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Safety Modulare Zertifizierung bis zur Komponenten-Ebene vermeidet Stillstandzeiten

| Redakteur: Ute Drescher

Wie können Produktionsanlagen im Sinne des Plug & Produce flexibel und sicher zugleich umgebaut werden? Die Lösung ist ein erweitertes modulares Safety-Konzept.

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Die modulare Zertifizierung ist die Voraussetzung für einen schnellen und reibungslosen Anlagenumbau im Sinne des Plug & Play, demonstriert an der SmartfactoryKL-Industrie 4.0-Anlage.
Die modulare Zertifizierung ist die Voraussetzung für einen schnellen und reibungslosen Anlagenumbau im Sinne des Plug & Play, demonstriert an der SmartfactoryKL-Industrie 4.0-Anlage.
(Bild: Smartfactory KL)

Jeder Anlagenhersteller muss eine Konformitätserklärung abgeben und somit bestätigen, dass alle Gefahrenszenarien seiner Anlage beherrscht und die Mindestanforderungen an die Sicherheit erfüllt sind. Bei einer modularen Anlage der Zukunft kann die Konformität nach jedem Umbauvorgang nur dann zügig bestätigt werden, wenn ein modulares Zertifizierungskonzept die verschiedenen Anlagenvarianten vorab geprüft bereithält. Wird eine bereits im Vorfeld zertifizierte Anlagenkonfiguration im Sinne des Plug & Produce gewählt, lassen sich lange Stillstandzeiten vermeiden.Wie das funktionert, hat das Partnerkonsortium der SmartfactoryKL an seiner Industrie-4.0-Produktionsanlage auf der Hannover Messe 2018 präsentiert.

Use Case: Flexibles Transportsystem in modulare Sicherheit integriert

Erstmals war auch das flexible Transportsystem (FTS) in das modulare Safety-Konzept der Anlage mit einbezogen. Fährt das FTS in den Zonenbereich einer Produktionslinie, wird es automatisch diesem Anlagenteil und folglich auch dieser Nothaltschleife zugeordnet. Der Vorteil für modulare Produktionsanlagen in der Praxis: An Stelle des Transportsystems könnte zum Beispiel eine Modulkomponente ebenso flexibel ausgetauscht und automatisch zertifiziert werden; es muss lediglich ein sicheres Profil für diese Komponente bereits vorliegen.

Steuerung der modularen Zertifizierung über die Cloud

Das erweiterte Safety-Konzept wird ab sofort über den drahtlosen Kommunikationsstandard 5G in Echtzeit in der Cloud gesteuert. Somit ist die für die Zertifizierung notwendige deterministische Kommunikation möglich. In der Cloud ist ein digitales Abbild (Digital Twin) aller Module vorhanden, in dem verschiedenen Safety-Parameter definiert sind. Wird eine neue Modulkonfiguration zusammengestellt, so erfolgt der Abgleich IT-gestützt mit den hinterlegten Szenarien. Ist die gebildete Konfiguration bereits als sicher bekannt, so wird die Konformität der neuen Konfiguration bestätigt.

Save the date: Anwendertreff MaschinensicherheitAm 26. September 2018 findet der 6. Anwendertreff Maschinensicherheit in Würzburg statt. Zu den Themenschwerpunkten gehört in diesem Jahr auch die Sichere Verkettung von Maschinen in einer vernetzten Fabrikumgebung.
Save the date: Anwendertreff Maschinensicherheit

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