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Lineartechnik Sechsmal Lineartechnik im Überblick

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Vom einsatzfertigen Positioniercontroller-Set für mehrachsige Montage-, Handhabungs- oder Positioniersysteme bis hin zu elektrischen Schwerlast-Aktuatoren mit integriertem Industrie-Netzwerkprotokoll CAN-Open: Wir haben sechs Neuheiten aus der Lineartechnik für Sie zusammengestellt.

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Die neuen Posipac-Einheiten von Jung Antriebstechnik u. Automation (JA2) lassen sich mit den Aktuatoren der Serien Quick Dynamic (links), High Dynamic und For Torque (Bildmitte) beliebig kombinieren.
Die neuen Posipac-Einheiten von Jung Antriebstechnik u. Automation (JA2) lassen sich mit den Aktuatoren der Serien Quick Dynamic (links), High Dynamic und For Torque (Bildmitte) beliebig kombinieren.
(Bild: JA2 GmbH)

Komplett bestückt und verdrahtet in den Schaltschrank

Je komplexer ein mehrachsiges Montage-, Handhabungs- oder Positioniersystem angelegt ist, desto zeit- und kostenintensiver gestaltet sich meist die Installation der Steuerungstechnik. Mit den einsatzfertigen Positioniercontroller-Sets der neuen Produktgruppe Posipac von Jung Antriebstechnik u. Automation (JA2) will das Unternehmen den Verdrahtungsaufwand reduzieren und so neue Freiräume bei der Gestaltung der Innenarchitekturen der Schaltschränke schaffen. Anwender können ein einbaufertiges und bedarfsgerecht konfiguriertes Komplettpaket aus Linmot- Controllern und Netzteilen ordern.

Jung Antriebstechnik u. Automation verwendet für die Posipac-Einheiten kompakte Netzteile und gruppiert die Komponenten fertig verdrahtet auf einer schaltschrankkompatiblen Alumontageplatte mit einem universellen Bohrbild – inklusive Zwischenkreiskondensator für Last- und Rückspeisespitzen. Die Linmot-Controller und die Netzteile sind UL-zertifiziert. Letztere verfügen zudem über einen Temperatur-, Überlast-, Kurzschluss- und Überspannungsschutz. Alle Posipac-Einheiten haben daher die gleichen Abmessungen von 135 mm x 280 mm x 120 mm (B x H x T).

Kompakte Linearführung mit Zahnriemen oder Spindel

Die Ero-Speed-Reihe wird um eine zusätzliche, kleinere Baugröße ergänzt: die neue Ero-Speed 1000.
Die Ero-Speed-Reihe wird um eine zusätzliche, kleinere Baugröße ergänzt: die neue Ero-Speed 1000.
(Bild: Ero-Führungen)

Ero-Führungen hat die Ero-Speed-Reihe um eine zusätzliche Linearführung in kleinerer Baugröße ergänzt. Die neue Ero-Speed 1000 ist auf einer Profilsystembasis aufgebaut. Zwei Antriebsarten stehen zur Auswahl: Zahnriemen und Spindel. Die Linearführung ist kompakt ausgeführt und in individuellen Hublängen verfügbar. Der Laufwagen ist durch Profilschienenführungen gelagert und eine Blechabdeckung schützt die beiden Ausführungen vor Schmutz.

Einsatz findet sie überall dort, wo leichte, präzise Positionieraufgaben zu erledigen sind. Sie kann sowohl vertikal wie horizontal eingesetzt werden. Auch eine Mehrachsmontage ist möglich. Die Linearführung misst 57 mm in der Höhe und 63 mm in der Breite. Bei der Zahnriemenausführung befindet sich der Zahnriemen teilweise im Hohlprofil innen liegend, was den kleinen Bauraum ermöglicht. Die Zahnriemenumlenkungen befinden sich außen. Der Antrieb erfolgt über einen Servomotor, welcher beidseitig angebracht werden kann. Der Aufbau der Spindelausführung ist abgesehen von der Spindel identisch.

Drehen von Stahlwellen bis zu 6 m

Die neue Wellenzuführung erlaubt es, Wellen von 5 mm bis 80 mm Durchmesser in einer Länge bis zu 6 m zu bearbeitet.
Die neue Wellenzuführung erlaubt es, Wellen von 5 mm bis 80 mm Durchmesser in einer Länge bis zu 6 m zu bearbeitet.
(Bild: Minitec)

Die Bearbeitung gehärteter Stahlwellen ist ein Spezialgebiet von Minitec am Standort Waldmohr/Rheinland Pfalz. Um noch flexibler auf Kundenwünsche eingehen zu können, hat man eine spezielle Zuführung konstruiert, die es erlaubt, auch sehr lange Wellen zu drehen. Mit der neuen Anlage können Wellen von 5 mm bis 80 mm Durchmesser in einer Länge bis zu 6 m bearbeitet werden. Die Werkstücke lassen sich in schnell zentrisch spannen, egal wie dick sie sind. Ein Ausrichten ist nicht nötig. Die Konstruktion ist so präzise ausgeführt, dass eine Spindeldrehzahl von 2000 min-1 auch bei Wellen von 6 m kein Problem darstellt. Die Zuführung ist steuerungstechnisch mit der Drehmaschine gekoppelt.

