Neue Einsatzorte stellen industrietauglicher Bediengeräte
Um den Anforderungen künftiger Automatisierungsmärkte wie Energieeffizienz oder Elektromobilität zu genügen, müssen industrietaugliche Bedienen-und-Beobachten-Geräte neuen Rahmenbedingungen angepasst werden.
Anbieter zum Thema

Bevölkerungswachstum, Klimawandel, Rohstoffverknappung – das sind die derzeit weltweit größten gesellschaftlichen Herausforderungen. Die Bewältigung dieser Herausforderungen erfordert den Einsatz moderner Technologien und deren Weiterentwicklung vor allem auch aus dem Bereich der Automatisierungstechnik. Der ZVEI-Fachverband Automation sieht daher in der Umwelttechnologie, der Energieeffizienz und regenerativen Energiegewinnung sowie der Elektromobilität die Märkte der Zukunft. Angesichts dieser Entwicklung müssen Bedienen-und-Beobachten-Geräte verschiedene veränderte Rahmenbedingungen erfüllen.
Laut einer Untersuchung der Unternehmensberatung Frost & Sullivan entfallen mindestens 40 Prozent der klimarelevanten Emissionen gegenwärtig auf die Nutzung des Gebäudebestands, davon 75 Prozent auf die Gebäude-Infrastruktur, also Heizungs-, Klima- und Lüftungsanlagen sowie Fördertechnik und Beleuchtung. Dies birgt ein großes Marktpotenzial für die Gebäudeautomatisierung. So könnte beispielsweise in einem Gebäude die Raumbeleuchtung tageslichtabhängig gedimmt oder nur dann eingeschaltet werden, sofern sich tatsächlich Personen im Raum befinden.
Zu diesem Zweck werden die vielen mechanischen Schalter eines Raumes zentral auf ein Display projektiert. Das vermeidet nicht nur die Kosten für die Schalter und deren Verkabelung, sondern ermöglicht auch ein modernes, optisch ansprechendes Bedienkonzept. Was moderne Smart Phones heute in puncto Design, Grafik und Bedienerfreundlichkeit bieten, erwartet der Anwender auch von seinem Smart Home und Office. Eine verständliche Menüführung (Bedien-Ergonomie) sowie ein entspiegeltes Display sollen Fehlbedienungen entgegenwirken. Dies erfordert zusätzlich ein Display mit hoher Helligkeit sowie einer auch bei Sonnenlicht ablesbaren Front.
Tanksäulen für Elektrofahrzeuge benötigen robuste Displays
Elektromobilität trägt dazu bei, den CO2-Ausstoß und damit die Umweltbelastung zu verringern. Zur Umsetzung dieses Konzepts muss das Tankstellennetz grundlegend geändert werden, weil allein das "Betanken" eines Elektroautos voraussichtlich mehrere Stunden dauern wird. Stromtankstellen werden daher künftig an Orten wie Parkhäusern oder dem Parkplatz eines Einkaufszentrums zu finden sein, wo sich die Fahrer der Elektroautos längere Zeit aufhalten.
Die Installation der Tanksäule im Freien setzt einen erweiterten Temperaturbereich der verbauten Komponenten sowie deren sofortige Funktionsfähigkeit nach einem Kaltstart voraus. Wenn sich der Trend durchsetzt, wird der Tankvorgang durch ein Display begleitet. Vandalismus lässt sich leider nicht ausschließen, sodass das Display durch eine robuste und kratzfeste Front geschützt werden muss.
(ID:28201230)