien. Diese oft vollautomatisch laufenden Maschinen sind unverzichtbar für den wirtschaftlichen und effizienten Kraftwerks- bzw. Anlagenbetrieb; sie werden auch zum regelmäßigen Ausbaggern von Sedimentablagerungen eingesetzt.

(ID:44110032)