Kompakte Linearkomponenten

Die kompakten Gehäuseeinheiten von Norelem bestehen aus einem Aluminiumgehäuse und einem vormontierten Linearkugellager; ergänzend sind Wellenböcke erhältlich.
Die kompakten Gehäuseeinheiten von Norelem bestehen aus einem Aluminiumgehäuse und einem vormontierten Linearkugellager; ergänzend sind Wellenböcke erhältlich.
(Bild: Norelem)

Neu bei Norelem ist eine Baureihe sehr kompakter Linearkomponenten, die sich für Anwendungen mit wenig Bauraum eignet. Die linearen Gehäuseeinheiten, Kugellager und Wellenböcke kommen zum Beispiel in Montage- und Zuführungsmaschinen, optischen Scannern oder Robotern zum Einsatz. Die Lineargehäuseeinheiten bestehen aus einem Aluminiumgehäuse und einem vormontierten Linearkugellager mit beidseitiger Dichtung. Zudem ist eine Tandem-Ausführung verfügbar, die mit zwei vormontierten Linearkugellagern ausgerüstet ist. Die Linearkugellager sind mit oder ohne Winkelfehlerausgleich erhältlich. Auch die Wellenböcke kommen in kompaktem Design daher.

Aktuatoren mit CAN-Open-Netzwerkprotokoll verfügbar

Thomson Industries bietet seine Produktreihe der elektrischen Schwerlast-Elektroaktuatoren Electrak HD nun auch mit dem Industrie-Netzwerkprotokoll CAN-Open an. Die linearen Achssteuerungen weisen Verstellkräfte von bis zu 16 kN auf. Im vollen Umfang genutzt werden die Vorteile von CAN-Open von der eingebetteten „Bordelektronik“ des Thomson-Electrak-HD-Aktuators. Separate Steuerungseinheiten sind somit überflüssig.

Thomson-Electrak-HD-Linearaktuatoren mit CAN-open sind seit August 2020 verfügbar.
Thomson-Electrak-HD-Linearaktuatoren mit CAN-open sind seit August 2020 verfügbar.
(Bild: Thomson)

Der Hersteller will mit dem smarten elektrischen Aktuator eine gleichermaßen intelligente, leistungsstarke wie kompakte Alternative zu hydraulischen Systemen bieten. Zusätzlich zu den Tragzahlen von bis zu 16 kN erreicht der Electrak HD einen Hubweg von bis zu 1 m, Verstellgeschwindigkeiten bis 75 mm/s und ist mit Schutzart IP69K gegen widrige Umgebungseinflüsse geschützt. Thomson-Electrak-HD-Linearaktuatoren mit CAN-Open sind seit August 2020 verfügbar. Sie erfüllen die Spezifikation 301, die von der Normenorganisation „CAN in Automation“ (CiA) veröffentlicht wurde. Bei Thomson wird derzeit auch darüber nachgedacht, das Netzwerkprotokoll in weitere Modelle elektromechanischer Linearaktuatoren zu implementieren.

Motorspindel für hohe Drehzahlen und große Bearbeitungskräfte

Die Motorspindel ist mit einem sehr genauen Hybrid-Spindelkugellagersystem und einem präzisen Direktschaftspannsystem ausgestattet.
Die Motorspindel ist mit einem sehr genauen Hybrid-Spindelkugellagersystem und einem präzisen Direktschaftspannsystem ausgestattet.
(Bild: Sycotec)

Sycotec bietet die neue HF-Motorspindel Type 5060 AC-C5-60-30-ESD für Bereiche an, wo hohe Drehzahlen auf große Bearbeitungskräfte treffen. Laut Unternehmen ist der Asynchronmotor leistungsstark, effizient und für den Betrieb an allen Standard-Umrichtern geeignet. Ausgestattet ist die Motorspindel mit einem sehr genauen Hybrid-Spindelkugellagersystem und einem präzisen Direktschaftspannsystem. Sie ermöglicht einen Werkzeugwechsel bei 3,5 bar. Durch das integrierte Überdruckventil erfolgt die Kegelreinigung dabei automatisch. Ein elektrischer Kontakt zwischen Welle und Gehäuse sorgt über Kohlebürsten für elektrostatische Ableitung oder „contact by touch“.

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