Suchen

Energiekette Rollen statt gleiten lautet das Prinzip einer verschleißarmen Energieführung

Besondere Anforderungen erfordern innovative Lösungen: Im Bereich der Energieführung für Großkrananlagen setzen sich rollengelagerte Systeme durch. Die Tsubaki Kabelschlepp GmbH hat mit ihrer Roller Supported Chain (RSC) ein System entwickelt, das auf Hochleistungsanwendungen abgestimmt ist.

Firmen zum Thema

Roller Supported Chains (RSC) von Tsubaki Kabelschlepp sollen eine optimale Lösung für hohe Zusatzlasten und lange Verfahrwege darstellen; speziell im Bereich von über 200 Metern.
Roller Supported Chains (RSC) von Tsubaki Kabelschlepp sollen eine optimale Lösung für hohe Zusatzlasten und lange Verfahrwege darstellen; speziell im Bereich von über 200 Metern.
(Bild: Tsubaki Kabelschlepp)

Ob moderne Krananlage für die Industrie oder Seehafen-Containerbrücke – im Bereich der mobilen Automation für Anwendungen mit langen Verfahrwegen oder starker Reibung bietet sich das Prinzip „Rollen statt gleiten“ an. Denn für Einsatzbereiche wie den Großkranbau, in denen gleitende Systeme an ihre technischen Grenzen stoßen, sollen die rollengelagerte Energieführung zahlreiche Vorteile aufweisen.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 6 Bildern

Die Tsubaki Kabelschlepp GmbH aus Wenden-Gerlingen hat mit ihren Roller Supported Chains (RSC) jetzt die nächste Evolutionsstufe dieser Energieführungsform hervorgebracht. Das Unternehmen, Anbieter von Energieführungssystemen aus unterschiedlichen Materialien und in jeder Größenordnung, hat sich mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung als Spezialist für komplexe Projekte mit besonderen Anforderungen etabliert. „Spezielle Kundenwünsche, viele hundert umgesetzte Lösungen für unterschiedlichste Branchen mit individuellen Bedürfnissen und unsere genaue Analyse der bereits auf dem Markt existierenden Produkte haben zur Entwicklung dieser neuen Generation der rollengelagerten Energieführung mit zahlreichen Optimierungen geführt“, erläutert Peter Sebastian Pütz, Key Account Manager Business Development Tsubaki Kabelschlepp.

Lange Verfahrwege und höchste Belastung

Insbesondere die starke Nachfrage aus dem Bereich der Krananlagen mit langen Verfahrwegen forderte die Ingenieure des Unternehmens. Denn hier waren immer höhere Taktungen und Fahrgeschwindigkeiten zu berücksichtigen. Sowohl im Hafen als auch im Stahlwerk ist eine uneingeschränkte Verfügbarkeit der Krananlage auch bei maximaler Beanspruchung ein Muss, denn unerwartete Ausfallzeiten sind mit hohen Kosten verbunden. Eine wichtige Voraussetzung für einen sicheren, störungsfreien Kranbetrieb ist ein Energieführungssystem, das mit diesen steigenden Anforderungen mithalten kann. „Für diese Einsatzgebiete erwiesen sich die herkömmlichen Lösungen nicht immer als ausreichend. Hier sind Systemkomponenten erforderlich, die den Belastungen im gleichem Maß standhalten wie das Gesamtsystem selbst. Gerade in diesen Fällen hat sich die rollengelagerte Energieführung als sichere, zuverlässige und kostensparende Lösung erwiesen“, unterstreicht der Experte.

Weniger Reibung, geringerer Verschleiß

Bei der von Tsubaki Kabelschlepp entwickelten RSC-Lösung gleitet das Obertrum nicht auf dem Untertrum, sondern läuft auf kugelgelagerten, wartungsfreien Rollen. Diese werden seitlich der Energieführung montiert. Die Laufrollen sind mithilfe von Haltern aus Kunststoff in einem definierten Abstand an das Kettenband montiert und laufen auf der Führungsschiene. Kugellager und eine Rollenoberfläche aus Polyurethan ermöglichen einen leisen, vibrationsarmen Ablauf.

Das vollständig rollende System hat sich durch zahlreiche Vorteile im praktischen Einsatz bewährt: So entsteht an den Gleitflächen kein Verschleiß. Bei Verfahrwegen von mehr als 50 Metern wird außerdem erheblich weniger Antriebsleistung benötigt. Die Zug- und Schubkräfte sind dabei gegenüber gleitenden Anordnungen um bis zu 90 % verringert. Das minimiert die Belastungen für Energiekettenbauteile und Leitungen. Ein weiterer Vorteil: Aufgrund der besonderen Konstruktion kann das Führungsprofil des Systems unabhängig von vorgegebenen Stützabständen montiert werden. Gegenüber der sonst üblichen fixen Stützabstände von 2 m werden mit dem RSC-System Anbindungspunkte und somit der Stahlbau für die Aufnahmekonsolen eingespart.

(ID:43764390)