Lineartechnik Per Mausklick zum individuellen Linearsystem

Redakteur: Ute Drescher

Der Markt bietet Software- und Konfigurationstools sowie Linearkomponenten in großer Auswahl an – was spricht für einen Komplettanbieter?

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Innovatives Teleskopmodul MTKUSE in Verbindung mit einem Tandemmodul MDKUVEKGT
Innovatives Teleskopmodul MTKUSE in Verbindung mit einem Tandemmodul MDKUVEKGT
(Bild: Schaeffler)

Heute spielen bei der Auswahl von Linearsystemen vier Faktoren die Hauptrolle: eine realitätsnahe Auslegung, eine optimal auf die Applikation passend konfigurierte Linearachse, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und eine kurze Lieferzeit. Um all diese Faktoren bestmöglich zu erfüllen, bietet der Bereich Ina-Lineartechnik von Schaeffler aus Homburg

  • frei verfügbare und einfach zu bedienende Berechnungs- und Konfigurations-Tools,
  • eine sehr große Auswahl an standardisierten Einzelachsen, ergänzt durch Achsen mit Sonderfunktionen und
  • ein großes Netzwerk an Antriebstechnik-Zulieferern für eine kundenspezifische Konfektionierung einschließlich frei wählbarer Hersteller bei Elektromotoren, Planetengetrieben, Steuerungen und Sensorik.

Mit Bearinx-online Easy Linearsystem stellt Schaeffler seinen Kunden vom Sondermaschinenbau bis zum OEM ein kostenloses Berechnungswerkzeug zur Verfügung, das die reale Beanspruchung der Linearführungen und Module bis zum einzelnen Wälzkontakt bestimmen kann. Trotzdem ist Berechnungstool einfach und intuitiv ohne große Vorkenntnisse zu bedienen. Henning Dombek, Leiter des Fachbereichs Systemlösungen Lineartechnik, ergänzt dazu: „Bearinx ist meines Wissens nach das einzige kostenlose Tool am Markt, das mit den realen Moduldaten eine nichtlineare Berechnung durchführt“. Unter einem Linearmodul ist hier eine Linearachse bestehend aus einem Aluminium-Trägerprofil, einer Linearführung und einem mechanischen Antrieb zu verstehen. Der Bearinx-Berechnungsalgorithmus berücksichtigt unter anderem

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  • die Anbindung aller Linearmodule für eine geschlossene Linearsystem-Berechnung und alle beschleunigten Tisch- und Maschinenbettmassen,
  • das nichtlineare elastische Federverhalten der Wälzkörper,
  • die Elastizität von Tragkörper und Profilschiene bei Umlaufeinheiten,
  • belastungsbedingte Druckwinkelverlagerungen bei Linearkugellagern,
  • die reale Kontaktpressung unter Berücksichtigung von Schiefstellungen und Profilierungen der Wälzkörper und
  • berechnet die elastischen Verformungen des Linearsystems beim Setzen von Arbeitspunkten.

Vor allem für den Sondermaschinenbau ist es von großer Bedeutung, ohne großen Zeitaufwand zu einer überdurchschnittlich zuverlässigen Vorhersage bezüglich der Tragsicherheiten und Lebensdauer zu gelangen. Schließlich muss die Berechnung als Basis für die Auswahl der Komponenten genügen – Prüfstandstests sind in dieser Branche mit sehr geringen Losgrößen nicht möglich.

Die Berechnung erfordert nur geringe Vorkenntnisse und ist schnell durchgeführt: Nach der Auswahl der Achsanzahl, Modulanzahl und -anordnung erfolgt die Eingabe der Geometriedaten, Lastzyklen, Wirkrichtungen, Massen, der äußeren Kräfte und der Arbeitspunkte. Bei jeder Eingabe passt sich die grafische Darstellung automatisch an. Die Eingabe der Lastzyklen erfolgt besonders elegant: Beschleunigung, Endgeschwindigkeit, Zeit und Strecke stehen gleichzeitig als Eingabe- und Ausgabefelder zur Verfügung. Jedes Feld kann editiert werden und die Werte in den übrigen Feldern passen sich automatisch an. Außerdem werden die Zyklen in einem Bewegungsdiagramm automatisch dargestellt. In das Programm wurden die für Praxis sinnvollen und häufigsten Anordnungen bei 1-, 2-, und 3-Achssystemen aufgenommen. Bei jeder Auswahl reduzieren sich die folgenden Auswahlmöglichkeiten auf die technisch sinnvollen Varianten.

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