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Klebstoff Neuartiger, biobasierter Haftschmelzklebstoff entwickelt

| Redakteur: Dorothee Quitter

Die Westfälische Hochschule hat gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik sowie mit namhaften Industriepartnern einen weltweit neuartigen, biobasierten Haftschmelzklebstoff entwickelt. Sein Name: Juwenol.

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In einem Spezial-Heizblock haben Prof. Dr. Klaus-Uwe Koch und sein Team über 300 Rezepturen für Bio-Haftschmelzklebstoffe entwickelt. Der Bio-Anteil kommt dabei aus pflanzlichen Stärkemolekülen.
In einem Spezial-Heizblock haben Prof. Dr. Klaus-Uwe Koch und sein Team über 300 Rezepturen für Bio-Haftschmelzklebstoffe entwickelt. Der Bio-Anteil kommt dabei aus pflanzlichen Stärkemolekülen.
(Bild: Westfälische Hochschule)

Haftschmelzklebstoffe zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht vollständig abbinden, sondern dauerhaft klebrig bleiben und ohne Lösungsmittel auskommen. Ein geläufiges Beispiel sind Haftnotizzettel. Chemie-Professor Dr. Klaus-Uwe Koch von der Westfälischen Hochschule in Recklinghausen hat jetzt gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut und den Industrie-Partnern Jowat in Detmold, Henkel in Düsseldorf und Logotape in Harrislee einen neuartigen, biobasierten Haftschmelzklebstoff entwickelt. Das Besondere daran: Das verwendete Basispolymer wird überwiegend nicht aus fossilen, sondern aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. „Wir benutzen dazu eine Milchsäure, die aus pflanzlichen Stärkemolekülen gewonnen wird“, so Koch, „ohne dabei die Erzeugung von Lebensmitteln in der Agrarwirtschaft zu stören.“

Tipp: Anwendertreff Leichtbau Auf dem Anwendertreff Leichtbau, der vom 4. bis 5. Dezember 2018 in Würzburg stattfindet, können sich Teilnehmer über den Material-, Struktur- und Fertigungsleichtbau informieren. Im Praxisforum Fügetechnologien wird das strukturelle Kleben von Faserverbundwerkstoffen mit Metallen näher betrachtet.
Mehr Informationen: Anwendertreff Leichtbau

In einer Versuchsanlage haben Koch und sein Team rund 300 verschiedene Klebstoffrezepturen angemischt und anschließend auf ihre Klebeigenschaften getestet. Am Ende stand ein Favorit fest, der unter dem Namen Juwenol-HM 13 bei den Industriepartnern auf seine industrielle Produktionsfähigkeit überprüft wurde. Im Laufe des Projekts hatte Koch Kontakt zu über 60 deutschen Klebstoffherstellern und Dienstleistern im Klebstoffbereich, sodass die Erfolgsaussichten für die spätere wirtschaftliche Nutzung wahrscheinlich gesichert sind. (qui)

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