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3D-Druck Sechs Neuheiten für die additive Fertigung

Redakteur: Lilli Bähr

Von Flüssigmaterialien über einen neuen Polyjet-3D-Drucker bis hin zum neuen Werkstoff für den Metall-3D-Druck – Wir zeigen Ihnen sechs Neuheiten für die additive Fertigung.

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Funktionale Delo-Materialien bieten neue Möglichkeiten im Bereich Liquid Additive Manufacturing.
Funktionale Delo-Materialien bieten neue Möglichkeiten im Bereich Liquid Additive Manufacturing.
(Bild: Delo)

1. Für den industriellen 3D-Druck

Mit der Weiterentwicklung seiner Flüssigmaterialien bietet Delo neue Möglichkeiten im Bereich Liquid Additive Manufacturing. Die Hochleistungsmaterialien erfüllen verschiedene Funktionen wie z.B. Transparenz oder Flexibilität und lassen sich in einem Druckvorgang miteinander kombinieren. Zudem sollen sie eine zuverlässige Haftung zueinander sowie isotrope Festigkeiten in alle Druckrichtungen zeigen. Sie eignen sich v.a. für Automotive- und Mikroelektronik-Anwendungen. Dabei handelt es sich um lichthärtende Epoxidharze. Je nach gewünschter Funktionalität wie Flexibilität, Transparenz oder Leitfähigkeit können maßgeschneiderte Materialien zur Verfügung gestellt werden.

Alle Neuheiten aus der additiven Fertigung im Überblick:

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2. Schwer entflammbares Material

CRP Technology bringt ein neues Verbundmaterial für die 3D-Drucktechnologie auf den Markt, das schwer entflammbar und glasfaserverstärkt ist.

Windform FR2 ist das zweite Material aus der Familie der Flame-Retardant-Windform-Top-Line für die von CRP Technology entwickelte additive Fertigung.

Das Verbundmaterial ist ein weißes, mit Glasfaser verstärktes, flammhemmendes Material auf Polyamidbasis. Das elektrisch isolierende Material verbindet eine hohe Verschleißfestigkeit mit einer guten Temperaturbeständigkeit. Windform FR2 verfügt laut Hersteller über die Entflammbarkeitsklasse HB bei Probenstärken von 1 mm und 3 mm (nach UL 94).

Seminartipp

Das Seminar 3D-Druck in der direkten digitalen Fertigung vermittelt die Technik, Eignung und Voraussetzung des 3D-Drucks und gibt den Teilnehmern einen Überblick über die Entwicklungen, Möglichkeiten und Grenzen.

3. Vollfarb-Multimaterial-3D-Druck

Stratasys hat den neuen 3D-Drucker J826 vorgestellt. Zu etwa der Hälfte des Preises anderer Polyjet-3D-Drucker der J8-Serie kombiniert die J826 Bauteilrealismus, Produktivität und Pantone-Validated Vollfarb-Multimaterial-3D-Druck, heißt es.

Der neue 3D-Drucker unterstützt den gesamten Entwurfsprozess durch eintägige Druckabläufe und einfache Nachbearbeitung. Außerdem bietet er laut Unternehmen die gleiche Auflösung und Detailgenauigkeit wie andere 3D-Drucker der Stratasys-J8-Serie – mit Modellen, die Form, Material, Farbe und Finish des Endprodukts simulieren. Die J826 verwendet die gleichen Hochleistungs-Polyjet-Materialien wie die J850.

4. Für Teile mit ausgeprägten Details

Protolabs hat mit der Einführung des neuen Materials Microfine Grey seine Palette an Materialien für 3D-gedruckte Teile in Mikroauflösung erweitert. Durch die Verwendung dieses Materials in der 3D-Drucktechnologie Stereolithographie kann das Unternehmen für seine Kunden schnell Teile mit Mikroauflösung und feinen Details bis zu 0,07 mm fertigen. Die Materialien werden für Prototypen im Bereich der Medizintechnik sowie in Forschungslaboren und in der Unterhaltungselektronik verwendet, können jedoch auch für die Entwicklung kleiner Teile oder Komponenten verwendet werden, die feinere Details erfordern, als dies mit anderen 3D-Druckverfahren oder -Materialien möglich ist.

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5. Bauteile mit hohem Karbidanteil

Das schwedische Unternehmen VBN Components entwickelt neue Werkstoffe mit hoher Verschleiß- und Hitzebeständigkeit für die Metall-3D-Druckbranche. Heute gibt es fünf Werkstoffe im Vibenite-Portfolio. Sie basieren alle auf Metallpulver, das durch Gaszerstäubung hergestellt wird. Vibenite-Werkstoffe werden mit einer Härte zwischen 58–72 HRC angeboten. Sehr feine und gut dispergierte Karbide sollen diese zäher und verschleißfester machen als herkömmliche Legierungen. Komponenten und Werkzeuge werden nach Kundenzeichnungen gedruckt und können bis zu 65 Vol-% der Karbiden enthalten, je nachdem, für welches Material sich der Kunde entscheidet.

6. Materialprüfung abgeschlossen

3D Systems gibt bekannt, dass umfassende Prüfungen für die neuesten Figure-4-Materialien entsprechend den ASTM- und ISO-Normen abgeschlossen wurden. Die Materialien bilden das Kernstück der digitalen Fertigungslösungen von 3D Systems. Ende 2019 führte das Unternehmen eine Reihe von Materialien in Produktionsqualität für seine Figure-4-Plattform ein. Diese wurden nun unter anderem auf Langzeit-Umweltstabilität, elektrische Werte, UL94-Entflammbarkeit, Biokompatibilität, mechanische Eigenschaften nach ISO, isotrope mechanische Eigenschaftstoleranzen und Kompatibilität mit Fahrzeugflüssigkeiten und chemischen Reagenzien geprüft.

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