Wälzlager  Wirtschaftliche Alternativen zu Premium-Pendelrollenlagern

Von Findling Wälzlager 2 min Lesedauer

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Muss es wirklich das teure Premium-Pendelrollenlager sein? Oft gibt es wirtschaftlich sinnvollere Lösungen. Für die Lebensdauer zählt nicht nur das Wälzlager selbst, sondern auch das Zusammenspiel aus Belastung, Drehzahl und Schmiermittel, wie Findling in Berechnungen und Simulationen gezeigt hat. 

Vergleichsanalysen bei Findling: Die Wälzlagerexperten ermitteln anhand von Simulationen wirtschaftliche Alternativen zu Standard-Premiumlagern.(Bild:  Findling Wälzlager)
Vergleichsanalysen bei Findling: Die Wälzlagerexperten ermitteln anhand von Simulationen wirtschaftliche Alternativen zu Standard-Premiumlagern.
(Bild: Findling Wälzlager)

Viele Anwender setzen Premiumlager ein und orientieren sich dabei an Katalogwerten. Dynamische und statische Tragzahlen dominieren meist die Auswahl, während andere Einflussgrößen zweitrangig bleiben. Hier steckt Verbesserungspotenzial, erkannte der Wälzlagerhersteller Findling. Die Experten des Unternehmens führen für Kunden daher Vergleichsanalysen durch. Dabei stellen sie dem Premium-Standardlager Alternativen aus niedrigeren Leistungsklassen gegenübergestellt und ermitteln jeweils die zu erwartende Lebensdauer. 

Findling verwendet dafür die Methode der modifizierten Referenzlebensdauer (Lnmrh) nach ISO/TS 16281. Diese berücksichtigt neben den Betriebsbedingungen auch Schmierung, Sauberkeit und die Lastverteilung im Lager auf der Ebene einzelner Wälzkörper. Für die Berechnung setzt das Unternehmen das Simulationswerkzeug Mesys ein.

Gerade bei niedrigen Drehzahlen hat die Schmierung erheblichen Einfluss auf die Lebensdauer.

Janek Herzog, Anwendungsingenieur bei Findling Wälzlager

Wie das in der Praxis funktioniert, zeigt ein aktuelles Beispiel aus dem Qualitätslabor des Antriebsexperten: Der Anwender wünschte sich eine Alternative zu bislang verwendeten Premium-Pendelrollenlagern. Findling stellte diesen High-End-Produkten Pendelrollenlager aus den ABEG-Leistungsklassen Supra und Eco gegenüber. Das eingesetzte Premiumlager erfüllte erwartungsgemäß alle Anforderungen. 

Die günstigeren Alternativen aus den niedrigeren Leistungsklassen taten das zunächst nicht. Durch die geringeren Tragzahlen unterschritt die Lebensdauer die Zielwerte. Wurde jedoch der Schmierstoff an die Anwendung angepasst, veränderte sich diese Bild deutlich. In den Simulationen stieg die Lebensdauer der günstigeren Lager merklich an und erreicht beziehungsweise übertraf die Anforderungen!

Wälzlager an den realen Betrieb anpassen  

Das Ergebnis zeigt: Nicht allein die Tragzahl ist das ausschlaggebende Kriterium bei der Auswahl eines Wälzlagers, sondern die Anpassung an den realen Betrieb. Ein Lager aus einer niedrigeren Leistungsklasse, kombiniert mit einem anwendungsoptimierten Schmierstoff, kann die wirtschaftlich bessere Wahl sein. 

„Gerade bei niedrigen Drehzahlen hat die Schmierung erheblichen Einfluss auf die Lebensdauer“, erklärt Janek Herzog, Anwendungsingenieur bei Findling Wälzlager. „Je genauer wir die Betriebsbedingungen kennen, desto präziser können wir die Alternativen auslegen und aus einer teuren Standardlösung eine wirtschaftlich bessere machen.“

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