Nybble

Programmieren Lernen mit einer Robo-Katze im Eigenbau

| Redakteur: Sebastian Gerstl

Süßes Robo-Kätzchen: Mit dem Roboterbausatz Nybble sollen angehende Entwickler spielerisch den Umgang mit Robotik und Coding erlernen.
Süßes Robo-Kätzchen: Mit dem Roboterbausatz Nybble sollen angehende Entwickler spielerisch den Umgang mit Robotik und Coding erlernen. (Bild: Rongzhong Li)

Perfekt für angehende Programmierer, die unter einer Katzenhaarallergie leiden: Das Open-Source-Crowdfunding-Projekt Nybble setzt sich zum Ziel, Einsteigern Softwaresteuerung und Robotik mit Hilfe eines Arduino-basierten Robo-Katzen-Bausatzes näher zu bringen.

Katzenvideos und -Memes scheinen schon seit Jahren das Internet zu dominieren. Da liegt es nur Nahe, dass früher oder später ein Ingenieur auf die Idee kommt, um seine Pläne für eine Open-Source-basierte Roboterkatze mit der Netzwelt zu teilen. Man muss aber kein Katzenliebhaber sein, um am Nybble-Projekt gefallen zu finden: Das Crowdfunding-Projekt möchte angehende Entwickler dazu anregen, eine Roboter-Katze selbst zu bauen, und ihr mit Hilfe von Arduino-Board und Software-Coding Leben einzuhauchen.

Die Open-Source-Roboterkatze

Nybble ist ein Crowdfunding-Projekt auf Indiegogo, das als Teil des Arrow Certified Technology - Partnerprogramms entsteht und auf einer Open-Source-Plattform namens „Open Cat“ aufbaut. Es umfasst einen Bausatz aus lasergeschnittenen Teilen und baut auf einem Arduino-Board auf, um die Bewegungen der fertig zusammengebauten Roboter-Katze zu steuern. Die so umgesetzte, komplexe Bewegungssteuerung soll es dem Eigenbau-Kätzchen ermöglichen, naturgetreue Verhaltensweisen wie Balancieren, Gehen und Schmusen zu erlernen.

„Nybble's Bewegung wird von einem Arduino kompatiblen Mikrocontroller gesteuert. Es speichert instinktives 'Muskelgedächtnis', um sich zu bewegen", schreibt Nybble-Schöpfer Rongzhong Li auf der Webseite des Indiegogo-Projekts. Für optionale zusätzliche Intelligenz kann die Roboterkatze noch um ein Raspberry-Pi-Board erweitert werden, um Nybble bei der Wahrnehmung und Wegfindung zu helfen. „Sie können in Ihrer bevorzugten Sprache programmieren und den Nybble-Lauf ganz einfach durch kurze Befehle wie z.B. 'Gehen' oder 'Links abbiegen' steuern,", schreibt Li weiter.

Herzstück des Nybble-Bausatzes ist das NyBoard V0, ein Arduino-kompatibles Board, dass auf einem ATmega328P-Mikrocontroller basiert. Das Board ist auch separat erhältlich; wer sich seinen Bausatz selbst anfertigen möchte, findet alle notwendigen Ressourcen hierzu im zugehörigen GitHub-Repository von OpenCat. Der Cope von Nybble steht unter einer Open-Source-MIT-Lizenz bereit. Die notwendigen Hardware-Komponenten können auf einer Hackster.io-Seite eingesehen werden.

Sein angestrebtes Finazierungsziel hat das Nybble-Projekt bereits erreicht; derzeit gingen 150.000 US-$ über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo ein. Interessierte können sich noch auf der Projektseite am Crowdfunding beteiligen.

Das reine, arduinokompatible Nybble-Board ohne Bauteile kann für diejenigen, die Zugang zu einem Lasercutter haben und sich lieber ein eigenes Robo-Tier bauen wollen, bereits ab 45 US-$ erstanden werden. Das vollständige Nybble-Kit samt Katzenbausatz und Board schlägt mit 245 US-$ zu Buche. Der angestrebte Lieferzeitpunkt soll im April 2019 liegen.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf unserem Partnerportal Elektronikpraxis.de.

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