Oberflächenbeschichten Saubere Beschichtungstechnologie als Ersatz für Hartverchromen

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Oerlikon Balzers hat die nächste Generation der Pulsed- Plasma Diffusion (PPD)-Technologie für die Oberflächenbeschichtung großer Formwerkzeuge in der Automobilindustrie auf den Markt gebracht.

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Blick in die Vakuumkammer, das Herzstück der PPDTM-Technologie: Kontinuierlich werden die großen Automobilpresswerkzeuge mit pulsierendem Plasma beschichtet.
Blick in die Vakuumkammer, das Herzstück der PPDTM-Technologie: Kontinuierlich werden die großen Automobilpresswerkzeuge mit pulsierendem Plasma beschichtet.
(Bild: Oerlikon Balzers)

Zum Schutz gegen Verschleiß und zur Steigerung der Leistungsfähigkeit in der Industrieproduktion sind die meisten Formwerkzeuge, vor allem in der Automobilindustrie, beschichtet. Trotz seiner umwelt- und gesundheitsschädlichen Substanzen im Produktionsprozess ist das Hartverchromen die meistverbreitete Methode. Die von einer Kombination von Wasserstoff, Stickstoff und Elektrizität angetriebene PPD-Technologie von Oerlikon Balzers kommt ohne gefährliche Chemikalien aus und bietet somit eine umweltfreundliche Alternative zum Hartverchromen. Die erste Generation der PPD-Technologie wurde 2004 an den Markt gebracht und wird von führenden Autoherstellern eingesetzt.

Die nächste Generation der PPDTM Technologie mit einer Beladungskapazität von 10 x 3 Metern und 40 Tonnen basiert auf einem vollautomatisierten Prozess, der für eine sichere und kontrollierte Atmosphäre sorgt. Durch den höheren Automatisierungsgrad, Prozess- und Designanpassungen konnte die Effizienz um 40 Prozent gesteigert und der Energieverbrauch um 30 Prozent gesenkt werden. Beim Einsatz der PPD-Technologie von Oerlikon Balzers ist über die gesamte Lebensdauer des Werkzeugs nur eine Beschichtungsanwendung erforderlich. Dadurch ergibt sich ein Kostenvorteil von bis zu 65 Prozent gegenüber dem Hartverchromen. Im Vergleich zu verchromten Werkzeugen zeichnen sich die mit der PPD-Technologie behandelten Werkzeuge durch eine deutlich höhere Oberflächenqualität aus. Dadurch wird der Nacharbeitungsbedarf der geformten Karosserieteile drastisch reduziert.

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Die Beschichtungsanlagen sind die größten ihrer Art weltweit und können selbst die größten Formwerkzeuge in der Automobilindustrie bearbeiten. Die PPD-Technologie ist derzeit an drei Standorten in Europa, Korea und Amerika verfügbar. Für 2013 sind weitere Installationen in China und Japan geplant. (qui)

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